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LPI-SLF: Falsche "Kriminalbeamte"/ vermeintlicher "Staatsanwalt" erbeuten Schmuck und Wertgegenstände - Polizei sucht Zeugen und warnt |
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| 23.07.2026 15:56 Uhr |
Landespolizeiinspektion Saalfeld |
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Saalfeld (ots) - Eine 82-jährige Saalfelderin erstattete am Mittwoch Anzeige bei
der Polizei, nachdem sie Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden war. Die
Kriminalpolizei hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts des bandenmäßigen
Betrugs und Amtsanmaßung aufgenommen.
Bereits am Montagnachmittag (20.07.2026) erhielt die Seniorin einen Anruf von
einem Mann, der sich als Kriminalbeamter der Polizei Saalfeld ausgab. Im
weiteren Gespräch schaltete sich ein angeblicher Staatsanwalt aus Gera hinzu.
Unter dem Vorwand laufender Ermittlungen zu Einbruchsdiebstählen in der
Nachbarschaft erkundigten sich die Täter nach Bargeld, Schmuck und
Wertgegenständen und überzeugten die Frau schließlich in stundenlangen und teils
sehr fordernden Telefonaten davon, ihre Wertsachen zur angeblichen Überprüfung
herauszugeben.
Am Dienstagnachmittag leerte die Geschädigte ihre Bankschließfächer. Gegen 18.00
Uhr übergab sie an ihrer Wohnanschrift mehrere goldene Schmuckstücke,
Münzsammlungen und weitere Wertgegenstände im Gesamtwert von rund 60.000 Euro an
einen unbekannten Mann. Erst anschließend bemerkte sie den Betrug.
Der Abholer wird als etwa 30 bis 35 Jahre alt, schlank, mit südländischem
Erscheinungsbild sowie kurzen dunklen Haaren beschrieben. Er lief aus Richtung
der Brucknerstraße zur Wohnanschrift der Geschädigten und entfernte sich
anschließend wieder zu Fuß in diese Richtung.
Die Polizei bittet Zeugen, die den beschriebenen Mann oder verdächtige Personen
und Fahrzeuge im Bereich der Brucknerstraße am Dienstag gegen 18 Uhr beobachtet
haben oder sonstige Hinweise geben können, sich bei der KPI Saalfeld
(03672-4171464) zu melden.
Warnhinweis der Polizei:
Polizei, Staatsanwaltschaft oder andere Behörden werden Sie niemals am Telefon
nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen fragen oder deren Herausgabe
verlangen. Beenden Sie derartige Telefonate sofort - es handelt sich um Betrug.
Geben Sie keine Auskünfte über Bargeld, Schmuck, Bankschließfächer oder sonstige
Vermögenswerte. Nennen Sie keine PINs oder Bankdaten, tätigen Sie keine
Überweisungen auf telefonische Anweisung und übergeben Sie niemals Bargeld oder
Wertgegenstände an unbekannte Personen. Verständigen Sie im Zweifel sofort den
Polizeinotruf 110 oder wenden Sie sich an Ihre örtlich zuständige
Polizeidienststelle beziehungsweise an vertraute Angehörige oder Bekannte.
Bei derartigen Betrugsmaschen handeln mutmaßlich mehrere Personen in eng
organisierter Art und Weise vom Erstanruf über Folgetelefonate bis hin zur
Abholung gemeinsam, um an Wertgegenstände der Angerufenen zu gelangen. Häufig
sind auch persönliche Umstände wie Sterbedatum des Ehepartners, Angaben zu
Kindern oder sonstige, persönliche Gegegebenheiten bekannt. Lassen Sie sich
dadurch nicht verunsichern oder beeinflussen. Beenden Sie unverzüglich derartige
Gespräche.
Rückfragen bitte an:
Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Saalfeld
Pressestelle
Telefon: 03671 56 1503
E-Mail: presse.lpi.saalfeld@polizei.thueringen.de
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/126724/6320217
OTS: Landespolizeiinspektion Saalfeld
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Landespolizeiinspektion Saalfeld
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