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Köln (ots) - Der WDR wird seine Angebote für weibliche Zielgruppen neu
aufsetzen. Anstelle des Magazins "Frau tv" im WDR Fernsehen setzt der WDR
künftig auf neue Formate und Angebote, die Frauen und ihre Perspektive in den
Mittelpunkt stellen und speziell für digitale Ausspielwege produziert werden.
Frauenpolitische Debatten, persönliche Geschichten von Frauen und Themen wie
Emanzipation oder Geschlechtergleichstellung sollen dadurch mehr Aufmerksamkeit
in der Öffentlichkeit bekommen und noch mehr Menschen erreichen. Denn das
klassische Fernsehmagazin im WDR Fernsehen hatte in der Vergangenheit immer
weniger Publikum.
Andrea Schafarczyk, WDR-Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur: "Mit 'Frau
tv' verabschieden wir uns von einem langjährigen Fernsehformat, aber ganz
ausdrücklich nicht von Angeboten für Frauen. Ganz im Gegenteil: Themen wie
Frauenrechte, gesundheitliche Chancengleichheit, Frauengesundheit,
Selbstbestimmung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Beziehungen haben bei
uns eine lange Tradition und sind für den WDR unverzichtbar - sie liegen uns
sehr am Herzen. Unser Ziel ist, mit anderen Erzählformen und Verbreitungswegen
für diese Themen eine größere Aufmerksamkeit zu erzielen, als es uns mit dem
klassischen Magazinformat gelungen ist. Auch wenn die letzte Sendung noch nicht
ausgestrahlt ist, danke ich schon jetzt dem ganzen Team - den Autorinnen und
Autoren, der Redaktion und natürlich den beiden Moderatorinnen Lisa Ortgies und
Sabine Heinrich - ganz herzlich für ihre starke und engagierte Arbeit in den
vergangenen Jahren."
"Frau tv" hat sich als klassisches Fernsehmagazin zwar weiterentwickelt,
trotzdem ist die Sehbeteiligung kontinuierlich gesunken. Der durchschnittliche
Marktanteil lag im vergangenen Jahr lediglich noch bei 3,4 Prozent und einer
durchschnittlichen Sehbeteiligung von 131.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in
NRW.
Damit die wichtigen Frauenthemen - insbesondere im Digitalen - mehr Frauen aller
Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebensphasen erreichen, entwickelt die
Fachredaktion unter anderem in Kooperation mit anderen Abteilungen im WDR
verschiedene Formen, die in der Summe wieder mehr Menschen ansprechen als ein
Fernsehmagazin mit kurzen Einzelbeiträgen. Am 12. Oktober 2026 veröffentlicht
der WDR z.B. die Dokumentation "Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?" mit
Sabine Heinrich für die ARD-Story im Ersten und der ARD Mediathek. Einen anderen
Ansatz verfolgt das Social Reality-Format "Vibes - Find your fire", das im
Herbst in der ARD Mediathek zu sehen ist. Hier geht es um neun Frauen in einer
entscheidenden Umbruchphase ihres Lebens, die zusammen in einem Haus am Meer
sich selbst neu entdecken, um Schritt für Schritt zu mehr innerer Stärke und
neuem Selbstbewusstsein zu finden.
Bereits jetzt informiert der WDR eine große Community auf Social Media zu diesem
Themenkomplex: Auf dem Instagram-Kanal "Mädelsabende" geht es für eine jüngere
Zielgruppe regelmäßig um Frauengesundheit, Sexualität und Selbstverständnis - im
direkten Austausch mit den Nutzerinnen. Der Facebook-Kanal von "Frau tv" bleibt
über das Ende der linearen Sendung hinaus bestehen und wird weiterentwickelt.
Über weitere Angebote für das Themenspektrum von "Frau tv" wird der WDR
kontinuierlich informieren.
Die letzte Sendung "Frau tv" im WDR Fernsehen wird am Donnerstag, 19. November
2026 um 22.15 Uhr zu sehen sein.
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