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Frankfurt (ots) -
- Weltweit setzen Unternehmen verstärkt auf Kontinuität bei der CEO-Nachfolge
- Ankündigungen von CEO-Abgängen in einem ersten Halbjahr auf niedrigstem Stand
seit 2018
- Unternehmen setzen stärker auf erfahrene Führungskräfte als je zuvor
- Frauenanteil bei CEO-Ernennungen erreicht weltweit Höchststand
Die Fluktuation an der Spitze der weltweit größten börsennotierten Unternehmen
ist im ersten Halbjahr 2026 auf den niedrigsten Stand seit 2018 gesunken.
Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 101 CEO-Wechsel angekündigt -
nach 118 im Vorjahreszeitraum und damit so wenige wie nie zuvor in einem ersten
Halbjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018. Gleichzeitig blieb die Zahl der
CEO-Amtsantritte mit 131 nahezu unverändert und lag damit beim langjährigen
Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Global CEO Turnover Index
von Russell Reynolds Associates. Analysiert wurden die Unternehmen der 13
wichtigsten Börsenindizes weltweit, darunter DAX40, S&P 500, FTSE 100, Nikkei
225 und Euronext 100.
Im DAX40 wurde im ersten Halbjahr 2026 gar kein CEO-Abgang angekündigt, das gab
es seit 2018 noch nie. Fünf CEOs traten wie geplant neu ihr Amt an (siehe
Übersicht am Ende der Mitteilung).
"Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Aufsichtsräte weltweit versuchen, der
steigenden globalen Unsicherheit mit mehr Stabilität an der Unternehmensspitze
zu begegnen. Um Risiken zu begrenzen, setzen sie stärker als je zuvor auf
Führungskräfte, die bereits Erfahrung als CEO eines börsennotierten Unternehmens
mitbringen oder das Unternehmen aus eigener Führungstätigkeit sehr gut kennen.
Langfristige Nachfolgeplanung gewinnt bei der Besetzung von Spitzenpositionen
ebenfalls an Bedeutung", sagt Jens-Thomas Pietralla, Leiter der Globalen Board &
CEO Practice von Russell Reynolds Associates.
Erfahrene CEOs gewinnen an Bedeutung
Weltweit hatten 30 der 131 neu ernannten CEOs bereits Erfahrung als
Vorstandsvorsitzende oder Vorstandsvorsitzender eines börsennotierten
Unternehmens. Damit lag ihr Anteil bei 23 Prozent - dem höchsten Wert in einem
ersten Halbjahr seit Beginn der Erhebung. Besonders ausgeprägt war diese
Entwicklung im US-amerikanischen Index S&P 500, wo mehr als jeder dritte neu
ernannte CEO bereits zuvor ein börsennotiertes Unternehmen geführt hatte.
Gleichzeitig wurden dort 88 Prozent aller neuen CEOs aus den eigenen Reihen
berufen - ebenfalls ein Höchstwert. Die Ergebnisse zeigen, dass viele
Unternehmen ihre Nachfolgeplanung langfristiger vorbereiten als in der
Vergangenheit und gezielt Führungskräfte entwickeln, die das Unternehmen bereits
kennen und zugleich über umfassende Führungserfahrung verfügen.
CEOs bleiben länger im Amt
Auch die durchschnittliche Amtszeit ausscheidender CEOs stieg weltweit im
Halbjahresvergleich deutlich an. Sie lag im ersten Halbjahr 2026 bei
durchschnittlich 9,0 Jahren und damit klar über dem Vorjahreswert von 6,6
Jahren. Im britischen Index FTSE 100 und im Euronext 100 erreichten die
Amtszeiten ebenfalls Werte oberhalb ihrer langjährigen Durchschnittswerte.
Höchststand bei weiblichen CEO-Ernennungen
Frauen stellten im ersten Halbjahr 2026 weltweit 16 Prozent aller
CEO-Ernennungen - der höchste Anteil seit Beginn der Erhebung. Besonders
deutlich fiel der Anstieg außerhalb der USA und Großbritanniens aus: Im
australischen ASX 200 entfielen 43 Prozent aller CEO-Ernennungen auf Frauen, im
Euronext 100 waren es 44 Prozent.
CEO-Amtsantritte 1. Halbjahr 2026:
- Merck Mai 2026: Belén Garijo wurde durch Kai Beckmann ersetzt (angekündigt
September 2025);
- BMW Mai 2026: Oliver Zipse wurde durch Milan Nedeljkovic ersetzt (angekündigt
Dezember 2025);
- Vonovia Januar 2026: Rolf Buch wurde durch Luka Mucic ersetzt (angekündigt Mai
2025);
- Munich RE Januar 2026: Joachim Wenning wurde durch Dr. Christoph Jurecka
ersetzt (angekündigt Juli 2025);
- Continental Januar 2026: Nikolai Setzer wurde durch Christian Kötz ersetzt
(angekündigt Dezember 2025)
Bisher im 2. Halbjahr 2026:
- QIAGEN September 2026: Thierry Bernard wurde durch Jonathan M. Pratt ersetzt.
Bernards Ausscheiden war bereits im November 2025 angekündigt worden; Pratt
wurde im August 2026 als Nachfolger benannt.
Über die Studie:
Der Global CEO Turnover Index von Russell Reynolds Associates analysiert seit
2018 CEO-Wechsel in führenden börsennotierten Unternehmen weltweit. Grundlage
sind die 13 wichtigsten internationalen Aktienindizes (ASX 200, CAC 40, DAX40,
Euronext 100, FTSE 100, FTSE 250, HANG SENG, Nikkei 225, NSE Nifty 50, S&P 500,
S&P/TSX Composite, STI und SMI). Erfasst werden Ankündigungen von CEO-Abgängen
sowie erfolgte CEO-Amtsantritte als eigenständige Ereignisse auf Basis
öffentlich verfügbarer Unternehmensinformationen. Ziel der Studie ist es,
langfristige Entwicklungen bei der Besetzung von Unternehmensspitzen sichtbar zu
machen.
Weitere Informationen:
Shepard Fox Communications
Axel Schafmeister
Tel.: +41 44 252 0708
Mobil: +41 78 714 8010
mailto:axel.schafmeister@shepard-fox.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/67171/6367903
OTS: Russell Reynolds Associates
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