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Pressezitat: Deutsche Umwelthilfe begrüßt geplante Plastikabgabe: "Wichtiger finanzieller Anreiz für weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling" |
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| 30.04.2026 14:20 Uhr |
Deutsche Umwelthilfe e.V. |
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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die gestern vom
Bundeskabinett beschlossene Einführung einer Plastikabgabe. Sie ist Teil der
Eckpunkte des Haushaltes 2027. Konkret geht es dabei um die sogenannte
"EU-Plastiksteuer", welche die EU-Länder seit 2021 jährlich für nicht recycelte
Kunststoffverpackungen nach Brüssel überweisen müssen. Die einzelnen Staaten
können dabei selbst entscheiden, wie sie die Plastiksteuer ausgestalten.
Deutschland hat die "EU-Plastiksteuer" bislang aus Mitteln des Bundeshaushaltes
gezahlt und es dabei versäumt, die für den nicht recycelten Plastikmüll
verantwortlichen Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen. Die DUH sieht nun die
Chance, durch finanzielle Anreize Einweg-Plastikmüll zu vermeiden, Mehrweg
attraktiver zu machen und das Recycling zu stärken.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz:
" Es ist wichtig und richtig, dass klimaschädliche und nicht recycelte
Einweg-Plastikverpackungen endlich einen Preis bekommen sollen. Mit der
geplanten Plastikabgabe zahlen endlich nicht mehr Steuerzahlerinnen und
Steuerzahler Milliardenbeträge für nicht recycelte Kunststoffverpackungen. Die
Plastiksteuer sollte die Verpackungshersteller belohnen, die Recyclingmaterial
einsetzen oder gut recycelbare Verpackungen anbieten. Nur dann können
Kunststoffe Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein. Nebenbei
schafft das einen effektiven Anreiz, unnötige Verpackungen wegzulassen und
erhöht die finanzielle Attraktivität wiederverwendbarer Mehrwegverpackungen. Um
Verlagerungseffekte hin zu Einwegverpackungen aus anderen Materialien wie etwa
Papier oder komplexen Materialverbünden aus Papier und Kunststoff zu verhindern,
sollte die Plastiksteuer auch auf andere Verpackungsmaterialien ausgeweitet
werden. Die Höhe sollte mindestens 1,20 Euro pro Kilo betragen."
Hintergrund:
Die sogenannte "EU-Plastiksteuer" ("Kunststoff-Eigenmittel") wurde von der
Europäischen Union im Rahmen des Green Deals beschlossen. Mit Inkrafttreten des
Eigenmittelbeschlusses (EU, Euratom 2020/2053) zum 1. Januar 2021 sind die
EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, eine Abgabe von 800 Euro pro Tonne (80
Cent pro Kilo) nicht-recycelter Verpackungsabfälle aus Kunststoff an die EU
abzuführen.
Link:
DUH-Positionspapier zur Umlage der EU-Plastiksteuer: https://l.duh.de/p260430
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, mailto:metz@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6266177
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Umwelthilfe e.V.
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