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München (ots) - Wer sagt "Mein Auto passt zu mir", ist hinterm Steuer um 1,82
Punkte zufriedener. Wer über 50.000 Euro für sein Auto ausgegeben hat, ist
dagegen nicht glücklicher als Käufer eines Wagens unter 10.000 Euro. BMW-Fahrer
sind am zufriedensten, Skoda-Fahrer am wenigsten. E-Autofahrer genießen ihre
Fahrten mehr als Verbrennerfahrer. Leistungstypen fahren am liebsten,
Erregungstypen langweilen sich, und der Stau wird zum Charaktertest.
Ein teures Auto macht nicht glücklich, ein passendes schon. Wer sein Auto als
passend empfindet, ist mit dem Fahren um 1,82 Punkte zufriedener als jemand, bei
dem Auto und Bedürfnisse auseinanderliegen. Der Preis spielt dagegen kaum eine
Rolle: Wer mehr als 50.000 Euro bezahlt hat, ist mit 7,70 Punkten sogar etwas
unzufriedener als Käufer von Autos unter 10.000 Euro (7,85 Punkte). Am
glücklichsten sitzen BMW-Fahrer hinterm Steuer, E-Autofahrer sind zufriedener
als Verbrennerfahrer, und am unzufriedensten sind Menschen, die selbst gar nicht
Auto fahren. Das zeigt eine Sonderstudie des SKL Glücksatlas, für die Ipsos im
Juni 2026 3.701 Menschen zwischen 18 und 71 Jahren befragt hat. Grundsätzlich
fahren die Deutschen gern Auto: Auf einer Skala von 0 "überhaupt nicht
zufrieden" bis 10 "völlig zufrieden" liegt die Fahrzufriedenheit im Schnitt bei
7,78 Punkten.
Ein Auto bringt uns nicht nur von A nach B. Es steht auch für Sicherheit,
Unabhängigkeit, Status oder Abwechslung. Entscheidend ist deshalb, ob es zu den
Bedürfnissen seines Fahrers passt. Zwischen geringer und sehr hoher Passung
liegen 1,82 Punkte, auf einer Skala von 0 bis 10 ein gewaltiger Abstand. Beim
Kaufpreis zeigt sich dagegen kein klares Muster. Am zufriedensten sind Fahrer
von Autos zwischen 25.000 und 50.000 Euro (8,06 Punkte). Wer noch mehr ausgibt,
fällt mit 7,70 Punkten sogar hinter die Käufer günstiger Wagen unter 10.000 Euro
(7,85 Punkte) zurück. "Das Glück fährt nicht im teuersten Auto mit, sondern im
passenden", sagt Prof. Bernd Raffelhüschen, wissenschaftlicher Leiter des SKL
Glücksatlas.
Sicherheit, Nervenkitzel, Status: Warum jeder etwas anderes im Auto sucht
Was Menschen im Auto suchen, unterscheidet sich erheblich. Die Studie stützt
sich auf das Zürcher Modell der sozialen Motivation des Psychologen Norbert
Bischof. Es unterscheidet drei Grundbedürfnisse: Sicherheit, Erregung und
Autonomie. Manche suchen vor allem Vertrautheit, andere neue Reize. Wieder
andere verbinden das Fahren mit Selbstbestimmung, sei es, weil sie ihr Können
beweisen, Anerkennung suchen oder sich durchsetzen wollen.
Am zufriedensten am Steuer sind die Leistungstypen (8,12 Punkte). Für sie ist
die Straße eine Herausforderung, an der sie ihr Fahrkönnen zeigen. Sie kennen
ihr Auto gut und legen Wert auf Funktionalität. Auch Sicherheitstypen fühlen
sich im Auto wohl (7,85 Punkte), denn es bietet ihnen Routine, Planbarkeit und
Kontrolle.
Am unzufriedensten sind die Erregungstypen (7,40 Punkte). Sie sind neugierig und
unternehmungslustig, doch der Alltagsverkehr bietet ihnen zu wenig Reiz. Wer
diesen Mangel durch riskantes Fahren ausgleicht, riskiert Regelverstöße und
Unfälle. Macht- und Geltungstypen wollen sich auf der Straße durchsetzen und die
Kontrolle behalten. Sie fahren eher aggressiv und achten beim Autokauf besonders
auf Motorleistung, Markenimage und Außenwirkung.
