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Stralsund (ots) - Das 27. Fusion Musikfestival ist zu Ende, die Abreise in
vollem Gange - seit gestern verlassen Festivalteilnehmer mit Reisebussen,
Rädern, eigenen PKW und mit dem Zug den Bereich rund um Lärz/Neustrelitz.
Wie bereits bei der Anreise sind auch aktuell bei der Abreise die Landes- und
die Bundespolizei im Einsatz, um für eine reibungslose Abfahrt zu sorgen.
Rückblickend war es für die Kräfte unter Führung der Polizeiinspektion
Neubrandenburg wettertechnisch mit der heißeste Einsatz bei einem Fusion
Festival. An den festen und mobilen Kontrollstellen rund um das Festivalgelände
haben die Beamten seit Dienstagabend 48 Feststellungen gehabt, bei denen
Personen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Steuer saßen. Das sind
immer 48 Fälle zu viel - daher ist das Prüfen und Sicherstellen der
Verkehrstauglichkeit rund um An- und Abreise zu recht das Hauptaugenmerk der
Polizei im Fusion-Einsatz.
Neben diesen Feststellungen hat die Polizei unter anderem acht Anzeigen wegen
des Besitzes beziehungsweise Handelns mit Drogen aufgenommen.
Am Donnerstagabend musste das Festival in Abstimmung der Sicherheitskräfte des
Veranstalters mit Ordnungsamt und Polizei für etwa 2,5 Stunden unterbrochen
werden. Sämtliche Gäste wurden auf die Landebahnen evakuiert, nachdem neben dem
Festivalgelände ein Brand in der angrenzenden Natur ausgebrochen war, der von
der Feuerwehr zügig unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dabei hat die
Polizei auf dem Gelände kontrolliert, dass alle Festivalteilnehmer den
kritischen Bereich verlassen haben. Und während sich eigentlich alle nach und
nach vorsorglich in Sicherheit bringen sollten, haben einige Teilnehmer die
Situation genutzt und die Plane an einer Seite der mobilen Polizeiwache von
außen mit Graffiti beschmiert. Als eine Polizistin die Taten der Verdächtigen
unterbinden und per Video als Beweis sichern wollte, wurde sie durch eine Person
körperlich angegriffen und leichtverletzt. Die Ermittlungen laufen in diesem
Fall, die gesicherten Daten werden ausgewertet. Anzeigen wegen Sachbeschädigung
und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte wurden aufgenommen. Der
Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.
Im Bereich des Bahnhofs Neustrelitz ist mit Beginn des Festivals auch die
Bundespolizeiinspektion Stralsund im Einsatz.
Für die Bundespolizei lag der Schwerpunkt darin, eine sichere An- und Abreise
der Festivalgäste auf dem Hauptbahnhof Neustrelitz zu gewährleisten. Die
verstärkte Bundespolizeiinspektion Stralsund war mit rund 70 Beamtinnen und
Beamten im Einsatz. Insgesamt kann eine positive Einsatzbilanz im Bahnbereich
gezogen werden.
Knapp 12.000 Festivalteilnehmerinnen und -teilnehmer reisten zum Eventwochenende
mit Reisezügen der Deutschen Bahn an und bis heute Mittag rund 7.800 Personen
auch wieder ab. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg der Reisendenzahlen zu
verzeichnen.
Wie bereits im Vorfeld von der Bundespolizei angekündigt, fanden während des
Einsatzzeitraums stichprobenartige und anlassbezogene Kontrollen statt. Dabei
stellten die Einsatzkräfte 10 Straftaten und eine Ordnungswidrigkeit fest. Bei
den Straftaten handelt es sich überwiegend um Delikte nach dem
Betäubungsmittelgesetz. Es wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und
Amphetamine sichergestellt. Außerdem wurde ein kolumbianischer Staatsangehöriger
festgestellt, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält.
Die Sicherheit der Bahnreisenden war in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen
Bahn jederzeit gewährleistet. Trotz mehrerer Zugausfälle im Fernverkehr konnte
dennoch die Abreise der Festivalteilnehmer sichergestellt werden. Die Deutschen
Bahn AG setzte insgesamt sieben Sonderzügen ein, um den Rückreiseverkehr zu
entzerren. Damit verlief die Abreisephase ebenso geordnet und störungsfrei wie
die Anreise.
Während der Hauptanreisetage haben auch Kräfte des Hauptzollamtes Stralsund
unter anderem mit Drogenspürhunden die Kontrollen der Landespolizei unterstützt.
Aufgrund des vielfältigen Veranstaltungsprogramms und der geographischen Lage
ist das Fusion Festival auch im europäischen Umland sehr beliebt, insbesondere
bei Besucherinnen und Besuchern aus dem benachbarten Ausland. Das Hauptzollamt
Stralsund hat sich daher auch in diesem Jahr in zwei Einsatzabschnitten an
Kontrollen des Anreiseverkehrs beteiligt. Ziel der Überprüfung Anreisender war
die Verhinderung, Feststellung und Verfolgung von Straftaten und
Ordnungswidrigkeiten im Bereich der Verbote und Beschränkungen, insbesondere das
Mitbringen verbotener Substanzen. Dabei kamen sowohl Drogenspürhunde als auch
Röntgentechnik zum Einsatz.
Wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Konsumcannabisgesetz
wurden insgesamt 24 Strafverfahren eingeleitet. Einige Aufgriffe bestanden dabei
aus einem bunten Mix unterschiedlichster Betäubungsmittel wie Ecstasy,
Amphetamin, anderen psychoaktiven Substanzen, Kokain, psilocybinhaltigen Pilzen,
LSD, Ketamin sowie Haschisch und Marihuana.
Der Zoll weist an dieser Stelle darauf hin, dass auch mit Inkrafttreten des
Konsumcannabisgesetzes zum 01.04.2024 das Mitbringen von Cannabis (in allen
Formen) aus dem Ausland verboten ist.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Stralsund
Fanny Tumanow-Lammers
Telefon: 03831-356 1103
E-Mail: presse.hza-stralsund@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121238/6304539
OTS: Hauptzollamt Stralsund
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