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Immobilienmarkt 2026 driftet auseinander: Preisspannen von 2.500 bis über 8.400 Euro pro Quadratmeter in deutschen Großstädten (FOTO)

19.06.2026 10:07 Uhr Heid Immobilienbewertung & Immobiliengutachter sowie Sachverständigen GmbH

Walldorf (ots) - Der deutsche Wohnimmobilienmarkt erholt sich 2026 - aber nicht überall und nicht gleich schnell. Zwischen den Großstädten und sogar innerhalb einzelner Städte öffnen sich zwei Preisscheren zugleich: nach Region und nach energetischer Qualität. Für Eigentümer, Käufer und Kapitalanleger wird der pauschale Durchschnittswert damit zur trügerischen Größe.

Nach der Korrektur infolge der Zinswende zeigen aktuelle Marktdaten 2026 wieder steigende Preise - allerdings mit deutlich wachsenden regionalen Unterschieden. Die Marktberichte der Heid Immobilienbewertung zu neun deutschen Großstädten machen diese Spreizung anhand konkreter Preisdaten sichtbar.

Bundesweite Datenlage: Moderate Erholung, große regionale Unterschiede

Nach dem Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2026 bundesweit um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In den sieben größten deutschen Metropolen lag der durchschnittliche Anstieg bei 3,6 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten fallen jedoch deutlich aus: Hamburg führt mit einem Plus von 4,9 Prozent, gefolgt von Düsseldorf (+4,1 Prozent), Frankfurt und Köln (je +4,0 Prozent) sowie München (+3,5 Prozent). Berlin liegt bei +2,9 Prozent, und Stuttgart mit +1,7 Prozent am unteren Ende.

Das Frühjahrsgutachten 2026 des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) bestätigt das Bild: Die inserierten Preise für Eigentumswohnungen legten 2025 bundesweit um 3,8 Prozent zu, während die strukturelle Wohnraumknappheit bestehen bleibt. Für 2026 werden lediglich rund 215.000 Wohnungsfertigstellungen erwartet - bei einem geschätzten jährlichen Bedarf von rund 257.000 Wohnungen bis 2040. Die Bruttowertschöpfung der Bauwirtschaft liegt laut ZIA weiterhin rund 25 Prozent unter dem Niveau von 2022.

Eine im März 2026 veröffentlichte Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), die im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erstellt wurde, erwartet bis 2035 einen realen Preisanstieg von rund einem Prozent pro Jahr im Bundesschnitt - bei wachsender regionaler Spreizung. Als entscheidende Treiber nennt das IW Demografie, wirtschaftliche Zentralität, Infrastruktur und die Anpassungsfähigkeit regionaler Wirtschaftsstrukturen.

Beispiele aus den Marktberichten

Wie weit die Märkte auseinanderliegen, zeigen die Marktberichte der Heid Immobilienbewertung. Eigentumswohnungen im Bestand kosten in München aktuell im Schnitt rund 8.400 Euro pro Quadratmeter (Angebotspreise). Nach der Korrekturphase infolge der Zinswende stabilisiert sich der Markt dort zunehmend, einzelne Teilmärkte entwickeln sich jedoch weiterhin unterschiedlich.

In Berlin liegen die durchschnittlichen Angebotspreise für Bestandswohnungen derzeit bei rund 5.400 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger präsentiert sich dagegen Dortmund: Dort liegen die durchschnittlichen Angebotspreise laut Heid-Marktbericht bei rund 2.550 Euro pro Quadratmeter und damit weiterhin auf dem Niveau vor der jüngsten Marktkorrektur.

Dabei ist die Datengrundlage entscheidend: Angebotspreise - also die Wunschpreise aus Inseraten - liegen je nach Marktlage spürbar über den tatsächlich beurkundeten Transaktionspreisen; in München beträgt der Abstand derzeit etwa sechs Prozent. Beide Größen unterscheiden sich wiederum vom individuellen Verkehrswert, der Lage, Zustand und Ausstattung des einzelnen Objekts berücksichtigt. Durchschnittliche Quadratmeterpreise taugen daher zur Markteinordnung, nicht als Wertansatz für eine konkrete Immobilie.

