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Giessen (ots) - Gießen: Widerstand geleistet und Beamte angespuckt
Mehrere Anrufer informierten die Polizei gestern Abend (18.6.) über laute
Streitigkeiten im Bereich des Alten Friedhofs. Eine Streife der Polizeistation
Gießen Süd traf vor Ort gegen 18.20 Uhr drei Personen, zwei Männer und eine
Frau, an. Die drei stritten sich und waren offenbar stark alkoholisiert. Bei der
anschließenden Kontrolle zeigte sich die Frau zunächst aggressiv und ignorierte
die Anweisungen der Streife. Letztlich brachten die Einsatzkräfte die Frau zu
Boden und fesselten sie. Die die 37-Jährige begann nun nicht nur nach den
Beamten zu treten, sie spuckte auch nach den Ordnungshütern. Sie spuckte auf die
Bekleidung eines Polizisten und traf dessen Kollegin ins Gesicht. Die
Einsatzkräfte blieben körperlich unverletzt. Mit einer zwischenzeitlich
aufgesetzten Spuckschutzhaube musste die Frau mit zur Dienststelle.
Letztlich musste sie in einer Gewahrsamszelle der Polizei übernachten und ihren
Rausch ausschlafen. Zudem kommt nun ein Strafverfahren auf die 37-Jährige zu.
Langgöns: Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld
Eine Angehörige verständigte die Polizei über einen erfolgreichen Trickbetrug in
Langgöns. Demnach rief ein Unbekannter bei einer Seniorin an und schockierte
sein Opfer mit dem angeblichen Verursachen eines tödlichen Unfalls durch eine
Verwandte. Nur eine Kaution helfe noch, eine unmittelbar drohende
Gefängnisstrafe abzuwenden. Der Kriminelle übte solange Druck aus, bis die
Seniorin schließlich 47.000 Euro Bargeld an einen unbekannten Abholer übergab.
Die Ermittlungen in dem Fall laufen.
Um es den dreisten Kriminellen möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um
Mithilfe: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der
Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung.
Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu
Hilfe holen zu können.
Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer
initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen
Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen
Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer
mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind
vielfältig.
Die Ermittler raten: Echte Polizisten, Staatsanwälte oder Banken fragen
telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie
telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei
Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer
auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank oder bei der
echten Polizei. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren
Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere
Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Echte Polizeibeamte werden
Sie zudem niemals auffordern, Ihre Wertgegenstände herauszugeben, um diese zu
verwahren.
Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!
Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos
Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer
Internetseite: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpo
lizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen
Gießen: Zeugen gesucht
Zeugen zu einem Vorfall in der Goethestraße suchen Gießener Ermittler nach einer
Körperverletzung. Den bisherigen Ermittlungen zufolge lief eine 26-Jährige gegen
18.30 Uhr am Mittwochabend (17.6.) die Goethestraße in Richtung des Selterswegs
entlang. Etwa in Höhe der Hausnummer 5 kamen ihr zwei weibliche Jugendliche auf
einem E-Rollern entgegen. Dies nahm die Frau nur peripher wahr. Sodann verspürte
die Fußgängerin einen Schlag am Kopf. Die Jugendlichen fuhren auf dem Roller in
Richtung des Anlagenrings davon. Die 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen.
Gegen 18.40 Uhr traf sie zufällig erneut im Seltersweg auf die beiden. Das
jüngere der beiden Mädchen beleidigte die Frau daraufhin. Die 26-Jährige
erstattete im Nachgang eine Anzeige. Während des Schlagens in der Goethestraße
sei ihr ein älteres Paar zur Hilfe gekommen. Dieses habe das Schlagen beobachtet
und sich unmittelbar danach mit der Frau über den Vorfall ausgetauscht. Die
Personalien des Paares sind bislang unbekannt.
Die Flüchtigen hatten beide blonde Haare. Die Fahrerin des E-Rollers wurde älter
als ihre Begleiterin geschätzt. Sie habe sehr hellblonde Haare gehabt. Auffällig
waren die locker getragenen, rosafarbenen T-Shirts der beiden.
Die Ermittler suchen weitere Zeugen, die Angaben zum Vorfall oder der Identität
der Jugendlichen machen können. Sie bitten insbesondere das beschriebene Paar,
sich bei der Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755
zu melden.
Pierre Gath, Pressesprecher
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon)
E-Mail: mailto:pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
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