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Private Geldvermögen erreichen fast 10 Billionen Euro / Schwacher Wohnungsbau verschiebt Vermögensaufbau |
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| 3.08.2026 11:35 Uhr |
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken |
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Berlin (ots) - Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland hat Ende
2025 mit rund 10 Billionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Damit ist die
finanzielle Vermögensbasis der privaten Haushalte trotz mehrerer Krisenjahre mit
Pandemie, Energiepreisschock, hoher Inflation und schwacher Konjunktur im
vergangenen Jahr mit knapp 5 Prozent deutlich gewachsen. Nach Einschätzung des
Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) dürfte sich
dieses Wachstum im laufenden Jahr allerdings verlangsamen. Geopolitische
Spannungen, eine erhöhte Unsicherheit sowie zeitweise starke Schwankungen an den
Finanzmärkten belasten den Vermögensaufbau.
"Dass die privaten Haushalte trotz schwacher Konjunktur und anhaltender
Unsicherheiten heute über ein Geldvermögen von nahezu zehn Billionen Euro
verfügen, ist zunächst eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass die finanzielle
Vermögensbasis der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt trotz mehrerer
Krisenjahre weiter gewachsen ist", sagt Marija Kolak, Präsidentin des BVR.
"Gleichzeitig dürfen wir die Entwicklung nicht isoliert betrachten. Der Rekord
ist nicht allein Ausdruck einer höheren Sparleistung. Er spiegelt auch
strukturelle Veränderungen wider, die wirtschaftspolitisch aufmerksam beobachtet
werden müssen."
Der kräftige Anstieg des Geldvermögens ist auch Ausdruck einer anhaltenden
Schwäche bei den Investitionen in Wohnimmobilien. Weil private Haushalte weniger
Mittel in Wohneigentum investieren, fließt ein größerer Teil der verfügbaren
Mittel in Finanzanlagen, heißt es in der aktuellen Sparstudie des BVR.
"Deutschland muss den Investitionsstau im Wohnungsbau endlich auflösen. Eine
nachhaltige Vermögensbildung braucht auch Investitionen in Wohnraum und
Wohneigentum. Deshalb brauchen wir bessere Rahmenbedingungen, damit private
Haushalte wieder stärker in Wohneigentum investieren können", mahnt Kolak.
Nach Meinung des BVR gehören dazu insbesondere schnellere Planungs- und
Genehmigungsverfahren, mehr verfügbares Bauland sowie Maßnahmen zur Senkung der
Baukosten. Ein stärkerer Wohnungsbau würde nicht nur den angespannten
Wohnungsmarkt entlasten, sondern auch den langfristigen Vermögensaufbau der
privaten Haushalte stärken.
Der aktuelle BVR-Konjunkturbericht ist auf http://www.bvr.de im Bereich
Publikationen, Volkswirtschaft verfügbar.
Pressekontakt:
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin
Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6325942
OTS: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenban
ken
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
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