|
Annaberg-Buchholz (ots) - Das neue Heizungsgesetz und hohe Baukosten treiben
private Vermieter massiv in die Defensive: Laut aktuellen Studien scheuen immer
mehr Eigentümer die energetische Sanierung ihrer Immobilien und schieben
dringend nötige Modernisierungen aus Unsicherheit auf die lange Bank. Die Angst
vor der unkalkulierbaren Kostenfalle ist gigantisch.
Die andauernde Panikmache vor der Sanierung ist völlig deplatziert - eine smarte
energetische Aufwertung ist kein Kostengrab, sondern heute der stärkste
Rendite-Turbo für Bestandsimmobilien. Nachfolgend erfahren Sie, wie private
Vermieter die Angst vor der Sanierung überwinden, mit welchen minimalinvasiven
Maßnahmen sie den Immobilienwert sofort drastisch steigern und wie sie
wirtschaftlich sicher maximale Extra-Rendite aus ihrem Altbau holen.
Nicht die Sanierung ist teuer, sondern die falsche Sanierung
Viele Eigentümer betrachten energetische Modernisierungen vor allem als
Kostenfaktor. Dabei greift diese Rechnung zu kurz. Denn entscheidend ist nicht
allein, wie viel Kapital zunächst investiert werden muss, sondern welche
Auswirkungen eine Maßnahme langfristig auf Betriebskosten, Vermietbarkeit und
Immobilienwert hat.
Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass eine möglichst umfassende Sanierung
automatisch wirtschaftlich sinnvoll ist. Gerade bei Bestandsgebäuden müssen
technische Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Werden beispielsweise
Fenster ausgetauscht oder Gebäude stark gedämmt, verändert sich auch der
Luftaustausch. Ohne passendes Lüftungskonzept können dadurch neue Probleme
entstehen und weitere Investitionen notwendig werden.
Statt pauschal möglichst viel zu modernisieren, sollten Vermieter daher prüfen,
welche Maßnahmen für das jeweilige Objekt tatsächlich einen wirtschaftlichen
Nutzen bringen. Gebäudezustand, Heizlast, bestehende Heiztechnik und
Wärmeverteilung spielen dabei ebenso eine Rolle wie Investitionskosten,
Fördermöglichkeiten und die erwartete Entwicklung der laufenden Ausgaben.
Heizung und Energieversorgung zuerst prüfen
Besonders großes Potenzial bieten häufig Heizungs- und Energiekonzepte. Je nach
Gebäude kann etwa eine Wärmepumpe infrage kommen. Auch hybride Systeme, bei
denen beispielsweise eine Wärmepumpe mit einer bestehenden Gasheizung kombiniert
wird, können für Bestandsimmobilien eine Option sein.
Ob sich eine solche Lösung rechnet, hängt allerdings von den technischen
Voraussetzungen ab. So muss unter anderem geprüft werden, ob vorhandene
Heizkörper weiterhin genutzt werden können oder für niedrigere
Vorlauftemperaturen angepasst beziehungsweise ausgetauscht werden müssen. Erst
eine konkrete Berechnung zeigt, ob der Umbau wirtschaftlich tragfähig ist.
Ergänzend können Photovoltaik, Stromspeicher oder Brauchwasserwärmepumpen
sinnvoll sein. Bei geeigneten Gebäuden kommen zudem Systeme infrage, die Strom-
und Wärmegewinnung miteinander verbinden. Im ländlichen Raum kann wiederum
Biomasse eine Alternative darstellen. Welche Kombination geeignet ist, lässt
sich deshalb nicht pauschal beantworten.
Niedrigere Nebenkosten sind nur ein Teil der Rechnung
Für Vermieter besteht der wirtschaftliche Nutzen einer energetischen
Modernisierung nicht ausschließlich in einem geringeren Energieverbrauch.
Sinkende Nebenkosten können eine Wohnung attraktiver machen und die Belastung
der Bewohner durch steigende Energiepreise und CO?-Kosten begrenzen.
