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Delmenhorst (ots) - Viele Kaufinteressenten suchen nach der perfekten Immobilie
- modern, frisch saniert und sofort bezugsfertig. Genau diese Objekte sind
jedoch meist besonders gefragt und entsprechend teuer. Erfahrene Investoren
verfolgen deshalb oft die gegenteilige Strategie: Sie kaufen Immobilien mit
offensichtlichen Schwächen, modernisieren sie gezielt und schaffen dadurch
erheblichen Mehrwert.
Die besten Renditen entstehen dabei nicht zwangsläufig bei den schönsten
Immobilien. Entscheidend ist vielmehr das Entwicklungspotenzial. Wer erkennt,
was aus einer unscheinbaren Immobilie werden kann, hat die Möglichkeit,
günstiger einzukaufen und durch gezielte Maßnahmen einen Wertzuwachs zu
erzielen. Allerdings eignet sich längst nicht jedes sanierungsbedürftige Objekt
für diese Strategie. Entscheidend ist die Frage, welche Schwächen sich mit
überschaubarem Aufwand beseitigen lassen.
Diese Modernisierungsmaßnahmen erzielen den größten Wertzuwachs
So können optische Mängel zu Beginn beispielsweise vermuten lassen, eine
Immobilie sei eine Fehlinvestition. Denn ein ungepflegter Zustand, verschmutzte
Oberflächen oder lange nicht gestrichene Räume lassen eine Immobilie schlechter
erscheinen, als sie tatsächlich ist. Bereits eine gründliche Reinigung wirkt
hier wie Wunder. Die größte Wertsteigerung erhält man außerdem bei einfachen
Renovierungen wie Malerarbeiten an Decken, Türen und Heizkörpern. Vertretbar ist
in gewissen Fällen darüber hinaus die Renovierung des Bades - allerdings sollte
im Hinterkopf bleiben, dass dieser Schritt oft zeitaufwendig und kostenintensiv
ist.
Wenig Sinn machen hingegen der Einbau von Küchen sowie das Versetzen von Wänden.
Diese Maßnahmen verursachen schnell hohe Kosten, ohne dass Käufer später
zwangsläufig bereit sind, einen entsprechend höheren Preis zu zahlen. Gleiches
gilt für schwerwiegende bauliche Probleme. Feuchte Keller, größere Risse im
Mauerwerk oder verbaute Schadstoffe wie Asbest können hohe Sanierungskosten
verursachen. Aus einem vermeintlichen Schnäppchen kann dadurch schnell ein
kostspieliges Projekt werden.
Eine detaillierte Analyse vor dem Kauf
Wie viel zusätzlicher Marktwert durch eine Sanierung tatsächlich entstehen kann,
lässt sich nur im Zusammenhang mit dem lokalen Immobilienmarkt beurteilen. Vor
dem Kauf ist eine Analyse vergleichbarer Objekte und ihrer jeweiligen Zustände
wichtig. Dabei sollte berücksichtigt werden, welche Eigenschaften
Kaufinteressenten am jeweiligen Standort tatsächlich nachfragen. Neben dem
Zustand der Immobilie spielen insbesondere das Raumangebot, die Infrastruktur
des Wohnumfelds und die Bezahlbarkeit eine wichtige Rolle. Eine hochwertige
Ausstattung allein kann grundlegende Nachteile bei Lage oder Grundriss meist
nicht kompensieren.
Neben baulichen Risiken sollten Käufer außerdem die rechtliche Situation prüfen.
Problematisch können beispielsweise Aus- und Umbauten sein, für die keine
erforderliche Genehmigung vorliegt. Das betrifft unter anderem ausgebaute
Dachgeschosse oder Souterrainbereiche, aber auch nachträglich errichtete
Wintergärten, Garagen oder Carports. Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht in
jedem Fall möglich. Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden, ob der
tatsächliche Zustand des Gebäudes mit den vorhandenen Genehmigungen
übereinstimmt.
Viele Faktoren müssen zusammenpassen
Die Strategie, sanierungsbedürftige Immobilien zu erwerben, eignet sich
grundsätzlich für Käufer, die finanziell ausreichend Spielraum besitzen und
bereit sind, sich intensiv mit Einkauf und Kalkulation auseinanderzusetzen.
Technische Kenntnisse müssen dabei nicht vollständig selbst vorhanden sein.
Sachverständige und Fachbetriebe können den baulichen Zustand beurteilen und
notwendige Arbeiten übernehmen. Gerade vor größeren Investitionen kann eine
unabhängige Begutachtung zusätzliche Sicherheit schaffen.
"Im Einkauf liegt die Chance, im Verkauf der Gewinn."
Der eigene Zeitaufwand liegt deshalb häufig weniger in der handwerklichen
Umsetzung als in der Suche nach geeigneten Objekten, ihrer Prüfung und der
Finanzierung. Wer regelmäßig Immobilien kaufen und entwickeln möchte, benötigt
zudem eine solide Bonität und sollte Projekte gegenüber Finanzierungspartnern
nachvollziehbar darstellen können. Denn der wirtschaftliche Erfolg entscheidet
sich zu einem wesentlichen Teil bereits beim Ankauf: Eine günstige Immobilie ist
nicht automatisch ein gutes Investment - interessant wird sie erst dann, wenn
Kaufpreis, Risiken, Sanierungskosten und realistischer Verkaufspreis
zusammenpassen.
Über Oliver Fischer:
Oliver Fischer ist Immobilienexperte mit über 40 Jahren Erfahrung und Entwickler
des FIX&FLIP-Systems. Er hat über 3.000 Projekte realisiert und mehr als 2.800
Teilnehmer ausgebildet. Mit praxisnahen Strategien unterstützt er Investoren im
strukturierten Immobilienhandel und beim nachhaltigen Vermögensaufbau. Weitere
Informationen unter: https://www.oliverfischer.de
Pressekontakt:
Oliver Fischer
E-Mail: mailto:support@fixundflip.de
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OTS: Oliver Fischer
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