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Jagdverband fordert stärkeres Engagement des Bundes gegen illegale Schusswaffen / Präsident Dammann-Tamke: Mehr verdeckte Ermittler und differenzierte Statistik nötig |
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| 3.08.2026 03:05 Uhr |
Neue Osnabrücker Zeitung |
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Osnabrück (ots) - Angesichts der laufenden Überprüfung und Neubewertung des
Waffenrechts durch die Bundesregierung fordert der Deutsche Jagdverband (DJV)
eine Differenzierung in der Kriminalstatistik zwischen legalen und illegalen
Schusswaffen. "Wir brauchen endlich eine bundesweite Statistik, die
unterscheidet, ob eine Straftat mit einer legalen oder einer illegalen Waffe
begangen wurde", sagte Jagdverbandspräsident Helmut Dammann-Tamke im Interview
mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Eine Auswertung aus
Nordrhein-Westfalen habe gezeigt, dass Jäger nur an 0,01 Prozent der Delikte mit
Waffen beteiligt seien.
Die nach schweren Straftaten von der Politik in den vergangenen Jahren
reflexartig beschlossenen Verschärfungen des Waffenrechts seien eine "völlig
falsche Fokussierung", sagte Dammann-Tamke weiter. Maßnahmen wie die angedachte
Begrenzung der Anzahl von Langwaffen für Jäger bezeichnete er gegenüber noz als
"reines Placebo". Der Gesetzgeber müsse seinen Fokus stattdessen endlich auf die
geschätzten 20 Millionen illegalen Waffen in Deutschland legen: "Wir brauchen
mehr verdeckte Ermittler und spezielle Einsatzgruppen, die den illegalen
Schwarzmarkt austrocknen, anstatt dass man gesetzestreue Bürger mit
bürokratischen Schikanen überzieht", sagte der Jäger-Präsident.
Der Sechsfachmörder von Stade beispielsweise hatte seine halbautomatische Waffe
samt Munition für 4000 Euro auf dem Schwarzmarkt in Berlin gekauft. Offenbar sei
es in Deutschland immer noch zu einfach, an solche Waffen zu kommen, sagte der
Jagdverbandspräsident.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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