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WIESBADEN (ots) -
- Knapp die Hälfte (46 %) der Homeoffice-Nutzenden arbeitete häufiger am
Arbeitsplatz als von zu Hause aus
- 35- bis 44-Jährige am häufigsten im Homeoffice
- Homeoffice-Anteil in Deutschland leicht über EU-Durchschnitt
Aktuell gilt vermehrtes Arbeiten im Homeoffice angesichts der weltweiten
Ölknappheit und der gestiegenen Kraftstoffpreise auch als Möglichkeit zum
Spritsparen. Im Jahr 2025 waren 25 % aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich
im Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der
Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 % und im Jahr 2023 mit 23 %. Im
letzten Jahr hat der Anteil der Erwerbstätigen mit Homeoffice-Anteil somit
wieder das Niveau des Corona-Jahrs 2021 erreicht. Wie stark sich das Arbeiten
von zuhause aus inzwischen etabliert hat, zeigt der Vergleich mit dem
Vor-Corona-Niveau: 2019 hatten lediglich 13 % der Erwerbstätigen zumindest
gelegentlich im Homeoffice gearbeitet.
Homeoffice wird an weniger Tagen genutzt als in den Pandemie-Jahren
Homeoffice wird inzwischen jedoch weniger umfänglich genutzt als zu
Pandemiezeiten. So arbeitete im Jahr 2025 wie im Vorjahr knapp ein Viertel (24
%) der Homeoffice-Nutzenden ausschließlich von zu Hause aus. 46 % der
Erwerbstätigen, die Homeoffice nutzten, arbeiteten weniger als die Hälfte ihrer
Arbeitstage zu Hause - wie auch schon im Jahr 2024. Im von der Pandemie stark
geprägten Jahr 2021 waren die Anteile noch deutlicher in Richtung
Homeoffice-Nutzung verschoben: Damals waren 40 % der Nutzenden vollständig im
Homeoffice, 31 % arbeiteten seltener im Homeoffice als am Arbeitsplatz.
Erwerbstätige in größeren Unternehmen arbeiten häufiger von zu Hause aus
Wie häufig Erwerbstätige Homeoffice nutzen, wird von verschiedenen Faktoren
beeinflusst, etwa von der Größe des Unternehmens oder dem Alter der
Beschäftigten. So steigt der Homeoffice-Anteil mit der Größe des Unternehmens:
Arbeiteten in kleinen Unternehmen (bis 49 tätige Personen im Betrieb) 19 % der
Erwerbstätigen von zu Hause aus, so waren es in mittleren Unternehmen (50 bis
249 Personen) 23 %. In großen Unternehmen mit mindestens 250 tätigen Personen
war der Homeoffice-Anteil mit 35 % am höchsten.
35- bis 44-Jährige am häufigsten im Homeoffice, 15- bis 24-Jährige am seltensten
Den höchsten Homeoffice-Anteil unter den Erwerbstätigen, die zumindest
gelegentlich von zuhause arbeiteten, hatten 2025 die 35- bis 44-Jährigen mit 30
%, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 28 %. Am seltensten nutzten
Homeoffice die 15- bis 24-jährigen (10 %) und 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen
(22 %). Unterschiedliche private und berufsbedingte Faktoren können hier eine
Rolle spielen. Beispielsweise kann bei jüngeren Erwerbstätigen die
Berufsausbildung die Möglichkeiten für Homeoffice einschränken. In den mittleren
Altersjahren kann die Notwendigkeit, private Verpflichtungen mit dem Beruf zu
vereinbaren, zu einer stärkeren Nutzung des Homeoffice führen.
In der IT-Branche ist Homeoffice besonders verbreitet
Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt stark von der jeweiligen Branche ab.
Am höchsten war der Anteil 2025 in den Bereichen IT-Dienstleistungen und
Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung: Dort
arbeiteten jeweils knapp drei Viertel (74 %) der Erwerbstätigen zumindest
gelegentlich von zu Hause aus. Im Bereich Informationsdienstleistungen nahmen
gut zwei Drittel (68 %) Homeoffice in Anspruch, wie auch bei Versicherungen,
Rückversicherungen und Pensionskassen (68 %). In der Gastronomie konnten mit 6 %
die wenigsten Erwerbstätigen ihre Arbeit auch zu Hause ausüben. Auch eine
Tätigkeit in der Gebäudebetreuung oder im Garten- und Landschaftsbau (7 %), im
Kfz-Handel sowie der Kfz-Reparatur oder im Einzelhandel (jeweils 10 %) wurde nur
selten im Homeoffice ausgeübt.
EU-Vergleich: Homeoffice-Anteil in Niederlanden mit 52 % am höchsten
Der Homeoffice-Anteil in Deutschland lag im Jahr 2025 leicht über dem
Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Laut
EU-Statistikbehörde Eurostat arbeiteten EU-weit durchschnittlich 23 % aller
Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In den
Niederlanden (52 %), in Schweden (45 %) und in Luxemburg (43 %) war der
Homeoffice-Anteil EU-weit am höchsten. In Rumänien und Bulgarien (jeweils 4 %)
und Griechenland (7 %) arbeiteten anteilig die wenigsten Berufstätigen von zu
Hause aus.
Methodische Hinweise:
Die Daten zum Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland, die 2025 von zu Hause
aus arbeiteten, basieren auf den Erstergebnissen des Mikrozensus. Der Anteil
umfasst jeweils die Erwerbstätigen, die angaben, zum Zeitpunkt der Befragung in
den vergangenen vier Wochen mindestens einmal oder häufiger von zu Hause aus
gearbeitet zu haben. Hierzu gehören beispielsweise auch Lehrerinnen und Lehrer,
die zu Hause Unterrichtsstunden vorbereiten oder Klassenarbeiten korrigieren.
Für den EU-Vergleich wurden alle Erwerbstätigen ab 15 Jahren zusammengefasst,
die manchmal oder gewöhnlich von zu Hause aus arbeiteten. Daher kann es
vereinzelt zu geringfügigen Abweichungen der aufsummierten Anteile durch
Rundungen kommen.
Weitere Informationen:
Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt
auf einer eigenen Sonderseite (www.destatis.de/fachkraefte). Das Datenangebot
umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es
reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl von Erwerbspersonen über
Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und
Ausbildungsmarkt.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
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OTS: Statistisches Bundesamt
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