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Berlin (ots) - "Ziel der Rehabilitationsmedizin ist es, dass Menschen nach
Erkrankungen wieder handlungsfähig werden, dass sie möglichst selbstständig
leben und am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilhaben können. Sie
richtet den Blick nicht allein auf die Erkrankung, sondern betrachtet die
Lebenssituation des Menschen insgesamt. Gleichzeitig trägt eine gut aufgestellte
Rehabilitationsmedizin zu einem leistungsfähigen und resilienten
Gesundheitssystem bei." Das sagte Dr. Susanne Johna, Vizepräsidentin der
Bundesärztekammer, auf der Fachveranstaltung "Reha stärkt Resilienz - Chancen
und Herausforderungen einer modernen Rehabilitation". Dort stellte die
Bundesärztekammer ihr gleichnamiges Positionspapier (https://www.bundesaerztekam
mer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Politik/Programme-Positionen/Reha_staerkt_Resi
lienz_07_10_2026.pdf) vor.
Anhand unterschiedlicher Perspektiven auf die Frührehabilitation, die
geriatrische Versorgung und die Traumarehabilitation wurde aufgezeigt, wie
vielfältig die Aufgaben der Rehabilitationsmedizin sind. Sie reichen von der
Frühphase schwerer Erkrankungen und Verletzungen bis hin zur langfristigen
Wiederherstellung und Sicherung von Selbstständigkeit und gesellschaftlicher
Teilhabe.
"Angesichts des demografischen Wandels, neuer Krankheitsbilder und zunehmender
Krisen verändern sich auch die Versorgungsbedarfe in der Rehabilitation. Die
Bundesärztekammer setzt sich deshalb dafür ein, die Rehabilitationsmedizin
stärker als integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung zu verankern und
Rehabilitationsbedarfe frühzeitig zu erkennen und zu berücksichtigen", betonte
Johna.
In ihrem Positionspapier benennt die Bundesärztekammer vier konkrete
Handlungsfelder. "Rehabilitationsbedarfe müssen frühzeitig im Behandlungsverlauf
erkannt und notwendige Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Rehabilitation
sollte deshalb bereits in der Akutversorgung mitgedacht werden", sagte Dr.
Wolfgang Miller, Co-Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe Rehabilitationsmedizin.
Insbesondere für ältere Menschen brauche es zudem bedarfsgerechte, wohnortnahe
und mobile Rehabilitationsangebote. Nur so ließen sich Selbstständigkeit und
Teilhabe möglichst lange erhalten.
Dr. Marion Charlotte Renneberg, ebenfalls Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe,
forderte, die medizinische Rehabilitation stärker auf die zunehmende Komplexität
und Multimorbidität auszurichten. Sie müsse individuelle Behandlungskonzepte
ermöglichen, die mehrere Erkrankungen und die jeweilige Lebenssituation der
Patientinnen und Patienten berücksichtigen. "Die medizinische Rehabilitation
sollte außerdem stärker in die nationale Gesundheitsresilienz integriert werden.
Rehabilitation muss verbindlicher Bestandteil der nationalen Krisenvorsorge, des
gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes sowie der zivilen Verteidigung werden", so
Renneberg. Hierzu gehörten Krisenpläne, rehabilitative Behandlungspfade sowie
der Ausbau rehabilitationsmedizinischer Kompetenzzentren zur Versorgung von
Schwerverletzten.
Positionspapier "Reha stärkt Resilienz - Chancen und Herausforderungen einer
modernen Rehabilitation" (https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_uploa
d/BAEK/Politik/Programme-Positionen/Reha_staerkt_Resilienz_07_10_2026.pdf)
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