|
Grünwald (ots) - Pünktliches Gehalt, feste Abläufe und ein verlässlicher
Arbeitsvertrag geben vielen Angestellten finanzielle Sicherheit. Wirtschaftliche
Schwäche, Stellenabbau und technologische Veränderungen zeigen jedoch, dass
diese Sicherheit nicht selbstverständlich ist. Eine nebenberufliche
Selbstständigkeit kann deshalb eine Möglichkeit sein, zusätzliche
wirtschaftliche Optionen aufzubauen, ohne den bestehenden Job sofort aufzugeben.
Worauf es bei einer solchen Nebenerwerbsgründung ankommt, erfahren Sie hier.
Für viele Berufstätige hängt das eigene Einkommen vollständig von einem
Arbeitgeber ab. Solange das Arbeitsverhältnis stabil ist, gibt es wenig Anlass,
daran etwas zu ändern. Das kann sich jedoch schnell ändern, wenn sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern oder Entwicklungen im
Unternehmen den eigenen Arbeitsplatz betreffen. Wer sich erst in diesem Moment
mit möglichen Alternativen auseinandersetzt, muss eine Geschäftsidee womöglich
bereits unter finanziellem und zeitlichem Druck entwickeln. Damit verändern sich
auch die Voraussetzungen, unter denen die Entscheidung für oder gegen eine
Selbstständigkeit getroffen wird. "Wenn das bisherige Einkommen plötzlich
wegfällt, geht es nicht mehr nur darum, ob eine Geschäftsidee wirklich
überzeugt. Dann muss sie im Zweifel möglichst schnell Geld einbringen. Dieser
Druck ist eine denkbar schlechte Grundlage, um eine Selbstständigkeit
aufzubauen", erklärt René Wendler von Unternehmenswelt.
"Sinnvoller ist es, sich mit einer möglichen Selbstständigkeit zu beschäftigen,
solange der bestehende Job noch Sicherheit bietet und kein äußerer Druck eine
schnelle Entscheidung erzwingt", betont René Wendler. Dabei geht es ausdrücklich
nicht darum, ein funktionierendes Arbeitsverhältnis vorschnell aufzugeben.
Vielmehr kann der Nebenerwerb einen Rahmen schaffen, in dem eine Geschäftsidee
zunächst unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt wird. René
Wendler kennt die Anforderungen einer Existenzgründung aus rund 25 Jahren
eigener Selbstständigkeit und beschäftigt sich seit Beginn seiner beruflichen
Laufbahn mit dem Thema. Mit Unternehmenswelt richtet er sich an
Solo-Selbstständige, Nebenerwerbsgründer und kleine Unternehmen, die ihre
Geschäftsidee prüfen, einen Businessplan entwickeln und praktische Fragen klären
möchten, die vor dem Start in die Selbstständigkeit relevant werden.
Nebenerwerbsgründungen sind längst kein Randphänomen
Eine Existenzgründung muss nicht zwangsläufig mit dem vollständigen Wechsel in
die Selbstständigkeit beginnen. Viele Gründer entscheiden sich zunächst dafür,
ihre selbstständige Tätigkeit mit dem bestehenden Beruf zu verbinden. Wie
relevant dieses Modell inzwischen ist, zeigen die Gründungszahlen für 2025: Von
insgesamt rund 690.000 Existenzgründungen in Deutschland entfielen laut KfW etwa
483.000 auf den Nebenerwerb. Damit wurden rund 70 Prozent aller Gründungen
nebenberuflich umgesetzt. Während die Zahl der Vollerwerbsgründungen nahezu
stagnierte, legte der Nebenerwerb gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Als
möglichen Einflussfaktor für diese Entwicklung nennt die KfW unter anderem den
schwächeren Arbeitsmarkt.
Dabei ist der Nebenerwerb keineswegs immer nur eine Übergangsphase auf dem Weg
in die vollständige Selbstständigkeit. Knapp 60 Prozent der
Nebenerwerbsgründungen waren 2025 sogenannte hybride Gründungen, bei denen das
bestehende Arbeitsverhältnis nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit
weitergeführt wurde. Gleichzeitig nannten vier von zehn Nebenerwerbsgründern ein
höheres beziehungsweise zusätzliches Einkommen als wichtigstes Gründungsmotiv.
Für einen relevanten Teil der Gründer steht damit nicht der schnelle Wechsel aus
dem Angestelltenverhältnis im Vordergrund, sondern die bewusste Kombination
verschiedener Einkommensquellen.
Eine Geschäftsidee muss sich unter realen Bedingungen beweisen
Gerade diese Verbindung von Angestelltenverhältnis und Selbstständigkeit
eröffnet einen entscheidenden Vorteil: Das neue Geschäft muss nicht vom ersten
Tag an den gesamten Lebensunterhalt finanzieren. Dadurch bleibt Zeit, um
herauszufinden, ob eine zunächst überzeugende Idee auch wirtschaftlich
funktioniert. Erst im Kontakt mit tatsächlichen Kunden zeigt sich, ob
ausreichend Nachfrage vorhanden ist, welche Preise sich durchsetzen lassen und
wie viel Zeit das Geschäft im Alltag tatsächlich beansprucht. Auch ob daraus
regelmäßige Umsätze entstehen können, lässt sich erst unter realen
Marktbedingungen belastbar beurteilen.
"Viele Gründer sind verständlicherweise von ihrer eigenen Idee überzeugt.
