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Linz (ots) - Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten stellt Betreiber vor
eine zentrale Frage: Wie lässt sich sicherstellen, dass Fahrzeuge täglich
zuverlässig einsatzbereit sind? Bei missionskritischen Anwendungen entscheidet
sich diese Frage im Depot - und damit bei der Ladeinfrastruktur. KEBA, ein
führender Hersteller von AC- und DC-Ladelösungen, adressiert diese Anforderungen
mit speziell auf Depotanwendungen ausgelegten Systemen. Das Beispiel der
Braucommune Freistadt, einer Brauerei in Österreich, zeigt anhand ihres
Leuchtturmprojekts, wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert.
Im Unterschied zu PKW-Anwendungen sind die Rahmenbedingungen klar definiert:
feste Routen, enge Zeitfenster und ein hoher Druck auf Verfügbarkeit.
Ladeinfrastruktur wird damit nicht zur Ergänzung, sondern zum kritischen
Bestandteil des operativen Geschäfts.
Die zentralen Herausforderungen im Depot
Die Praxis zeigt, dass insbesondere fünf Themen über den Erfolg entscheiden:
- Netzanschluss und Lastspitzen: Hohe gleichzeitige Ladebedarfe treffen auf
begrenzte Anschlussleistungen. Ohne intelligentes Lastmanagement drohen
Netzüberlastungen oder hohe Investitionen in den Netzausbau. Gleichzeitig
gewinnen die Integration von Photovoltaik und stationären Speichern an
Bedeutung: Eigenstrom kann gezielt für das Depotladen genutzt und Lastspitzen
zusätzlich geglättet werden. Das reduziert Betriebskosten und trägt zu einer
schnelleren Amortisation der Ladeinfrastruktur bei.
- Bestehende Depotlayouts: Ladeinfrastruktur muss sich in gewachsene Strukturen
integrieren - oft bei begrenztem Platz und laufendem Betrieb.
- Betriebssicherheit: LKWs müssen zu definierten Zeiten verfügbar sein.
Ladeprozesse müssen exakt darauf abgestimmt werden können.
- Skalierbarkeit: Flotten werden oftmals schrittweise elektrifiziert.
Infrastruktur muss mitwachsen können.
- Transparenz und Regulierung: Themen wie RFID-basierte Autorisierung und MID-
und Eichrechtskonformität sind Voraussetzung für Monitoring, Abrechnung und
Förderfähigkeit.
Technologischer Ansatz: Energie intelligent verteilen
Für diese Anforderungen setzt KEBA auf ein modulares Schnellladesystem bestehend
aus der KeContact DCL10 (Dispenser) und der KeContact DCU10 (Power Unit) in
Kombination mit dem KEBA Serviceportal (DC). Das technische Prinzip folgt einem
Split-Ansatz:
Die Power Unit (KeContact DCU10) versorgt mehrere Dispenser (KeContact DCL10),
die im Depot verteilt positioniert werden können. Die Distanz zwischen
Leistungseinheit und Ladepunkt kann dabei bis zu 70 Meter betragen.
Dieses Konzept bietet mehrere Vorteile:
- Optimale Integration: Dispenser benötigen nur minimalen Platz im Fahrbereich:
Die KeContact DCL10 kommt mit weniger als 0,5 m² Stellfläche aus und eignet
sich damit insbesondere für enge Depotverhältnisse, etwa im Bereich von
Laderampen oder Docks. Die Leistungselektronik wird räumlich getrennt
installiert - ein Vorteil insbesondere in staubigen, nassen oder verschmutzten
Umgebungen.
- Flexible Skalierung: Zusätzliche Ladepunkte oder höhere Ladeleistungen können
schrittweise ergänzt werden.
- Effizientes Lastmanagement: Die verfügbare Netzleistung wird dynamisch auf die
Fahrzeuge verteilt.
- Zentrale Steuerung und Monitoring: Über das Serviceportal lassen sich
Ladevorgänge überwachen und auswerten.
