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Bundespolizeidirektion München: Mit Rettungshubschrauber in Unfallklinik - Schwerste Verletzungen nach Stromschlag auf Waggon (FOTO) |
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| 30.05.2026 08:55 Uhr |
Bundespolizeidirektion München |
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Prien am Chiemsee (ots) - Ein 18-Jähriger hat sich in der Nacht von Freitag auf
Samstag (30. Mai) schwerste Verletzungen zugezogen, als er ersten Erkenntnissen
der Bundespolizei zufolge in Prien am Chiemsee auf einen abgestellten
Güterwaggon geklettert ist. Durch einen lebensgefährdenden Stromschlag erlitt er
erhebliche Verbrennungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in die
Unfallklinik nach Murnau gebracht.
Der junge Mann aus dem Landkreis Rosenheim begab sich offenbar gegen 0.15 Uhr
auf die Waggonoberseite eines am Bahnhof Prien abgestellten Güterzugs. Dort
wurde er von einem Stromschlag getroffen, der von der hochspannungsführenden
Oberleitung ausging. Ein Zeuge, der auf die lebensbedrohliche Situation durch
den vom Stromschlag verursachten Knall aufmerksam wurde, setzte telefonisch
einen Notruf ab. Neben dem alarmierten Notarzt und Rettungsdienst kamen
Feuerwehr, Landes- und Bundespolizei, ein Kriseninterventionsteam sowie ein
Notfallmanager der Bahn zur Unglücksstelle. Gemäß einer vorläufigen Einschätzung
vor Ort erlitt der ansprechbare 18-Jährige schwerstgradige Verbrennungen, von
welchen etwa 40 Prozent seines Körpers betroffen waren. Der Verletzte wurde mit
einem Rettungswagen zu einem Sportplatz in Prien gefahren. Von dort aus konnte
er mit einem Rettungshubschrauber in die Murnauer Unfallklinik geflogen werden.
Während der Rettungsaktion wurden die Gleise am Bahnhof Prien für den Zugverkehr
gesperrt. Hiervon waren neun Züge mit einer Gesamtverspätung von rund 300
Minuten betroffen. Da die Oberleitung durch den Stromüberschlag in Verbindung
mit einem Kurzschluss beschädigt wurde, ist mit Reparaturarbeiten zu rechnen.
Die Bundespolizei warnt eindringlich: Beim Waggon-Klettern muss mit furchtbaren
Folgen gerechnet werden. Schwerste oder sogar tödliche Verletzungen kommen
hierbei in Betracht. Von den Bahn-Oberleitungen gehen extreme Gefahren aus, da
sie unter einer Hochspannung von bis zu 15.000 Volt stehen. Selbst ohne eine
unmittelbare Berührung der Oberleitung ist ein Spannungsüberschlag möglich.
Schon bei einer Nähe von mehreren Metern zur Oberleitung kann es zu einem
tödlichen Stromschlag, zumindest aber zu schwersten Verbrennungen kommen. Vor
dem Hintergrund des Unfalls in Prien appelliert die Bundespolizei besonders auch
an Eltern, ihren Kindern zu verdeutlichen, dass ein Aufenthalt im Gleisbereich
und insbesondere das Klettern auf Waggons wegen der damit verbundenen
Lebensgefahr absolut verboten ist.
Rückfragen bitte an:
Dr. Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200
Fax: 08031 8026-2099
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by
Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6284857
OTS: Bundespolizeidirektion München
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München
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