Entscheidend ist aber nicht, wie gut sie auf dem Papier klingt, sondern ob
Kunden tatsächlich bereit sind, dafür Geld zu bezahlen. Die eigene Überzeugung
kann diese Rückmeldung aus dem Markt nicht ersetzen", erklärt René Wendler. Wer
sich nebenberuflich selbstständig machen möchte, kann auf dieser Grundlage
Erfahrungen sammeln und das eigene Angebot schrittweise weiterentwickeln, ohne
dafür unmittelbar den bestehenden Beruf aufzugeben. Damit entsteht nach und nach
eine belastbare Grundlage für die Entscheidung, welche Rolle die
Selbstständigkeit künftig spielen soll.
Wie Unternehmenswelt bei der Vorbereitung einer Gründung unterstützt
Damit der Praxistest auf einer soliden Grundlage stattfindet, sollten Gründer
ihr Vorhaben vorher möglichst konkret durchdenken. Dazu gehört nicht nur, das
eigene Angebot und die Zielgruppe klar zu definieren. Auch Preise, Kosten,
Kundengewinnung und erwartete Einnahmen müssen zusammenpassen. Gerade wenn die
Selbstständigkeit neben einem Vollzeitjob aufgebaut wird, kommt eine weitere
begrenzte Ressource hinzu: die verfügbare Zeit. Ein Businessplan hilft dabei,
diese Faktoren zusammenzuführen und aus einer ersten Idee ein Vorhaben zu
entwickeln, dessen wirtschaftliche Annahmen sich anschließend gezielt überprüfen
lassen.
Mit Unternehmenswelt unterstützt René Wendler insbesondere Solo-Selbstständige,
Nebenerwerbsgründer und kleine Unternehmen in dieser frühen Phase der
Existenzgründung. Dafür stellt Unternehmenswelt unter anderem ein digitales
Businessplan-Tool bereit, mit dem Gründer ihr Vorhaben strukturiert ausarbeiten
und die zentralen Annahmen ihres Geschäftsmodells konkretisieren können. "Ein
Businessplan zwingt dazu, aus einer ersten Idee ein konkretes Geschäftsmodell zu
machen. Dabei zeigt sich oft schon früh, welche Annahmen schlüssig sind und an
welchen Stellen noch genauer gerechnet oder nachgedacht werden muss", erklärt
René Wendler.
Unternehmenswelt: Was ein tragfähiges zweites Standbein braucht
Zur Vorbereitung gehört allerdings mehr als ein durchdachtes Geschäftsmodell.
Wer im Nebenerwerb startet, sollte auch einschätzen können, welcher finanzielle
und persönliche Aufwand tatsächlich auf ihn zukommt. Die Einstiegshürde muss
dabei nicht immer hoch sein: Laut KfW kam 2025 knapp die Hälfte aller
Nebenerwerbsgründungen mit einem Kapitaleinsatz von höchstens 1.000 Euro aus.
Gerade bei Geschäftsmodellen mit geringem Investitionsbedarf kann der Start
damit vergleichsweise schlank ausfallen, während kapitalintensive Vorhaben
deutlich höhere Summen erfordern können. Über die Tragfähigkeit sagt das
Startkapital allein jedoch wenig aus. Laufende Kosten, Nachfrage,
Versicherungen, Haftungsfragen und vor allem der tatsächliche Zeitaufwand müssen
ebenso berücksichtigt werden.
Wer parallel angestellt bleibt, muss außerdem klären, ob die selbstständige
Tätigkeit mit dem bestehenden Arbeitsverhältnis vereinbar ist. Ob Anzeige- oder
Zustimmungspflichten bestehen, hängt vom jeweiligen Arbeitsvertrag und von der
konkreten Tätigkeit ab und sollte bei Unsicherheit rechtlich geprüft werden.
Auch steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Folgen können je nach Umfang
der Selbstständigkeit unterschiedlich ausfallen. Fragen dazu sollten bei Bedarf
frühzeitig mit der Steuerberatung, der Krankenkasse oder anderen zuständigen
Stellen geklärt werden. Der Nebenerwerb kann den Einstieg erleichtern, nimmt
Gründern aber nicht die Aufgabe ab, die wirtschaftlichen und persönlichen
Rahmenbedingungen realistisch zu prüfen.
Sind diese Voraussetzungen geklärt und funktioniert das Geschäftsmodell im
Alltag, muss daraus nicht automatisch der nächste Schritt in die
Vollselbstständigkeit folgen. Ein dauerhaftes zusätzliches Einkommen kann
bereits ein eigenständiges wirtschaftliches Ziel sein. Steigt die Nachfrage
dagegen über längere Zeit, können Gründer auf Grundlage tatsächlicher Umsätze
und Erfahrungen entscheiden, ob sie das Geschäft weiter ausbauen möchten. "Es
geht nicht darum, sich möglichst schnell vom Angestelltenverhältnis zu
verabschieden. Entscheidend ist, sich beruflich so aufzustellen, dass die eigene
wirtschaftliche Situation nicht vollständig von einer einzigen Einkommensquelle
abhängt", betont René Wendler abschließend.
Sie möchten Ihre Selbstständigkeit strukturiert vorbereiten und einen fundierten
Businessplan (https://www.unternehmenswelt.de/businessplan.html) erstellen? Dann
starten Sie jetzt mit Unternehmenswelt und schaffen Sie eine solide Grundlage
für Ihre Existenzgründung!
Pressekontakt:
Unternehmenswelt Portal GmbH
Geschäftsführer: René Wendler
E-Mail: mailto:service@unternehmenswelt.de
Website: https://www.unternehmenswelt.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183455/6371795
OTS: Unternehmenswelt Portal GmbH
|