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Dortmund (ots) - Nach mehreren Jahren erfolgreicher Entwicklungs- und
Pilotarbeit startet die Hilfsmittelbranche in die nächste Phase der digitalen
Transformation. Aufbauend auf den Erkenntnissen und Erfahrungen aus dem
bundesweiten Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel werden mit
der Initiative "TI für Deutschland 2.0 - Digital verbunden. Menschlich
versorgt." die Weichen für die konkrete Umsetzung der Telematikinfrastruktur
(TI) in der Hilfsmittelversorgung gestellt.
Unter dem gemeinsamen Dach der Initiative bündeln die Projektpartner künftig
ihre Aktivitäten und treiben die Einführung der ersten TI-Fachanwendungen
gemeinsam voran. Ziel ist es, die digitale Vernetzung aller Beteiligten weiter
auszubauen, Prozesse effizienter zu gestalten und eine moderne, zukunftsfähige
sowie patientenorientierte Hilfsmittelversorgung nachhaltig zu stärken.
"Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass digitale Prozesse in der
Hilfsmittelversorgung funktionieren und für alle Beteiligten einen echten
Mehrwert schaffen. Die Ergebnisse der tausenden Feldtests belegen, dass sich
bürokratischer Aufwand durch die TI reduzieren und Versorgungsprozesse spürbar
beschleunigen lassen" , erklärt Thomas Münch , Präsidialbeauftragter für
Digitalisierung des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und
Mitglied des Lenkungskreises , der die strategische Ausrichtung verantwortet.
"Mit der Initiative 'TI für Deutschland 2.0' gehen wir nun den nächsten Schritt:
Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Mehrwerte durch die konsequente
Nutzung der Telematikinfrastruktur sowie ihrer Anwendungen wie KIM und TIM
bundesweit in die Versorgung bringen - zum Nutzen der Leistungserbringer, der
verordnenden Ärzte, der Kostenträger und vor allem der Patienten."
Das Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel unter der Leitung des
BIV-OT hat seit 2021 gemeinsam mit Softwareherstellern, Industrie,
Leistungserbringern, Krankenkassen und weiteren Verbänden die Grundlagen für die
elektronische Hilfsmittelverordnung geschaffen. Erstmals konnte eine
praxistaugliche End-to-End-Prozesskette - von der elektronischen Verordnung über
die Versorgung bis zur Abrechnung - erfolgreich entwickelt und unter realen
Bedingungen erprobt werden. Auf diesen Erfahrungen und Erkenntnissen baut die
Initiative "TI für Deutschland 2.0" nun auf.
Digitalisierung gemeinsam gestalten
Die Initiative verfolgt das Ziel, sämtliche Anforderungen der
Telematikinfrastruktur (TI) gemeinsam mit den Leistungserbringern aus
Orthopädie, Reha und Homecare frühzeitig umzusetzen und in die Versorgungspraxis
zu bringen. Noch deutlich vor der gesetzlichen Frist 2030 kann so eine digitale
Infrastruktur entstehen, die reale Versorgungsabläufe verbessert und bundesweit
einheitlich sowie effizient genutzt werden kann und damit Mehrwerte für alle
Beteiligten schafft.
"TI für Deutschland 2.0" versteht sich weiterhin ausdrücklich als offene
Brancheninitiative.
Eingeladen sind:
- Leistungserbringer und ihre Verbände
- Industriepartner und ihre Verbände
- Softwarehersteller und ihre Verbände
- Abrechnungsdienstleister und ihre Verbände
- Krankenkassen und ihre Verbände
- gematik
- Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesministerium für Gesundheit
- weitere Partner der Gesundheitswirtschaft.
Vier Handlungsfelder
Im Mittelpunkt der Initiative für die TI- Umsetzung stehen vier strategische
Handlungsfelder, mit denen die Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung
konsequent vorangetrieben wird.
TI-Ready
Vorbereitung und Begleitung der Leistungserbringer bei der technischen Anbindung
an die Telematikinfrastruktur (TI). Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine
sichere und reibungslose Integration in die digitale Gesundheitsversorgung zu
schaffen.
Digitale GKV-Prozesse
Evaluation und Nutzung digitaler Kommunikationslösungen wie Kommunikation im
Medizinwesen (KIM) und TI-Messenger (TIM) im Zusammenspiel mit allen an der
Versorgung beteiligten Akteuren. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des
Pilotprojekts in den Regelbetrieb überführt und die bundesweite Einführung sowie
die kontinuierliche Weiterentwicklung der elektronischen Hilfsmittelverordnung
begleitet. Ziel ist ein medienbruchfreier End-to-End-Prozess - von der
Verordnung über die Versorgung bis hin zur Abrechnung.
Praxis in die Gesetzgebung einbringen
Systematische Rückkopplung der Praxiserfahrungen in gesetzliche und
regulatorische Prozesse. Gemeinsam mit den Projektpartnern werden praxisnahe
Anforderungen und Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Gestaltung der
digitalen Versorgungsprozesse erarbeitet.
Gemeinsame Standards und Vernetzung
Förderung der Zusammenarbeit aller Beteiligten, Entwicklung einheitlicher
Standards und Stärkung der digitalen Vernetzung innerhalb der
Hilfsmittelversorgung. So soll eine interoperable, effiziente und
patientenorientierte Versorgung nachhaltig unterstützt werden.
Digitalisierung braucht Verantwortung
"Die Einführung der Telematikinfrastruktur ist ein entscheidender Schritt für
die Zukunft der Hilfsmittelversorgung. Sie schafft die Grundlage für
effizientere Prozesse, eine bessere Vernetzung aller Beteiligten und eine
nachhaltige Verbesserung der Versorgung" , betont Thomas Münch. " Deshalb
versteht 'TI für Deutschland 2.0' Digitalisierung nicht als reines IT-Projekt,
sondern als gemeinsames Versorgungsprojekt, das nur im Schulterschluss von
Politik, Selbstverwaltung, Industrie und Leistungserbringern erfolgreich
umgesetzt werden kann." Mit "TI für Deutschland 2.0" verbindet die Branche daher
zugleich ein Angebot an die Politik, die Spezifikation neuer Anwendungen
gemeinsam mit den Leistungserbringern und der Industrie zu entwickeln und
frühzeitig unter realen Versorgungsbedfingungen innerhalb der TI zu erproben.
"TI für Deutschland 2.0" steht unter der gemeinsamen Leitung des BIV-OT, der
opta data Gruppe und des Verbandes Versorgungsqualität Homecare e. V. (VVHC).
Die strategische Ausrichtung der Initiative legt der Lenkungskreis fest. Er
entscheidet über Meilensteine, Ressourcenprioritäten und wesentliche
Projektänderungen. Die Mitglieder des Lenkungskreises sind: Georg Blome
(BIV-OT), Michael Gelhard (opta data), Dennis Giesfeld (VVHC), Thomas Münch
(BIV-OT), Marco Zellmann (DZH Dienstleistungszentrale für Heil- und
Hilfsmittelanbieter GmbH) und Mustafa Zina (BIV-OT). Die operative
Projektleitung übernehmen Marco Zellmann und Mustafa Zina.
TI für Deutschland 2.0 - Digital verbunden. Menschlich versorgt.
Weitere Informationen zur Initiative finden Sie hier
(https://biv-ot.org/ti_fuer_d_20/index_ger.html) .
Pressekontakt:
Kirsten Abel
Pressesprecherin des Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
Reinoldistr. 7 -9, 44135 Dortmund
Telefon: 01715608125
E-Mail: mailto:kommunikation@biv-ot.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/108324/6370316
OTS: Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
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