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Kassel (ots) - Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, doch für einige
der Superstars wird die Teilnahme ein Wettlauf gegen die Zeit. Während ein
Adduktorenabriss für Serge Gnabry das vorzeitige Aus bedeutet, bangen weitere
Topspieler wie zum Beispiel Arda Güler aufgrund aktueller Verletzungen um eine
mögliche Nominierung. "Muskelfaserrisse, Zerrungen und weitere
Muskelverletzungen gehören im Profisport leider zum Alltag. Die Genesungsdauer
kann dabei stark variieren und hängt stark von der Behandlung ab", weiß Dr. med.
univ. Vlastimil Voracek, Facharzt für Orthopädie und medizinischer Direktor der
Luxxamed GmbH, genau. Doch was hilft bei diesen typischen Sportverletzungen
wirklich? Eine vielversprechende Antwort könnte die Mikrostromtherapie sein -
eine innovative Unterstützung im Regenerierungsprozess.
Selbst starke Muskeln sind verletzlich
Waden und insbesondere Oberschenkel sind am häufigsten von Läsionen betroffen,
was sich zuletzt an Spaniensuperstar Lamine Yamal gezeigt hat. Aber warum ist
das Verletzungsrisiko trotz höchstem Trainingsniveau und bester Betreuung im
Profifußball so hoch? "Schäden im Muskelgewebe entstehen häufig ohne
Fremdeinwirkung. Die Ursache liegt oft in schnellen Richtungswechseln und
abrupten Stopps. Durch Sprints kann es zu einer Überdehnung der Muskulatur
kommen und folgend zu Verletzungen wie Zerrungen, Faser- oder Bündelrissen",
erklärt der Experte und betont: "Hinzu kommt, dass Leistungssportler der hohen
körperlichen Belastung praktisch täglich ausgesetzt sind. Ein voller Spielplan,
eine hohe Trainingsintensität - da sind müde Muskeln keine Seltenheit. Wenn die
Muskelstruktur dann noch durch vorangegangene Blessuren bereits geschädigt ist,
erhöht sich das Risiko einer erneuten Zwangspause."
Muskelfaser- und Bündelriss im Visier
Ein falscher Schritt, eine ruckartige Bewegung oder ein abruptes Abbremsen - ein
Muskelfaserriss stellt wohl einen der Klassiker unter Fußballverletzungen dar.
Schneller als vermutet können einzelne oder gleich mehrere Fasern reißen, was
oftmals das Ende der Spielsaison bedeutet. Typisch sind ein sichtbares Hämatom,
stechende Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. "Es ist wichtig, im
Falle eines Muskelfaserrisses sofort die betroffene Stelle zu kühlen,
hochzulegen und eine Kompression anzulegen sowie den Sport die nächste Zeit zu
pausieren. Die Ausfallzeit liegt in der Regel bei 4 bis 6 Wochen", so der
Experte. Beim Muskelbündelriss reißen nicht nur einzelne Fasern, sondern ein
ganzes Bündel und damit ein deutlich größerer Teil des Muskels. Die Symptome
sind zwar ähnlich, werden aber durch eine ertastbare Delle im Muskel, einen
sichtbaren Bluterguss und eine größere Schmerzfläche deutlich intensiver
wahrgenommen. Im schlimmsten Fall kann bei einem Muskelbündelriss die Genesung
einige Monate dauern, in denen man gezwungenermaßen auf der Tribüne platznehmen
muss.
Mit Mikrostrom zurück aufs Feld
Gerade vor einem so bedeutsamen Event zählt jede Minute, besonders bei der
Regenerierung von Verletzungen. Neben klassischen Methoden wie Physiotherapie
oder Tapen kann auch die Mikrostromtherapie als ergänzende Maßnahme hilfreich
sein. "Um Schmerzlinderung und schnellere Erholungszeiten der Sportler zu
ermöglichen, werden bei dieser Behandlungstechnik kleine Elektroden auf die Haut
appliziert. Über diese gelangen feine, kaum spürbare Stromimpulse in die
schmerzenden Regionen", erklärt Dr. Voracek und ergänzt: "Der Heilungsprozess
wird auf natürlicher Ebene und ohne den Einsatz von Spritzen oder Medikamenten
gefördert, indem gezielt der Stoffwechsel im geschädigten Muskelgewebe aktiviert
wird. Risse können somit durch Stimulation mit Mikrostrom schneller
regenerieren, da die natürliche Zellerneuerung im Gewebe aktiviert wird."
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