Gleichzeitig verbessert ein moderner energetischer Standard die
Wettbewerbsfähigkeit des Objekts.
Auch der Energieausweis gewinnt dabei an Bedeutung. Ein besserer energetischer
Zustand kann sich auf die Vermietbarkeit, Finanzierungsbedingungen und
Kaufentscheidungen auswirken. Wer eine Immobilie später verkaufen möchte, sollte
deshalb berücksichtigen, dass Interessenten neben Lage und Zustand zunehmend
auch auf den künftigen Energiebedarf und absehbare Modernisierungskosten achten.
Hinzu kommen weitere Möglichkeiten, ein Gebäude aufzuwerten. Ladepunkte für
Elektroautos, Lademöglichkeiten für E-Bikes oder Speicherlösungen können je nach
Zielgruppe die Attraktivität erhöhen. Allerdings gilt auch hier: Zusätzliche
Technik schafft nicht automatisch zusätzliche Rendite. Sie muss zum Objekt, zur
Nachfrage und zur finanziellen Gesamtrechnung passen.
Wirtschaftlichkeit vor Aktionismus
Bevor Eigentümer investieren, sollten sie deshalb verschiedene Faktoren
gemeinsam betrachten. Neben den Anschaffungskosten gehören dazu mögliche
Förderungen, die erwarteten Betriebskosten, notwendige Folgemaßnahmen sowie
Auswirkungen auf Mieteinnahmen und Gebäudewert.
Gerade bei älteren Häusern ist es sinnvoll, zunächst den Ist-Zustand zu
analysieren und daraus eine Reihenfolge für die Modernisierung abzuleiten. Eine
einzelne, gut ausgewählte Maßnahme kann wirtschaftlich sinnvoller sein als eine
umfangreiche Sanierung, deren Kosten sich nur teilweise im Wert oder in den
laufenden Erträgen widerspiegeln.
Ebenso wenig empfiehlt es sich jedoch, Modernisierungen aus Unsicherheit
grundsätzlich aufzuschieben. Bleiben veraltete Heizsysteme über Jahre bestehen,
können Energie- und CO?-Kosten steigen, während später zusätzlich Investitionen
unter größerem Zeitdruck notwendig werden. Abwarten ist daher nicht automatisch
die günstigere Strategie.
Für private Vermieter kommt es vielmehr darauf an, ihre Immobilie langfristig
als Vermögenswert zu betrachten. Nicht maximale Sanierungstiefe entscheidet über
den wirtschaftlichen Erfolg, sondern ein Konzept, das Investitionskosten,
Energieverbrauch, Vermietbarkeit und Wertentwicklung zusammenführt. Wer
Maßnahmen auf dieser Grundlage auswählt, kann einen Altbau schrittweise
modernisieren, ohne unnötig Kapital zu binden - und zugleich die Voraussetzungen
dafür schaffen, dass die Immobilie auch langfristig wirtschaftlich attraktiv
bleibt.
Über Nick Dietrich:
Nick Dietrich ist Unternehmer und Immobilienentwickler mit Schwerpunkt auf
ganzheitlichen Energiekonzepten im Bestand. Seit über 15 Jahren verbindet er
Immobilienentwicklung, Gebäudetechnik und Energieversorgung zu wirtschaftlichen
Lösungen. Mit einem Netzwerk aus acht eigenen Unternehmen und zahlreichen
Beteiligungen realisiert er Projekte von der energetischen Sanierung bis zur
Quartiersentwicklung. Rund 1.000 Wohnungen hat er bereits modernisiert und
revitalisiert. Mehr Informationen unter: https://solvigo.io/
Pressekontakt:
Nick Dietrich
Solvigo Energy GmbH
eine Marke der TGA Annaberg GmbH
E-Mail: mailto:hello@solvigo.io
Website: https://solvigo.io/
Ruben Schäfer
E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182424/6368919
OTS: Technische Gebäudeausrüstung Annaberg GmbH
|