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Berlin (ots) - Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sollen künftig mehr
Flexibilität bei der Wahl ihrer Heizsysteme erhalten. Bundestag und Bundesrat
haben dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) am 10. Juli zugestimmt, das
seit dem 29.07.2026 in mehreren Stufen in Kraft tritt. Das Serviceportal
"Intelligent heizen" erklärt, welche Neuerungen vorgesehen sind und warum
passgenaue Heizlösungen noch stärker in den Mittelpunkt rücken.
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersetzt die Bundesregierung das
bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG). Ziel der Reform ist es, die
Heizungsmodernisierung einfacher, technologieoffener und praxistauglicher zu
gestalten. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer erhalten dadurch mehr Spielraum
bei der Wahl eines passenden Heizsystems. Gleichzeitig bleibt der Anspruch
bestehen, bis 2045 einen klimaneutralen Gebäudestand zu erreichen.
Mehr Technologieoffenheit - aber kein Freifahrtschein
Mit dem GModG entfällt die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien
beim Einbau neuer Heizungen. Dadurch erweitert sich die Auswahl möglicher
Heizsysteme.
Neben Wärmepumpen oder Biomasse- und Hybridheizungen können künftig auch moderne
Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Gleichzeitig entfallen die bisherigen
Betriebsverbote für ältere Heizkessel und gesetzlich verpflichtende Beratungen
vor dem Einbau bestimmter Heizungen.
Fossile Heizungen können allerdings nicht uneingeschränkt betrieben werden. Im
Zuge des GModG wurde mit der sogenannten Bio-Treppe ein Stufenplan eingeführt,
der vorschreibt, dass neue Gas- und Ölheizungen ab 2029 schrittweise einen
wachsenden Anteil klimafreundlicher Energieträger nutzen müssen. Ergänzend
sollen Energieversorger über eine Grüngasquote zunehmend Biomethan, Wasserstoff
und andere erneuerbare Gase bereitstellen.
Die neuen Regeln gelten bereits ab dem 29. Juli 2026. Darüber hinaus werden die
Einsatzmöglichkeiten von Stromdirektheizungen - etwa Infrarotheizungen oder
elektrischen Direktheizkörpern - erweitert.
Neue Anforderungen ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 folgen weitere Vorgaben zur Umsetzung der europäischen
Gebäuderichtlinie EPBD. Dazu zählen neue Anforderungen an Nichtwohngebäude,
Solaranlagen, Energieausweise und die Ökobilanzierung von Neubauten. Zudem wird
das Nullemissionsgebäude schrittweise zum neuen Neubaustandard: Ab dem 1. Januar
2030 müssen grundsätzlich alle Neubauten als Nullemissionsgebäude errichtet
werden. Diese zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf aus und
sollen im Betrieb keine Emissionen aus fossilen Brennstoffen verursachen.
Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen
"Es ist gut, dass die Bundesregierung mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz
endlich Klarheit für die Heizungsmodernisierung geschaffen hat. Verlässliche
gesetzliche Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass
Hausbesitzer und Unternehmen in nachhaltige Heizungslösungen investieren. Jetzt
kommt es darauf an, langfristige und verlässliche Förderbedingungen zu schaffen
-möglichst ohne übermäßige Auflagen oder komplizierte Nachweispflichten", sagt
Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der VdZ - Wirtschaftsvereinigung Gebäude und
Energie e. V. "Die größere Technologieoffenheit eröffnet neue Möglichkeiten bei
der Heizungswahl. Entscheidend bleibt jedoch, für jedes Gebäude die
wirtschaftlich und technisch passende Lösung zu finden."
Die passende Heizlösung hängt vom Gebäude ab
Welche Heizung langfristig sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Maßgeblich sind unter anderem der energetische Zustand des Gebäudes, der
vorhandene Wärmebedarf, die verfügbare Infrastruktur sowie die Investitions- und
Betriebskosten.
In vielen Gebäuden kann eine Wärmepumpe eine wirtschaftliche und zukunftsfähige
Lösung sein. Je nach Ausgangslage kann es aber auch sinnvoll sein, eine
bestehende Gas- oder Ölheizung durch ein klimafreundliches Heizsystem wie eine
Wärmepumpe zu einer Hybridheizung zu erweitern. Ebenso können eine
Biomasseheizung oder der Anschluss an ein Wärmenetz geeignete Alternativen sein.
Mehr Technologieoffenheit bedeutet daher nicht, dass jede Heiztechnik für jedes
Gebäude gleichermaßen geeignet ist. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sollten
neben den Anschaffungskosten auch die langfristige Entwicklung der
Energiekosten, die Verfügbarkeit klimafreundlicher Brennstoffe und mögliche
Förderungen berücksichtigen.
Das gilt besonders für Öl- und Gasheizungen: Biomethan, Bio-Heizöl und
Wasserstoff sind bislang nur begrenzt verfügbar und können mit erheblichen
Mehrkosten verbunden sein. Gleichzeitig wird das Heizen mit fossilen
Brennstoffen durch den steigenden CO2-Preis zunehmend teurer.
Modernisierung langfristig planen
Wer seine Heizungsmodernisierung plant, sollte die neue Wahlfreiheit nutzen, die
Entscheidung aber nicht allein von der gesetzlichen Zulässigkeit einer
Technologie abhängig machen. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme und eine
fachkundige Beratung helfen dabei, Investitionen langfristig und zukunftssicher
auszurichten.
Ausführliche Informationen zum Gebäudemodernisierungsgesetz (https://intelligent
-heizen.info/technologieoffenheit-bei-der-heizungswahl-was-das-neue-gmodg-2026-w
irklich-veraendert/) , zu den verschiedenen Heiztechnologien und zu möglichen
Modernisierungswegen bietet der Ratgeber http://www.Intelligent-heizen.info .
Über "Intelligent heizen"
Die verbraucherorientierte Plattform "Intelligent heizen" ist ein Angebot der
VdZ - Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. (http://www.vdzev.de/) Das
Serviceportal informiert bereits seit fast 20 Jahren technologieoffen und
energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche
Heizungsmodernisierung und Lüftung. Bildmaterial in Druckqualität erhalten Sie
unter www.intelligent-heizen.info (https://intelligent-heizen.info/presse/) .
Tipps für energiesparendes Heizen und aktuelle Informationen gibt es auch auf
https://ots.de/QbhWSM Instagram (https://www.instagram.com/intelligentheizen/) .
Ebenso informiert der "Intelligent heizen"- Newsletter
(https://intelligent-heizen.info/newsletter-abonnement/#newsletter) monatlich
über Verbrauchertipps zum energieeffizienten Heizen.
Pressekontakt:
Leonie Stonus | P.E.R. Consulting GmbH
Telefon: +49 40 253185-118 | E-Mail: mailto:pressekm@per-agency.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/175917/6326944
OTS: Intelligent Heizen
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