Im Stau verlieren vor allem Macht- und Geltungstypen die Geduld
Im Stau treten die Unterschiede besonders deutlich hervor. Jeder vierte Macht-
oder Geltungstyp (25 Prozent) fühlt sich dort eingeengt und fremdbestimmt,
dreimal so häufig wie andere Fahrertypen. Machttypen werden zudem besonders oft
nervös. Sicherheitstypen warten dagegen eher geduldig ab, und Leistungstypen
bleiben gelassen und nutzen die Zeit produktiv, indem sie beispielsweise
telefonieren.
BMW- und E-Autofahrer besonders zufrieden
Die Studie liefert weitere Befunde. Unter den sieben Marken, für die genügend
Fälle vorliegen, sind BMW-Fahrer am zufriedensten (8,05 Punkte), Skoda-Fahrer am
wenigsten (7,63 Punkte). Mit dem Preis allein lässt sich das nicht erklären,
denn die ähnlich teure Marke Mercedes-Benz liegt mit 7,77 Punkten nur im
Mittelfeld.
Auch der Antrieb spielt eine Rolle. Wer elektrisch fährt, ist mit seinen Fahrten
um 0,38 Punkte zufriedener als Verbrennerfahrer. Ein Teil davon liegt an den
Fahrern selbst: E-Autofahrer sind im Schnitt jünger und wohlhabender und wohnen
häufiger in den eigenen vier Wänden. Ihre höhere Lebenszufriedenheit färbt auch
auf das Autofahren ab. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet, bleibt
ein Vorsprung von 0,27 Punkten. Das E-Auto bietet schlicht ein angenehmeres
Fahrerlebnis, und oft kommt das gute Gefühl hinzu, etwas für Umwelt und
Gesellschaft zu tun, der sogenannte "Warm Glow". Die Sorge um die Reichweite
trübt die Freude zwar etwas, doch die Vorteile überwiegen.
Mehr Kilometer bedeuten nicht unbegrenzt mehr Fahrfreude. Am zufriedensten sind
Fahrer mit 15.000 bis 30.000 Kilometern im Jahr (8,01 Punkte), Wenigfahrer unter
5.000 Kilometern kommen nur auf 7,23 Punkte. Jenseits von 30.000 Kilometern
sinkt die Zufriedenheit wieder, weil Stress, Anstrengung und lange Abwesenheit
von zu Hause die Vorteile des Autos überwiegen.
Der SKL Glücksatlas
Der SKL Glücksatlas ist die aktuellste Datenbank zur Lebenszufriedenheit der
Deutschen. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Dr. Bernd Raffelhüschen
von der Universität Freiburg. Unter skl-gluecksatlas.de werden in Kooperation
mit der SKL fortlaufend aktuelle Daten, Analysen und Sonderstudien zur
Lebenszufriedenheit in Deutschland veröffentlicht.
Die Staatlichen Klassenlotterien SKL stehen für die tägliche Chance auf Glück in
Form von Geld- und Sachgewinnen. Beim SKL Millionenspiel werden z. B. im Verlauf
der Lotterie über 3,2 Millionen Gewinne im Wert von bis zu 20 Millionen Euro
ausgespielt, staatlich garantiert. Der Mindesteinsatz beträgt 15 Euro pro Monat.
Veranstalterin der SKL ist die GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder, die
darüber hinaus auch die NKL anbietet. Seit 2022 engagiert sich das Unternehmen
als assoziierter Partner des SKL Glücksatlas in der wissenschaftlichen
Erforschung von Lebenszufriedenheit und Glück in Deutschland.
Datengrundlage
Die Auswertungen der Studie basierten auf einer Sonderbefragung, an der
insgesamt 3.701 Personen im Alter zwischen 18 und 71 Jahren im Juni 2026
ausschließlich online teilnahmen. Die Befragung wurde von ipsos durchgeführt.
Eine repräsentative Verteilung nach Geschlecht, Alter und Region wurde
angestrebt.
Weiteres Pressematerial zum Download finden Sie hier:
http://www.skl-gluecksatlas.de/info/presse
Pressekontakt:
Max A. Höfer
SKL Glücksatlas
Mobil: 0172 9243939
mailto:max.hoefer@t-online.de
mailto:info@skl-gluecksatlas.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/161566/6369847
OTS: SKL
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