|
Salzwedel (ots) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Townhall-Termin in
Salzwedel (Sachsen-Anhalt) die Bedeutung des Lokaljournalismus unterstrichen.
"Lokalzeitungen sind und bleiben wichtig", sagte Merz im Kulturhaus der Stadt,
wo er am Donnerstag Fragen von etwa 250 Bürgerinnen und Bürgern beantwortete.
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) trat nach dem Kanzler ebenfalls auf die
Bühne. Der Termin fand anlässlich des Tages des Lokaljournalismus am 5. Mai
statt.
Hinter der Initiative stehen IPPEN.MEDIA und das Verlagsprojekt DRIVE -
initiiert von der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Unternehmensberatung
Highberg. Der Tag des Lokaljournalismus wird von einem Netzwerk aus Partnern und
Medienhäusern mit zahlreichen Aktionen begangen - insbesondere mit Formaten, die
den unmittelbaren Austausch zwischen Redaktionen und Publikum stärken. Mit
seinem Besuch in Salzwedel setzte der Kanzler ein Zeichen für unabhängigen
Journalismus vor Ort.
Merz betonte den Stellenwert der Lokalzeitung, die "bei den meisten Bürgerinnen
und Bürgern auf dem Küchentisch, auf dem Wohnzimmertisch und dem Esstisch liegt
- bei mir zu Hause auch." Es sei die Lokalzeitung, die "über das örtliche
Geschehen am zuverlässigsten" informiere, so der Kanzler.
Die Verantwortung für eine erfolgreiche Zukunft von Verlagen und Lokalmedien
sieht Merz nicht allein bei der Politik. "Alles, was wir diskutieren, um zu
helfen, kann nicht die Selbstbehauptung im Markt ersetzen", sagte der Kanzler
über mögliche Medienförderungen. Aber er betonte auch: "Insofern kann es immer
nur ein Anschub sein, eine Hilfe sein."
Salzwedel wurde bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt. Die Stadt gilt als
eine der am weitesten von Autobahnanschlüssen entfernten Kommunen Deutschlands
und steht damit exemplarisch für Orte abseits der großen Zentren - und für
Lebensrealitäten, die in bundesweiten Debatten zum Teil wenig Sichtbarkeit
genießen. Durch die Townhall führte Markus Knall, Chefredakteur von IPPEN.MEDIA,
zusammen mit leitenden Redakteurinnen und Redakteuren verschiedener Lokalmedien.
Im Anschluss an Bundeskanzler Merz stellte sich auch Sachsen-Anhalts
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) den Fragen des Publikums. "Ich halte lokale
Medien, gerade lokale Zeitungen, für enorm wichtig." Er komme aus einem Ort mit
350 Einwohnern, da sei die Lokalzeitung oft das einzige Medium, das berichte.
"Das Lokale können nur die lokalen Medien", betonte Schulze.
Mit dem Aktionstag machen Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten aus
verschiedenen Medienhäusern auf die Bedeutung einer Berichterstattung
aufmerksam, die vor Ort verankert ist - nah an den Menschen, verlässlich,
eingeordnet und geprüft.
Über den Tag des Lokaljournalismus:
Mit dem "Tag des Lokaljournalismus" am 5. Mai 2026 wollen die regionalen
Zeitungsverlage ihre Bedeutung und Leistungsstärke in einer zunehmend digitalen
Medienwelt unter Beweis stellen. Initiatoren sind IPPEN.MEDIA sowie die dpa
Deutsche Presse-Agentur und Highberg als Partner des Verlagsprojekts DRIVE. Die
im gesamten deutschsprachigen Raum geplante Kampagne richtet sich vorrangig an
jüngere Zielgruppen und Familien. Zugleich soll es darum gehen, die
Werbewirtschaft von den Qualitäten eines zeitgemäßen lokalen Medienangebots zu
überzeugen. Die Aktion wird sowohl vom Bundesverband Digitalpublisher und
Zeitungsverleger (BDZV) als auch dem Verlegerverband Schweizer Medien und dem
Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) unterstützt. Weitere Partner sind die
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit ihrem Lokaljournalistenprogramm,
die Initiative Tageszeitung (itz) und die Initiative18 der Werbe- und
Medienwirtschaft. Der Tag des Lokaljournalismus am steht unter der
Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.
www.tag-des-lokaljournalismus.de (https://tag-des-lokaljournalismus.de/)
Pressekontakt:
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Jens Petersen
Leiter Konzernkommunikation
Telefon: +49 40 4113 32843
E-Mail: mailto:pressestelle@dpa.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8218/6266526
OTS: dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
|