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POL-HRO: Konsequentes Vorgehen gegen Drogenkriminalität zeigt Wirkung in Schwerin |
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| 17.06.2026 17:40 Uhr |
Polizeipräsidium Rostock |
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Schwerin (ots) - Im Rahmen eines seit mehreren Monaten laufenden
Einsatzkonzeptes zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im Bereich
Mueßer Holz in Schwerin hat die Polizei zahlreiche offene und verdeckte
Maßnahmen durchgeführt. Die Ermittlungen führten bislang zu mehreren Festnahmen,
zehn Haftbefehlen sowie zur Sicherstellung von mehr als 10 kg Betäubungsmitteln
und von mehr als 6 kg Marihuana zuzüglich höheren Bargeldsummen. Gleichzeitig
konnte eine deutliche Beruhigung der Lage festgestellt werden.
Den verstärkten Maßnahmen der Polizei lag eine sich verdichtende Erkenntnislage
zugrunde. Neben eigenen polizeilichen Feststellungen gingen Hinweise und auch
zunehmende Beschwerden aus der Bevölkerung zu mutmaßlichen
Betäubungsmitteldelikten im Bereich "Am Stein" (Bereich Keplerpassage bis
Keplerplatz) ein. Die Polizei reagierte auf das vorliegende Lagebild mit einem
umfangreichen Einsatzkonzept, das offene Präsenzmaßnahmen und verdeckte
Einsatzmaßnahmen miteinander verknüpfte.
Bereits im April bot ein Tatverdächtiger zivil eingesetzten Polizeikräften
offensiv Kokain zum Kauf an. Im Zuge der anschließenden Maßnahmen konnten ein
kleineres Depot mit Betäubungsmitteln und ein mutmaßlich dazugehöriger Dealer
ermittelt werden. Im Ergebnis wurden zwei Männer vorläufig festgenommen. Gegen
beide Personen wurden Haftbefehle erlassen.
Weitere verdeckte Ermittlungen führten im selben Monat zu Erkenntnissen, die
mehrere Wohnungsdurchsuchungen ermöglichten. Dabei wurden Betäubungsmittel,
verschreibungspflichtige Medikamente, Bargeld und Handys sichergestellt. Auch in
diesen Verfahren wurden zwei Haftbefehle über die Staatsanwaltschaft Schwerin
erwirkt und vollstreckt.
Ende April gelang der Polizei ein weiterer Treffer gegen die
Betäubungsmittelkriminalität. Ausgangspunkt war der Hinweis eines aufmerksamen
Bürgers auf eine unberechtigt im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses
aufhältige Person. Dieser erwies sich als wertvoll und führte in Verbindung mit
dem akribischen Vorgehen der eingesetzten Beamten der Schutzpolizei zu
weiterführenden Erkenntnissen. Die anschließende Durchsuchung einer Wohnung
führte zur Sicherstellung von einer erheblichen Menge Marihuana. Zwei
Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die intensive Präsenz der Polizei und die konsequente Verfolgung der Straftaten
zeigten in der polizeilichen Lageauswertung bereits im Mai deutliche
Auswirkungen. Zudem gingen die zuvor festgestellte Beschwerdelage deutlich
zurück. Nach polizeilicher Einschätzung hatte sich die Situation im Stadtteil
Mueßer Holz bereits spürbar beruhigt.
Im Juni kontrollierten Einsatzkräfte einen weiteren Tatverdächtigen, der im Zuge
der vorangegangenen Ermittlungen als mutmaßlicher Händler im Bereich "Am Stein"
identifiziert worden war. Als die Polizeibeamten den Mann kontrollieren wollten,
versuchte dieser zu flüchten. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und
konnten ihn nach einer etwa zwei Kilometer langen Nacheile zu Fuß in einem Wald
stellen. Dabei wurden größere Mengen Betäubungsmittel (Kokain, Marihuana,
Ecstasy etc.) sichergestellt. Gegen den Beschuldigten wurde Haftbefehl erlassen.
Wenige Tage später führten weitere gewonnenen Erkenntnisse zur Durchsuchung von
drei Wohnungen im Stadtteil Großer Dreesch. Dabei wurden erneut Betäubungsmittel
sowie Bargeld und Handys sichergestellt. Gegen drei weitere Beschuldigte wurden
Haftbefehle erlassen.
Bei den Tatverdächtigen, die in den letzten Monaten bei der Bekämpfung der
Betäubungsmittelkriminalität ermittelt und gestellt wurden, handelt es sich um
Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren mit verschiedenen Nationalitäten, darunter
deutsch, tunesisch und algerisch. Die zehn vollstreckten Haftbefehle wurden auf
Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin vom Amtsgericht Schwerin erlassen.
Der Leiter der Polizeiinspektion Schwerin Mattes Pienkoß führt weiter aus:
"Durch innovatives und koordiniertes Einschreiten sowie ein Ineinandergreifen
von schutz- und kriminalpolizeilichen Maßnahmen konnten polizeiliche
Erkenntnisse und Hinweis aus der Bevölkerung in kürzester Zeit in
Ermittlungserfolge umgewandelt werden. Wer meint in Schwerin mit
Betäubungsmitteln handeln zu können und den öffentlichen Bereich für sich
beansprucht, muss weiterhin mit konsequenten Reaktionen der Polizei rechnen. Die
bisherigen Ergebnisse zeigen, dass unsere Maßnahmen Wirkung gezeigt haben. Unser
Ziel bleibt es, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig in allen
Stadtteilen zu stärken und Straftaten konsequent zu verfolgen."
Rückfragen bitte an:
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Rostock
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