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Köln (ots) - NRW-Innenminister Reul fordert im WDR härtere Strafen für
Drogendealer
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert härtere Strafen
für Drogendealer. Im Interview mit dem WDR spricht sich der Minister für ein
konsequenteres Vorgehen gegen den Handel mit Drogen aus.
Das Interview ist Teil eines gemeinsamen Themenschwerpunkts von WDR-Newsroom und
WDR-Landesprogrammen zu den Auswirkungen von Drogenkonsum und Drogenkriminalität
in Nordrhein-Westfalen. Ein WDR-Reporter war für das YouTube-Format "Die andere
Frage" an den Drogen-Hotspots in Köln und Düsseldorf unterwegs. Was er gesehen
hat, ist kaum zu glauben. In Köln geht eine Kita-Gruppe an ihm vorbei, direkt
neben den Kindern findet ein Drogendeal statt. Auf offener Straße, weder den
Dealer, noch den Süchtigen interessiert es. In Düsseldorf hat der Reporter unter
anderem Polizisten beim Einsatz in der Drogenszene begleitet. Die Beamten
schildern den Umgang mit Dealern, gegen die bereits zahlreiche Anzeigen
vorliegen und die trotzdem immer weiter machen. Aus ihrer Sicht stoßen die
bestehenden Möglichkeiten häufig an Grenzen. Darauf angesprochen sagt Herbert
Reul:
"Ich glaube schon, dass derjenige, der mit Drogen handelt oder Drogen unter die
Leute bringt, das ist keine kleine Straftat, sondern lebensgefährlich. Denn da
werden ja Menschen im Grunde in den Abgrund gezogen, in den Tod getrieben am
Ende. Und wenn man das weiß, ist es eigentlich konsequent zu sagen, wir müssen
konsequent dagegen vorgehen, wir müssen auch sanktionieren, stärker als bisher".
Die Diskussion über den Umgang mit der Drogenszene beschäftigt derzeit
zahlreiche Städte in NRW. Offener Drogenkonsum, Dealer-Strukturen, sowie die
Belastung von Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und
Sicherheitskräften sorgen vielerorts für Debatten, Frustration und Angst. Städte
wie Dortmund, Düsseldorf oder Köln suchen nach Wegen, den Herausforderungen, vor
allem durch den Vormarsch von Crack, künftig besser zu begegnen. So hatten die
Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf gerade erst dafür plädiert, den Handel
mit kleinen Mengen zu legalisieren.
Warum Nordrhein-Westfalen besonders betroffen ist, erklärt im
WDR-Themenschwerpunkt auch der Kriminologe Professor Dr. Robin Hofmann von der
Universität Maastricht . Er verweist auf die geografische Lage des Landes:
"Durch die nachbarschaftliche Nähe zu den Niederlanden ist NRW das perfekte
Einfallstor für Drogen aus dem niederländischen Raum."
Das Interview und der Themenschwerpunkt zu den Auswirkungen von zunehmend
offenem Drogenkonsum in NRW-Städten sind ab dem 1. Juli auf WDR.de und in der
WDR App abrufbar, die Reportage auf YouTube "Die andere Frage". Diese wird auch
am 01.07. um 22:15 Uhr im WDR Fernsehen ausgestrahlt.
Pressekontakt:
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an den WDR Newsroom, 0221-220-8787 oder
newsroom-jetzt@wdr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179961/6305610
OTS: WDR Newsroom
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