|
Hannover (ots) - Am Dienstag, 21.04.2026, haben Einsatzkräfte Autobahnpolizei
Hannover auf der Autobahn 2 im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle des
gewerblichen Güterverkehrs zahlreiche Verstöße, darunter mehrere deutliche
Überladungen von Fahrzeugen, festgestellt und konsequent geahndet. Ziel der
Kontrollmaßnahmen war die Steigerung der Verkehrssicherheit sowie der Schutz der
Infrastruktur.
Unter anderem fiel den Beamten ein Sattelzug auf, der mit mehr als 24 Tonnen
Gefahrgut in sogenannten Big Bags beladen war. Bei der Kontrolle stellten die
Beamten fest, dass die Sicherung mittels Spanngurten die Umverpackungen der
festen Gefahrstoffe bereits beschädigt hatte. Da dies bereits einen Verstoß
gegen das Gefahrgutrecht darstellte, prüfte das Team die Situation eingehend.
Die Prognose der spezialisierten Einsatzkräfte fiel deutlich aus: Bis zur
Ankunft am Zielort hätten die Gurte die Verpackungen voraussichtlich so stark
zerstört, dass Gefahrgut hätte austreten können, was dann sogar eine Straftat
dargestellt hätte. Die Beamten leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein
und untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt, bis eine ordnungsgemäße Sicherung
gewährleistet war.
Ein Lastwagen mit Anhänger, der für einen Holztransport eingesetzt wurde, rückte
ebenfalls in den Fokus der Kontrolleure. Bei der polizeilichen Verwiegung
ermittelten die Einsatzkräfte ein Gesamtgewicht von mehr 45 Tonnen. Damit wurde
die zulässige Gesamtmasse von 40.000 Kilogramm um mehr als 5.000 Kilogramm - was
einer Überschreitung von mehr als 12Prozent entspricht - überschritten. Der
Lkw-Fahrer, der in Personalunion auch als Fahrzeughalter und Unternehmer
fungierte, zeigte sich von dem Ergebnis überrascht. Die Polizei betont in diesem
Zusammenhang, dass insbesondere überladene Fahrzeuge eine enorme Belastung für
die bereits angegriffenen Straßen und Brücken darstellen. Gegen den Halter wurde
ein entsprechendes Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
In einem weiteren Fall kontrollierten die Beamten einen 3,5-Tonner eines
Handwerksbetriebs auf dem Weg zu einer Baustelle. Trotz einer Nutzlast von
lediglich 1.300 Kilogramm hatte der Fahrer auf Anordnung seines Vorgesetzten
allein 55 Säcke Ausgleichsmasse (Gesamtgewicht 1.375 kg) sowie diverses Werkzeug
und Baumaterial geladen. Die Waage bestätigte den Verdacht: Das Fahrzeug war um
710 Kilogramm überladen. Da die Überladung bereits durch ein einfaches Addieren
der Gewichte auf dem Packzettel ersichtlich war, nahmen die Beamten eine
vorsätzliche Überschreitung des Gesamtgewichtes an. Ein
Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren wurde sowohl gegen den Fahrer als auch
gegen den verantwortlichen Vorgesetzten eingeleitet. Da sich die nächstgelegene
Abladestelle direkt am Zielort befand, gestatteten die Beamten die Weiterfahrt
bis dorthin. /ram, nash
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Hannover
Michael Bertram
Telefon: 0511 109-1040
E-Mail: pressestelle@pd-h.polizei.niedersachsen.de
https://www.pd-h.polizei-nds.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/66841/6261500
OTS: Polizeidirektion Hannover
|