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Bad Neustadt a.d. Saale (ots) -
- Mehr als eine halbe Million Menschen erkranken jährlich neu an Demenz oder
Schlaganfall, 70 Prozent der Schlaganfälle und 45 Prozent der Demenzen wären
vermeidbar
- Klinik für Akutneurologie/Stroke Unit und neurologische Intensivmedizin am
RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt klärt auf, wie sich das Erkrankungsrisiko
senken lässt
In Deutschland erkranken jedes Jahr grob geschätzt rund 300.000 Menschen neu an
einer Demenz und annähernd 270.000 an einem Schlaganfall. Diese neurologischen
Krankheiten werden oft fälschlicherweise als schicksalhaft betrachtet. "Wir
wissen heute, dass man die meisten Risikofaktoren beeinflussen und so das
Erkrankungsrisiko deutlich senken kann", sagt Dr. med. Hassan Soda, Chefarzt der
Klinik für Akutneurologie/Stroke Unit und neurologische Intensivmedizin.
"Deshalb ist Aufklärung wichtig, damit jeder weiß, was er selbst tun kann, um
sein Gehirn gesund zu erhalten."
Das Gehirn steuert unser Denken, Fühlen und Handeln - zugleich ist es besonders
empfindlich gegenüber Durchblutungsstörungen und neurodegenerativen Erkrankungen
wie Demenz. Zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren zählen
Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Übergewicht,
Bewegungsmangel, Schlafstörungen, übermäßiger Alkoholkonsum, Kopfverletzungen
und anhaltender Stress.
Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung, eine mediterrane Ernährung mit viel
Obst, Gemüse und hochwertigen Fetten, der Verzicht auf Nikotin sowie eine gute
Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin das Risiko für Schlaganfälle
deutlich senken und einen erheblichen Teil der Demenzerkrankungen verhindern
oder zumindest verzögern können. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft
für Neurologie (DGN) auf Grundlage großer internationaler Studien wie
INTERSTROKE und Global Burden of Disease wären mindestens 70 Prozent der
Schlaganfälle und bis zu 45 Prozent der Demenzen durch eine konsequente
Kontrolle der Risikofaktoren vermeidbar. Prävention zählt deshalb zu den
wirksamsten Maßnahmen, um Hirngesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten und
Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern.
Am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt werden in der Klinik für Akutneurologie
jährlich rund 4.000 Patientinnen und Patienten behandelt, darunter etwa 1.000
Menschen mit Schlaganfall sowie rund 400 mit Demenzerkrankungen. "Es gibt
natürlich auch eine genetische Komponente, also eine Anlage zu erkranken, aber
das bedeutet nicht, dass man zwangsläufig erkrankt. Daher ist die Prävention so
wichtig", sagt Dr. Soda. "Die Gene bilden den Bauplan oder Werkzeugkasten
unseres Körpers, aber unser Lebensstil entscheidet darüber, was wir daraus
machen."
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt bietet Patientinnen und Patienten mit
neurologischen Erkrankungen eine durchgängige Versorgung - von der
Akutbehandlung über die Frührehabilitation bis zur neurologischen
Rehabilitation. Im Zentrum für neurovaskuläre Medizin arbeiten die
neurologischen Fachabteilungen eng zusammen. Ergänzt wird das Angebot durch
Neurochirurgie und moderne Neuroradiologie. Darüber hinaus arbeiten Neurologie,
Kardiologie, Hausärztinnen und Hausärzte, Psychologie sowie verschiedene
Therapieberufe eng zusammen, um individuelle Präventions- und
Behandlungskonzepte zu entwickeln. Speziell geschulte Schlaganfall-Helfer
begleiten viele Betroffene auch nach dem Krankenhausaufenthalt und unterstützen
eine nahtlose Versorgung über die verschiedenen Behandlungsphasen hinweg.
Weitere Informationen rund um die Vorbeugung neurologischer Erkrankungen bietet
die Deutsche Hirnstiftung. Risikofaktoren und auffällige Veränderungen des
Gedächtnisses sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, einer von fünf Standorten der
RHÖN-KLINIKUM AG, steht für eine sektorenübergreifende medizinische Versorgung
im ländlichen Raum. Auf einem Klinikgelände verzahnt der Campus ambulante und
stationäre Angebote mit einer Vielzahl medizinischer Service- und
Vorsorgeleistungen, die bisher räumlich getrennt waren: niedergelassene
Fachärzte, Kliniken unterschiedlicher Fachdisziplinen wie Herzmedizin,
orthopädischer Chirurgie oder auch Neurologie arbeiten Hand in Hand mit der
Pflege und der Rehabilitation zusammen. Die digitale Vernetzung aller am
Behandlungsprozess beteiligten Akteure - mit innovativen IT-Lösungen und
Kommunikationssystemen - ist dabei unverzichtbar. http://www.campus-nes.de/
Pressekontakt:
RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt
Katrin Schmitt | Unternehmenskommunikation
T. +49 9771 66-26100 | mailto:katrinmaria.schmitt@campus-nes.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/109212/6318799
OTS: RHÖN-KLINIKUM AG
ISIN: DE0007042301
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