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7 % weniger BAföG-Geförderte im Jahr 2025 |
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| 5.08.2026 10:07 Uhr |
Statistisches Bundesamt |
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WIESBADEN (ots) -
- Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger sinkt auf niedrigsten Stand seit
dem Jahr 2000
- Durchschnittlich 682 Euro pro Monat für geförderte Studierende
- 33 700 Personen nutzen das neue Flexibilitätssemester für eine längere
Förderung
Im Jahr 2025 haben 570 000 Personen monatliche Leistungen nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 42 700 oder 7 % weniger Geförderte als
im Vorjahr. Damit ist seit dem Höchststand im Jahr 2012 (979 300 Geförderte) ein
Rückgang der Geförderten-Zahl zu beobachten, der nur 2022 und 2023 unterbrochen
wurde. Niedriger als im Jahr 2025 war die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und
-Empfänger zuletzt im Jahr 2000 (559 300). Die Ausgaben des Bundes für
BAföG-Leistungen sanken 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4 % oder 118 Millionen
Euro auf 3,0 Milliarden Euro.
Zahl der BAföG-geförderten Studierenden geht um 8 % zurück
Im Jahr 2025 erhielten 443 100 Studierende und 126 900 Schülerinnen und Schüler
eine BAföG-Förderung. Im Vergleich zum Vorjahr war insbesondere die Zahl der
geförderten Studierenden rückläufig (-40 700 beziehungsweise -8 %). Die Zahl der
geförderten Schülerinnen und Schüler sank hingegen nur leicht (-2 100
beziehungsweise -1,6 %). Ähnlich wie in den Vorjahren war der Frauenanteil unter
den Geförderten mit 60 % höher als der Männeranteil (40 %).
Durchschnittliche Förderungsbeträge gestiegen
Im Durchschnitt erhielten geförderte Studierende im Jahr 2025 monatlich 682
Euro, das waren 25 Euro mehr als im Vorjahr. Für Schülerinnen und Schüler lag
der durchschnittliche Förderungsbetrag bei 552 Euro (+13 Euro). Die Höhe des
individuellen Förderbetrags ist unter anderem abhängig von der besuchten
Ausbildungsstätte (zum Beispiel Berufsfachschule oder Hochschule), der
Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts) sowie vom Einkommen der Geförderten
und ihrer Eltern. Mit der BAföG-Reform aus dem Jahr 2024 waren die Bedarfssätze
und Freibeträge angehoben worden.
Neue Förderinstrumente für Studierende: Flexibilitätssemester und
Studienstarthilfe
Im Zuge der BAföG-Reform wurden außerdem das "Flexibilitätssemester" und die
"Studienstarthilfe" als neue Förderinstrumente eingeführt. Mit dem
Flexibilitätssemester können Studierende einmalig ein Semester über die
Förderungshöchstdauer hinaus eine BAföG-Förderung beziehen. Im Jahr 2025 nahmen
33 700 Geförderte ein Flexibilitätssemester in Anspruch.
Die Studienstarthilfe ist ein einmaliger finanzieller Zuschuss zum Studienbeginn
in Höhe von 1 000 Euro. Sie richtet sich an Personen unter 25 Jahren, die vor
Beginn des Studiums bestimmte Sozialleistungen beziehen und sich erstmalig für
ein Studium immatrikulieren. Im Jahr 2025 erhielten 11 600 Personen eine
Studienstarthilfe. Der Anspruch auf Studienstarthilfe begründete sich meist mit
Leistungen nach SGB II ("Bürgergeld", seit 1. Juli 2026 "Grundsicherungsgeld"),
welche 60 % der Studienstarthilfe-Geförderten vor Studienbeginn bezogen.
Methodische Hinweise:
In der BAföG-Statistik werden ab dem Berichtsjahr 2024 zwei Gruppen
unterschieden: BAföG-Geförderte und Studienstarthilfe-Geförderte.
BAföG-Geförderte umfassen diejenigen Personen, die monatliche
BAföG-Förderleistungen erhalten haben. Die Förderung erstreckte sich zum Teil
nicht über das gesamte Jahr. Studienstarthilfe-Geförderte umfassen
ausschließlich Personen, die im Berichtsjahr mit einer Studienstarthilfe
gefördert wurden und werden unabhängig von einem möglichen monatlichen
BAföG-Bezug erfasst. Kennzahlen wie die Zahl der Geförderten oder der
finanzielle Aufwand werden für die BAföG-Geförderten und die
Studienstarthilfe-Geförderten separat berichtet.
Weitere Informationen:
Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zur BAföG-Statistik können in der
Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 21411) abgerufen werden.
Informationen zu den geförderten Personen nach dem
Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) im Jahr 2025 bietet die
Pressemitteilung Nr. 224 vom 29. Juni 2026.
Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule
über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite
"Bildungsindikatoren" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Ausbildungsförderung
Telefon: +49 611 75 3737
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
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Telefon: +49 611-75 34 44
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OTS: Statistisches Bundesamt
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Statistisches Bundesamt
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