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Bad Friedrichshall (ots) -
- STACKIT erster Approved Sovereign Service Provider im neuen
openDesk-Partnerprogramm des ZenDiS
- Zusammenarbeit mit d.velop verbindet souveräne Cloud-Infrastruktur mit
digitaler Dokumentenzustellung
- Ökosystem-Ansatz greift zentrale Prinzipien des Deutschland-Stacks für eine
souveräne Verwaltungs-IT in Deutschland und Europa auf
STACKIT ist erster Approved Sovereign Service Provider im neuen
openDesk-Partnerprogramm des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen
Verwaltung (ZenDiS). Damit baut der Cloud-Provider von Schwarz Digits seine
Rolle im Ökosystem für digital souveräne Verwaltungs-IT weiter aus. Wie
souveräne Cloud-Infrastruktur mit konkreten digitalen Services kombiniert wird,
zeigt die Zusammenarbeit mit d.velop. Für die d.velop postbox stellt STACKIT
Rechenzentrumsleistungen bereit und unterstützt damit die sichere digitale
Zustellung von Dokumenten an Bürgerinnen und Bürger.
Beide Entwicklungen stehen für einen Ansatz, der zentrale Prinzipien des
Deutschland-Stacks aufgreift: Souveräne Infrastruktur, interoperable Software
und digitale Services sollen in einem offenen Ökosystem zusammenspielen. Die
Bundesregierung will mit dem Deutschland-Stack bis 2028 eine gemeinsame
technologische Grundlage für einfach nutzbare, zuverlässige und sichere digitale
Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen schaffen. Offene Standards,
Interoperabilität und europäische digitale Souveränität gehören dabei zu den
zentralen Leitlinien.
Digitale Souveränität entsteht in einem starken Ökosystem
Mit dem im September 2026 gestarteten openDesk-Partnerprogramm öffnet ZenDiS
neue Bezugswege für seine souveräne Open-Source-Office- und Kollaborationssuite.
Ziel ist ein leistungsfähiges Netzwerk aus Betriebs-, Vertriebs- und
Implementierungspartnern, das den Rollout souveräner Lösungen in Verwaltung und
Wirtschaft beschleunigt. Für Approved Sovereign Service Provider gelten dabei
besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und Souveränität. ZenDiS verlangt
hierfür unter anderem ein BSI-C5-Testat. Als erster Approved Sovereign Service
Provider unterstreicht STACKIT damit seinen Anspruch, Organisationen eine
Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, auf der sie digitale Angebote souverän
und selbstbestimmt betreiben können.
"Um digitale Souveränität maßgeblich voranzubringen, müssen die öffentliche Hand
und der freie Markt ihre Stärken zusammenführen. Unser Anspruch ist, die
technologische Basis für diese Zusammenarbeit zu schaffen und gemeinsam mit
starken Partnern aus dem Software-Bereich souveräne Lösungen für die öffentliche
Verwaltung in Deutschland und Europa bereitzustellen", erläutert Bernie Wagner,
Chief Revenue Officer, Schwarz Digits .
Pamela Krosta-Hartl, Geschäftsführerin ZenDiS , ergänzt: "Digitale Souveränität
entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt. Sie braucht ein leistungsfähiges
Ökosystem, in dem unterschiedliche Akteure ihre Kompetenzen einbringen. Das neue
Partnerprogramm des ZenDiS setzt genau hier an. Gemeinsam mit dem Markt sorgen
wir dafür, dass openDesk in die Fläche skalieren kann."
STACKIT, openDesk oder die d.velop postbox sind dabei nicht mit den offiziell
definierten Komponenten des Deutschland-Stacks gleichzusetzen. Sie verdeutlichen
jedoch, wie dessen grundlegendes Zielbild in der Praxis funktionieren kann: Auf
souveräner Infrastruktur entstehen unterschiedliche interoperable Anwendungen
und digitale Services, die sich in bestehende Verwaltungslandschaften
integrieren lassen.
Souveräne Cloud trifft interoperable Postfachlösung für die Verwaltung
Wie aus diesem Ansatz ein konkreter Nutzen für Verwaltung und Bürger entstehen
kann, zeigt die Zusammenarbeit von STACKIT und d.velop. Viele Behörden haben
ihre Akten und internen Prozesse bereits digitalisiert. Doch am Ende des
digitalen Verwaltungsprozesses entsteht häufig noch ein Medienbruch: Der
Bescheid wird ausgedruckt, kuvertiert und per Post versendet. d.velop adressiert
mit seiner postbox genau diese "letzte Meile" des digitalen Dokumentenzyklus.
STACKIT trägt mit Rechenzentrumsleistungen zur Infrastruktur der d.velop postbox
bei. Damit ergänzen sich zwei Ebenen, die für durchgängige digitale Prozesse
entscheidend sind: die souveräne Cloud-Infrastruktur und eine Anwendung, die
Dokumente digital ausliefern kann. "Von der digitalen Akte bis zum digitalen
Briefkasten müssen Verwaltungsprozesse durchgängig gedacht werden. Ein Prozess
ist nicht wirklich digital, wenn am Ende wieder Papier produziert wird. Mit
STACKIT erweitern wir unser Ökosystem um einen souveränen Cloud-Anbieter und
schaffen eine Grundlage dafür, Dokumente nicht nur digital zu bearbeiten,
sondern auch sicher und komfortabel den Bürgerinnen und Bürgern zuzustellen",
sagt Philipp Perplies, Chief Operating Officer Public Sector, d.velop .
Digitale Souveränität mit konkretem Alltagsnutzen verbinden
Oft bleiben Cloud-Architekturen, Schnittstellen und Rechenzentren abstrakte
Größen. Für die Anwendung im Alltag ist daher entscheidend, dass eine
Verwaltungsleistung einfach, zuverlässig und vollständig digital funktioniert:
Ein Antrag wird online gestellt, Daten werden sicher verarbeitet, ein Bescheid
wird digital erstellt und anschließend im persönlichen digitalen Postfach
bereitgestellt. Hier verbindet sich konkreter Nutzen mit digitaler Souveränität.
Denn Souveränität wird nicht ausschließlich daran gemessen, wo die digitale
Infrastruktur betrieben wird. Entscheidend ist auch, ob Verwaltungen
Technologien kontrollieren, unterschiedliche Lösungen miteinander verbinden,
Abhängigkeiten reduzieren und Dienste langfristig weiterentwickeln können. Die
Zusammenarbeit von STACKIT und d.velop steht beispielhaft für dieses Modell:
Infrastruktur und Fachanwendungen müssen nicht von demselben Anbieter stammen.
Stattdessen können spezialisierte Unternehmen ihre jeweiligen Expertisen in ein
gemeinsames digitales Ökosystem einbringen.
"Der Wert eines souveränen digitalen Ökosystems zeigt sich nicht nur am
Rechenzentrum, sondern wird in den Services greifbar, die mit der Rechenpower
entstehen. Wenn offene Standards, souveräne Cloud-Infrastruktur und
leistungsfähige Anwendungen zusammenspielen, werden durchgängige digitale
Prozesse geschaffen. Solch ein digitales Ökosystem wollen wir gemeinsam mit
unseren Partnern aufbauen und europäisch anschlussfähig machen", fasst Bernie
Wagner zusammen.
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