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Köln (ots) - Künstliche Intelligenz (KI) hat sich im Büroalltag fest etabliert
und entfaltet spürbare Effekte: Die große Mehrheit der Führungskräfte gibt an,
durch den Einsatz von KI wertvolle Arbeitszeit zu gewinnen. Am häufigsten werden
Einsparungen von drei bis vier Stunden pro Woche genannt. Auffällig ist dabei:
Je höher die Hierarchiestufe, desto stärker fällt der Produktivitätsgewinn aus.
"KI verschiebt die Grenzen der Produktivität im Management spürbar", sagt Dr.
Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland.
"Führungskräfte arbeiten nicht nur schneller, sondern auch anders. Sie
delegieren mehr an Systeme, treffen fundiertere Entscheidungen und gewinnen Zeit
für strategische Themen. KI entwickelt sich damit vom einfachen Werkzeug zur
kritischen Arbeitsinfrastruktur - und genau darin liegt ihr eigentlicher Hebel."
Europaweit berichten 27 Prozent der Befragten von einer wöchentlichen
Zeitersparnis durch KI von drei bis dreieinhalb Stunden. Auch geringere
Einsparungen von ein bis zwei Stunden (24 %) sowie deutliche Zugewinne von fünf
bis sechs Stunden (13 %) werden häufig genannt. Insgesamt zeigt sich ein
bemerkenswert einheitliches Bild über die verschiedenen Märkte hinweg: In
Deutschland gewinnen Führungskräfte im Durchschnitt 3,3 Stunden pro Woche, in
Großbritannien 3,5 Stunden und in Frankreich sowie Irland jeweils 3,2 Stunden.
KI etabliert sich damit länderübergreifend zunehmend als verlässlicher
Produktivitätsfaktor im Management-Alltag.
Ein genauerer Blick auf die Verteilung zeigt: Insbesondere im Top-Management
fallen die Zeitgewinne überdurchschnittlich hoch aus. Eigentümer und
Gesellschafter sparen im Durchschnitt 4,8 Stunden pro Woche,
C-Level-Führungskräfte und Direktoren 3,6 Stunden. Hauptgrund ist der gezielte
Einsatz von KI für Analysen, Entscheidungsunterstützung und Priorisierung, also
in Bereichen, in denen sich Effizienzgewinne unmittelbar auswirken. Doch das
Bild ist nicht einheitlich: Branchenexperte Erdogan merkt an, dass es weiterhin
eine kleinere Gruppe von Führungskräften gibt, die bislang nur geringe oder gar
keine Effekte wahrnimmt. "Das zeigt, dass in vielen Organisationen noch
erhebliches Potenzial brachliegt."
Vom Effizienzgewinn zur strukturellen Veränderung
Die aktuellen Ergebnisse markieren lediglich den Beginn eines Trends. Durch
stärker integrierte Anwendungen und den zunehmenden Einsatz von KI-Agenten wird
sich der Produktivitätseffekt voraussichtlich weiter verstärken. Schließlich
gibt es kaum eine Technologie, die sich so schnell in bestehende Arbeitsprozesse
integrieren lässt und dabei unmittelbar messbare Effekte erzielt.
Die von den Studienteilnehmenden wahrgenommenen Effizienzgewinne spiegeln sich
auch im allgemeinen Stimmungsbild wider: 71 Prozent der Führungskräfte begrüßen
die Möglichkeiten, die KI für ihre Organisation eröffnet, und 66 Prozent sehen
überwiegend Vorteile für Unternehmen insgesamt. "KI wirkt nicht mehr nur auf
Prozesse, sondern auf die Art zu arbeiten selbst", so Erdogan. "In einem Umfeld
steigender Komplexität hilft sie, Routineaufgaben zu reduzieren, Störfaktoren
auszublenden und den Fokus auf wertschöpfende Entscheidungen zu legen."
Stimmung bleibt stabil
Der europäische AI-Pulse-Sentiment-Score ist im März leicht auf 66 Punkte
gestiegen (im Vormonat waren es 65 Punkte). Deutschland liegt mit 67 Punkten
weiterhin im guten Mittelfeld.
"Die stabile Stimmung zeigt: KI ist im Alltag der Menschen angekommen", sagt
Erdogan. "Die Debatte verschiebt sich von Erwartungen hin zu konkreten
Ergebnissen. Unternehmen messen KI zunehmend an ihrem tatsächlichen Beitrag zur
Produktivität - und genau das ist der entscheidende Schritt in Richtung
nachhaltiger Nutzung."
Kernaussagen
- Die Mehrheit der Führungskräfte spart durch KI mehrere Stunden Arbeitszeit pro
Woche, am häufigsten drei bis vier Stunden
- Besonders im Top-Management zeigt sich ein überdurchschnittlicher
Produktivitätseffekt
- 71 Prozent freuen sich über die Möglichkeiten von KI, 66 Prozent sehen
überwiegend Vorteile
- Der europäische AI-Pulse-Sentiment-Score ist leicht gestiegen auf 66 Punkte
Zur AI-Pulse-Studie
Die "Expleo AI Pulse"-Umfrage wird seit August 2025 jeden Monat in Deutschland,
Großbritannien und Frankreich durchgeführt und liefert repräsentative
Stimmungsbilder zum Einsatz von KI in Unternehmen. Die aktuelle Ausgabe basiert
auf der achten Erhebungswelle (Feldphase: März 2026). Pro Land werden 200
Führungskräfte befragt, insgesamt sind es 600 Personen pro Monat. Die
Teilnehmenden stammen aus den Branchen IT, Finanzdienstleistungen,
Versicherungen, Handel, Ingenieurwesen sowie Transport und Logistik. Die Studie
wird von der Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo durchgeführt.
Umfangreiche Datensätze und zusätzliche Informationen sind auf Anfrage
erhältlich.
Über Expleo
Expleo ist ein weltweit tätiger Anbieter von Engineering-, Technologie- und
Beratungsdienstleistungen. Das Unternehmen begleitet führende Organisationen bei
ihrer Transformation, unterstützt sie dabei, operative Exzellenz zu erreichen
und ihre Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer Produkte, der
Optimierung industrieller Prozesse und der Qualitätssicherung von IT-Systemen
bringt Expleo tiefes Branchenwissen und technologische Kompetenz in jedes
Projekt ein. Zum Portfolio gehören Schlüsselthemen wie Künstliche Intelligenz,
Digitalisierung, Hyperautomatisierung, Cybersicherheit und Data Science. Ziel
ist es, Innovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beschleunigen.
Als verantwortungsbewusstes und diverses Unternehmen steht Expleo für integres
Handeln und arbeitet aktiv an einer nachhaltigeren und sicheren Gesellschaft.
Mit rund 19.000 Expert:innen in 30 Ländern erwirtschaftet Expleo einen
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