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Bundespolizeidirektion München: "Red Notice" - International gesuchter Schleuser nach Deutschland überstellt - Grenzübergreifende Zusammenarbeit führt zum Erfolg (FOTO) |
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| 21.04.2026 14:56 Uhr |
Bundespolizeidirektion München |
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Weiden i. d. Oberpfalz (ots) - Weiden i.d.Opf. - Nach jahrelangen
internationalen Ermittlungen ist ein wegen bandenmäßigen Einschleusens gesuchter
Hauptbeschuldigter am Montag (20. April) nach Deutschland überstellt worden. Die
Staatsanwaltschaft Weiden führte das Verfahren.
Die Staatsanwaltschaft Weiden und die Bundespolizeiinspektion Waidhaus konnten
einen bedeutenden Fahndungserfolg im Kampf gegen die organisierte
Schleuserkriminalität verzeichnen. Unter ihrer Verfahrensleitung ist ein
international gesuchter Hauptbeschuldigter aus dem Libanon nach Deutschland
überstellt worden.
Das Amtsgericht Weiden hatte bereits am 14. September 2021 Untersuchungshaft
gegen den Beschuldigten angeordnet. Ihm wird vorgeworfen, in 45 Fällen
bandenmäßig Ausländer eingeschleust zu haben, wobei er diese lebensgefährlichen
Situationen ausgesetzt hat. Insgesamt soll er an der Einschleusung von 829
Personen beteiligt gewesen sein. 580 Personen konnten im Verfahren identifiziert
werden. Zur internationalen Fahndung ordnete das Amtsgericht Weiden im Auftrag
der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen den Hauptbeschuldigten an, eine
sogenannte "Red Notice".
Zielfahnder der Bundespolizei hatten den Beschuldigten im Libanon lokalisiert.
Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener nationaler und internationaler
Behörden konnte der Mann im August 2025 im Libanon festgenommen werden. Die
Auslieferung nach Deutschland wurde persönlich vom libanesischen
Staatspräsidenten Joseph Khalil Aoun genehmigt.
Am 20. April erfolgte schließlich die Überstellung nach Deutschland. Zielfahnder
der Bundespolizei begleiteten den Beschuldigten über den Flughafen Frankfurt am
Main bis nach Weiden i. d. Opf. Dort übernahmen Beamte der
Bundespolizeiinspektion Waidhaus den Mann und führten ihn am Dienstag (21.
April) dem zuständigen Haftrichter vor. Dieser ordnete die Inhaftierung des
Beschuldigten an.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i. d. Opf. waren Ermittler der
Bundespolizeiinspektion Waidhaus maßgeblich an dem Verfahren beteiligt. Sie
arbeiteten eng mit nationalen und internationalen Partnerbehörden zusammen und
trugen entscheidend zur Identifizierung und Zerschlagung der Täterstrukturen
bei.
Dem Verfahren lag ein umfangreicher, internationaler Ermittlungskomplex
zugrunde: Deutsche und rumänische Behörden hatten gemeinsam mit weiteren
europäischen Partnern ein weit verzweigtes Schleusernetzwerk aufgedeckt. Dieses
organisierte den Transport von Migranten aus dem Nahen Osten über Südosteuropa
bis nach Westeuropa - häufig unter lebensgefährlichen Bedingungen in
Lastkraftwagen. Insgesamt wurden rund 580 geschleuste Personen identifiziert und
mehr als 30 Tatverdächtige ermittelt. Mehrere Beteiligte waren bereits in
verschiedenen europäischen Staaten festgenommen und verurteilt worden.
"Der Fall hat eindrucksvoll gezeigt, dass organisierte Schleuserkriminalität nur
durch konsequente internationale Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden kann.
Die erfolgte Überstellung stellt einen bedeutenden Erfolg der beteiligten
Behörden dar und ist ein klares Signal der Rechtsstaatlichkeit", erklärte
Staatsanwalt Matthias Bauer von der Staatsanwaltschaft Weiden.
Die Staatsanwaltschaft Weiden war als verfahrensleitende Behörde maßgeblich für
die Steuerung des Verfahrens verantwortlich und unterstrich die enge sowie
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und internationalen
Partnern. Beide Behörden werden auch künftig entschlossen gegen
Schleuserkriminalität vorgehen.
Rückfragen bitte an:
Alexander Högen
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Bundespolizeiinspektion Waidhaus | Pressestelle
Vohenstraußer Straße 14 | 92726 Waidhaus
Telefon: 09652 8206-108 | Fax: 09652 8206-49
E-Mail: Alexander.Hoegen@polizei.bund.de
E-Mail: presse.waidhaus@polizei.bund.de
Der Zuständigkeitsbereich der Inspektion umfasst die Landkreise
Neustadt an der Waldnaab,
Tirschenreuth sowie die kreisfreie Stadt Weiden und wird
charakterisiert durch zahlreiche
Hauptverkehrsadern.
Zu den Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung
und die Gewährleistung der
Sicherheit von Bahnreisenden.
Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser
Bundespolizisten
grenzüberschreitende Kriminalität in enger Zusammenarbeit mit der
bayerischen und tschechischen
Polizei sowie dem Zoll.
Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen
Schwerpunkt bei der
Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6259746
OTS: Bundespolizeidirektion München
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München
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