|
WIESBADEN (ots) - Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt,
Februar 2026
-10,9 % zum Vorjahresmonat
+0,6 % zum Vormonat
Preise für pflanzliche Erzeugnisse
-11,6 % zum Vorjahresmonat
Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse
-10,3 % zum Vorjahresmonat
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Februar 2026 um 10,9 %
niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 hatte die Veränderungsrate
gegenüber dem Vorjahresmonat bei -10,1 % gelegen, im Dezember 2025 bei -8,3 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Februar 2026 gegenüber Januar
2026 um 0,6 %.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Februar 2026 um 11,6 %
gegenüber Februar 2025. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse
verbilligten sich um 10,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum
Vormonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und
tierischer Erzeugung im Februar 2026 gegenläufig. So stiegen die Preise für
pflanzliche Erzeugnisse um 4,0 %, während die Preise für Tiere und tierische
Erzeugnisse um 1,3 % sanken.
Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 11,6 % im Vergleich zum
Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für
Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Februar 2026 um 54,2 % niedriger
als im Februar 2025. Im Januar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -49,8 %,
im Dezember 2025 bei -48,0 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Januar 2026 stiegen
die Speisekartoffelpreise leicht um 0,2 %.
Preise für Obst, Getreide, Handelsgewächse und Futterpflanzen gesunken, für
Gemüse und Wein gestiegen
Die Erzeugerpreise für Obst waren im Februar 2026 um 26,0 % niedriger als ein
Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -27,3 %.
Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 5,5 %, wobei unter anderem
Champignons (+3,9 %) und Salat (+2,8 %) teurer waren.
Getreide war im Februar 2026 im Vergleich zum Februar 2025 um 17,9 % günstiger.
Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Februar 2026 um 2,7 %
niedriger als ein Jahr zuvor. Auch Raps verbilligte sich um 4,9 % zum
Vorjahresmonat. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 12,7
% im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Beim Wein war
im Februar 2026 dagegen mit +1,4 % gegenüber Februar 2025 erneut eine
Preissteigerung zu verzeichnen (Januar 2026: +1,4 % gegenüber Januar 2025).
Tierische Erzeugung: Preisanstieg bei Rindern, Geflügel und Eiern, Preisrückgang
bei Schweinen und Milch
Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 10,3 % im Vergleich zum
Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch
zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Februar 2026 um 26,2 % niedriger als im
Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Januar 2026 sanken die Preise für
Milch (-3,6 %). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von
15,9 %.
Die Preise für Tiere lagen im Februar 2026 um 0,8 % höher als im Februar 2025.
Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 17,1 %. Bei
Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 12,9 %. Die Preise für Geflügel
waren im Februar 2026 um 5,6 % höher als im Februar 2025. Ausschlaggebend
hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um
11,4 %. Bei Hähnchen kam es zu einem Preisanstieg um 1,9 %.
Methodische Hinweise:
Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst die Entwicklung
der Verkaufspreise der Landwirtschaft (ohne Umsatzsteuer) in Deutschland und
zeigt damit die Preisentwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe. Die Jahres-
und Wirtschaftsjahresergebnisse werden saisongewichtet ermittelt und weichen
dadurch oftmals vom arithmetischen Mittel der Monatsindizes Januar bis Dezember
für das Jahr beziehungsweise Juli bis Juni für das Wirtschaftsjahr ab.
Weitere Informationen:
Die vollständigen Jahres-, Wirtschaftsjahres- und Monatsergebnisse der
Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind in der Datenbank
GENESIS-Online über die Tabellen 61211-0001 bis 61211-0003 abrufbar.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Agrarpreise
Telefon: +49 611 75 2078
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6253769
OTS: Statistisches Bundesamt
|