- Transparenz und Förderfähigkeit: RFID-basierte Autorisierung ermöglicht die
eindeutige Zuordnung von Ladevorgängen zu einzelnen Fahrzeugen. In Kombination
mit eichrechtskonformen DC-Lösungen schafft das die Grundlage für Transparenz
sowie die Nutzung von Fördermechanismen wie der THG-Quote.
Praxisbeispiel: Braucommune Freistadt
Wie diese Anforderungen konkret umgesetzt werden können, zeigt das
Leuchtturm-Projekt der Braucommune Freistadt. Das Unternehmen stellt seine
Logistikflotte schrittweise auf Elektro-LKWs um. Die Einsatzbedingungen sind
klar strukturiert: Abfahrt ab 6 Uhr morgens, Rückkehr bis spätestens 18 Uhr. Pro
Fahrzeug werden rund 300 Kilometer täglich zurückgelegt - der Energiebedarf
entspricht etwa einer vollständigen Batterieladung.
Für das nächtliche Laden ergibt sich ein Bedarf von rund 400 kWh pro Fahrzeug.
Über die verfügbare Standzeit entspricht das einer durchschnittlichen
Ladeleistung von etwa 40 kW. Entscheidend für Freistädter war ein System, das
diese Anforderungen zuverlässig abbildet und gleichzeitig zukünftiges Wachstum
der Flotte und in weiterer Folge der Ladeinfrastruktur ermöglicht. Die Wahl fiel
auf die skalierbare Split-Lösung von KEBA, bestehend aus der KeContact DCL10 mit
externer Power Unit KeContact DCU10.
Paul Steininger, CEO Braucommune Freistädter:
"Für uns war entscheidend, dass die Lösung im Alltag funktioniert. Unsere
Fahrzeuge müssen jeden Morgen einsatzbereit sein. Gleichzeitig war es eine
klassische Brownfield-Situation - wir mussten die Ladeinfrastruktur in ein
bestehendes Depot integrieren. Umso wichtiger war ein System, das sich flexibel
anpassen lässt, mit unserer Flotte mitwächst und durch die Integration von
Photovoltaik auch wirtschaftlich schnell amortisiert."
Neben der technischen Umsetzung spielen auch betriebliche Aspekte eine Rolle:
Über RFID wird nachvollziehbar, welches Fahrzeug welche Energiemengen geladen
hat. Durch die Eichrechtskonformität können zusätzliche Erlöse über die
THG-Quote generiert werden. Ein weiterer Faktor ist der Service: KEBA stellt
kurze Reaktionszeiten und eine hohe Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur sicher -
entscheidend, um den Betrieb missionskritischer Flotten jederzeit
aufrechtzuerhalten.
Depotladen als Erfolgsfaktor für missionskritische Flotten
Für die Braucommune Freistädter bietet der Split-Ansatz klare Vorteile für
Depotanwendungen: geringerer Platzbedarf, höhere Flexibilität in der Planung und
eine bessere Anpassung an bestehende Infrastruktur. In Kombination mit
integrierter Systemsteuerung, eichrechtskonformer Auslegung und durchgängiger
Softwareanbindung entsteht eine Lösung, die speziell auf den Betrieb
missionskritischer Flotten ausgerichtet ist."Mit der Integration von
Photovoltaik und Speichern wird das Depot vom reinen Energieverbraucher zum
aktiven Teil des Energiesystems - der Betreiber wird zum "Prosumer".
Entscheidend ist jedoch, diese Energie so zu steuern, dass sie zum richtigen
Zeitpunkt verfügbar ist. Denn am Ende geht es darum, dass missionskritische
Flotten zuverlässig einsatzbereit sind - jeden Tag" , sagt Stefan Richter, CEO
KEBA Energy Automation. Mehr Bilder unter: https://dataspace.keba.com/public/dow
nload-shares/rCI0G1mw5ElCn5mHFlkqDTEqi2K1JBFk
Pressekontakt:
KEBA Gruppe I Katarina Weissengruber
Telefon: +43 732 7090-25440 I E-Mail: mailto:wgk@keba.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/102553/6259053
OTS: KEBA Group AG
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