Detaillierte Daten zur aktuellen Lage in der Hauptstadt enthält der Marktbericht Berlin 2026 (https://www.heid-immobilienbewertung.de/uploads/grundstuecksmarktbe richt_berlin.pdf) . Vergleichbare Entwicklungen zeigen sich auch in weiteren Großstädten wie Hamburg, Frankfurt, Köln oder Stuttgart, für die ebenfalls Marktberichte von Heid vorliegen.

Energieeffizienz wird zum zweiten Spaltungsfaktor

Neben den regionalen Unterschieden zeigt sich zunehmend ein zweites Muster: Die energetische Qualität von Immobilien entwickelt sich immer stärker zum eigenständigen Preistreiber. Energieeffiziente Bestandsgebäude erzielen je nach Markt, Lage und Objektqualität Aufschläge von 5 bis 15 Prozent gegenüber unsanierten Objekten.

Besonders deutlich wird dies am Beispiel Düsseldorf. Laut Heid-Marktbericht legten die Transaktionspreise für Nachkriegsbauten zuletzt um 1,1 Prozent zu, während Vorkriegsbauten um 2,3 Prozent nachgaben. Baualter und energetische Qualität korrelieren dabei, sind aber nicht deckungsgleich. Ein ähnliches Muster zeigt sich in Dortmund: energetisch modernisierte Objekte in guten Lagen ziehen wieder an, während einfache Bestandswohnungen in Randlagen schwächer nachgefragt werden.

Zusätzlichen Druck dürfte mittelfristig die europäische Gebäuderichtlinie (EPBD) erzeugen, die bereits seit Mai 2024 in Kraft ist und deren Umsetzung in nationales Recht schrittweise erfolgt. Konkrete Sanierungspflichten für den Bestand werden derzeit noch ausgestaltet. Unsanierte Gebäude dürften dadurch tendenziell weiter unter Druck geraten, während energetisch modernisierte Objekte ihre Preisvorteile langfristig behaupten oder ausbauen könnten.

Pauschale Bewertungen werden zunehmend schwierig

"Wir sehen aktuell zwei Spreizungen parallel: zwischen den Städten und zwischen den Energieklassen innerhalb derselben Stadt", erklärt André Heid, Geschäftsführer der Heid Immobilienbewertung. "Je weiter die Märkte auseinanderlaufen, desto weniger sagt ein bundesweiter oder städtischer Durchschnitt über den Wert eines einzelnen Objekts aus . Wer einen belastbaren Verkehrswert braucht, kommt um eine Bewertung nicht herum, die Lage, Bauzustand und Energieklasse einzeln berücksichtigt."

Steigende Bauzinsen verschärfen die Lage

Zusätzlichen Druck erzeugen die zuletzt wieder gestiegenen Bauzinsen. Die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen stiegen seit Ende Februar 2026 um rund 0,4 Prozentpunkte auf annähernd 4 Prozent. Hauptgrund sind gestiegene Inflationserwartungen, die die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen und damit die Bauzinsen nach oben treiben. Damit dürfte sich das Tempo der Markterholung in den kommenden Monaten regional weiter ausdifferenzieren.

Für Eigentümer, Käufer und Kapitalanleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Durchschnittswerte verlieren zunehmend an Aussagekraft. Je stärker sich die Märkte regional und energetisch auseinanderentwickeln, desto wichtiger wird die individuelle Betrachtung der jeweiligen Immobilie.

Detaillierte Marktberichte zu den deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart oder München veröffentlicht die Heid Immobilienbewertung regelmäßig auf ihren jeweiligen Standortseiten.

Pressekontakt:

Heid Immobilienbewertung & Immobiliengutachter sowie Sachverständigen GmbH Hauptstraße 21, 69190 Walldorf Tel.: +49 800 909 02 82 E-Mail: mailto:presse@heid-immobilienbewertung.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/172309/6297520 OTS: Heid Immobilienbewertung & Immobiliengutachter sowie Sachvers tändigen GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Heid Immobilienbewertung & Immobiliengutachter sowie Sachverständigen GmbH
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