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Schwerin (ots) - Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen des Bildungsmonitors
Elternperspektive 2026 des Landeselternrates, äußert sich der Bildungspolitische
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Torsten Renz, wie folgt:
"Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen mit strukturellen Problemen. In
dem heute veröffentlichten Bildungsmonitor benennen die Eltern klar, wo aus
ihrer Sicht der größte Handlungsbedarf besteht: bei der individuellen Förderung,
beim Lehrkräftemangel, bei der Schulsozialarbeit, der psychischen Gesundheit von
Kindern und der Vorbereitung auf das Leben nach der Schule.
Die Landesregierung kann die Ergebnisse dieser Umfrage nicht länger ignorieren.
Fast 5.000 Eltern haben ihre Erfahrungen geschildert. Sie bestätigen genau das,
worauf wir als CDU seit Jahren hinweisen. Es fehlt an Lehrkräften. Es fehlt an
individueller Förderung. Es fehlt an sonderpädagogischer Unterstützung. Es fehlt
an Schulsozialarbeit. Die Probleme sind seit Jahren bekannt. Gelöst wurden sie
von Rot-Rot bis heute nicht.
Während die CDU-Fraktion wiederholt konkrete Vorschläge für mehr Lehrkräfte,
eine bessere Unterrichtsversorgung, den Ausbau der Schulsozialarbeit und eine
stärkere individuelle Förderung eingebracht hat, blieb die Landesregierung bei
Ankündigungen und Arbeitskreisen. Statt spürbarer Verbesserungen erleben Eltern
weiter Unterrichtsausfall, überlastete Schulen und fehlende Unterstützung für
Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Wenn ich der Bildungsministerin heute ein Zeugnis ausstellen müsste, stünde dort
wohl: Sie war stets bemüht. Sie war stets bemüht, die Probleme schönzureden. Sie
war stets bemüht, neue Konzepte anzukündigen. Sie war stets bemüht, weitere
Gesprächsrunden einzuberufen. Was sie schuldig geblieben ist, sind messbare
Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler.
Wer den Teufelskreis aus Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall und sinkender
Bildungsqualität durchbrechen will, muss den Lehrerberuf wieder attraktiver
machen. Deshalb wollen wir die Unterrichtsverpflichtung absenken. Das wirkt auf
den ersten Blick widersprüchlich. Tatsächlich entlastet es die Lehrkräfte,
erhöht die Attraktivität des Berufs und hilft dabei, neue Lehrkräfte für
Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen. Gleichzeitig braucht die Regionale Schule
endlich die Wertschätzung, die sie verdient, beispielsweise durch eine gezielte
Förderung, z.B. durch kleinere Klassen. Die Mittlere Reife ist der wichtigste
Abschluss für Handwerk, Mittelstand und viele Ausbildungsberufe. Wer Fachkräfte
sichern will, muss gerade diese Schulform stärken. Auch hier hat die
Landesregierung jede Initiative vermissen lassen.
Der Bildungsmonitor des Landeselternrates reiht sich ein in eine Vielzahl von
Warnsignalen. Er ist die Bestätigung dafür, dass die Bildungspolitik der
vergangenen Jahre ihre Ziele verfehlt hat. Jetzt braucht unser Land einen
Kurswechsel und eine Regierung, die wirkliche Bildungspolitik für unsere Kinder
machen will."
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