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Velbert (ots) - Die Polizei im Kreis Mettmann hat zuletzt eine Häufung des so
genannten Kettentricks registriert. Hierbei tauschen Trickbetrügerinnen und
Trickbetrüger unbemerkt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch
minderwertigen Modeschmuck aus. Am Mittwoch, 27. Mai 2026, kam es nun in Velbert
zu einem weiteren Fall, bei dem ein 74-jähriger Senior bestohlen wurde.
Gegen 10:30 Uhr wurde der Senior an der Schloßstraße in Höhe der Hausnummer 54
von einem Mann aus einem langsam heranfahrenden Auto angesprochen. Der ihm
unbekannte Autofahrer fragte den 74-Jährigen nach dem Weg zu einem Krankenhaus.
Nachdem der Senior dem Fahrer den Weg erklärt hatte, stiegen dieser und seine
Beifahrerin aus und legten dem Senior zum "Dank" Schmuck an.
Erst nachdem sich die beiden mit dem Auto in unbekannte Richtung entfernt
hatten, fiel dem Velberter auf, dass seine ursprünglich getragene Goldhalskette
entwendet worden war. Er beschreib den Täter als:
- circa 50 Jahre alt
- mit schwarzen Haaren und kurzem, dunklen Bart
- mit südländischem Erscheinungsbild
Die Frau soll ungefähr 50 Jahre alt sein und dunkle Haare haben.
Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt:
Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges an der Schloßstraße beobachtet? Hinweise
nimmt die Polizei in Velbert jederzeit unter 02051 946-6110 entgegen.
So läuft der Kettentrick ab:
Die Kriminellen handeln meistens alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen
gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.
Die Kontaktaufnahme
Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen,
Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen
hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine
Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache
auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.
Körperliche Nähe
Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene
Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in
Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen.
Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt
und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen,
nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise
umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen.
Der Diebstahl
Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den
Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die
Betroffenen den Diebstahl erst später.
Die Polizei rät:
Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern.
Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie
zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie
gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem
(versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante
Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer
schnellen Fahndung zu eröffnen.
Fragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann
Telefon: 02104 982-1010
Telefax: 02104 982-1028
E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
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OTS: Polizei Mettmann
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