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Nach BMW-Stopp für AfD-Politiker bangt Sachsen-Anhalts Wirtschaft auch um Investitionen |
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| 9.10.2026 17:55 Uhr |
Mitteldeutsche Zeitung |
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Politik/Sachsen-Anhalt/AfD (ots) - Halle - Der Weigerung des Autoproduzenten
BMW, Sachsen-Anhalts neuem Landtagspräsidenten Tobias Rausch (AfD) einen neuen
Dienstwagen zu liefern, könnten weitere negative Folgen für das Land folgen. Das
sagte Arbeitgeberpräsident Marco Langhof der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe) mit Blick auf den Wahlsieg der AfD
bei der Landtagswahl. "Vor allem Unternehmen, die hochqualifizierte ausländische
Mitarbeiter beschäftigten, könnten vorsichtig sein", sagte Langhof. Als riskant
stuft der Wirtschaftsvertreter die Pläne der AfD ein, im Alleingang die
Studienabschlüsse Bachelor und Master abzuschaffen. Das könnte von einem Studium
in Sachsen-Anhalt abschrecken, fürchtet Langhof.
Die Stornierung des Dienstwagens für den AfD-Politiker Rausch bewertet Langhof
skeptisch. Wie jedes Unternehmen könne BMW selbst entscheiden, mit wem es
Verträge abschließen wolle. "Ich glaube aber, dass so etwas kein geeignetes
Mittel der Auseinandersetzung ist. Ist es Aufgabe der Wirtschaft, Politiker zu
bestrafen?"
Nach Auffassung des Wirtschaftsforschers Reint Gropp sind der
Dienstwagen-Rückzug von BMW und mögliche Investitionen "zwei unterschiedliche
Dinge". Beim ersten wolle BMW offenbar nicht mit dem AfD-Politiker Rausch in
Verbindung gebracht werden, beim zweiten gehe es um harte Standortfaktoren wie
Fachkräfte, Arbeitskosten und Energie, so der Präsident des Leibniz-Instituts
für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Konzerne machten Entscheidungen in erster
Linie nicht von der jeweiligen Regierung abhängig, sagte Gropp. "Durch ihre
geplante Migrationspolitik und die Abkehr von erneuerbaren Energien könnte die
AfD aber die Standortfaktoren negativ beeinflussen. Das sehe ich als Gefahr."
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/47409/6368417
OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Mitteldeutsche Zeitung
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