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Steueranpassung und 12-Uhr-Regel fallen zusammen / Ende des "Tankrabatts" |
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| 29.06.2026 17:16 Uhr |
en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. |
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Berlin (ots) - Am 1. Juli endet die zweimonatige Steuersenkung auf Kraftstoffe.
Energiesteuer und Mehrwertsteuer steigen zusammen um 17 Cent pro Liter. Einfluss
auf die Preise haben darüber hinaus die Notierungen an den internationalen
Produktmärkten für Diesel und Benzin. Darauf weist der en2x - Wirtschaftsverband
Fuels und Energie hin und räumt gleichzeitig mit Fehlannahmen zur Preisbildung
an Tankstellen in der Nahostkrise auf.
"Die Tankstellengesellschaften im en2x haben mit der Einführung des so genannten
Tankrabatts die Preise um 17 Cent je Liter gesenkt. Die Steuersenkung wurde
durchweg und in voller Höhe an die Tankkundschaft weitergegeben. Andere
Berechnungen können wir nicht nachvollziehen", sagt en2x-Hauptgeschäftsführer
Prof. Christian Küchen. "Wenn die Energiesteuer auf Benzin und Diesel am 1. Juli
wieder auf das reguläre Niveau angehoben wird, werden wir dementsprechend eine
umgekehrte Reaktion sehen. Wie genau sich die Preise darüber hinaus verändern,
hängt vor allem von den Beschaffungskosten für Benzin und Diesel am Weltmarkt ab
und nicht, wie vielfach angenommen, ausschließlich vom Rohölpreis."
Hinzu kommt die im April eingeführte sogenannte 12-Uhr-Regel. Dadurch besteht
für Tankstellen nur noch einmal täglich die Möglichkeit, Preise anzuheben.
Küchen: "Infolgedessen wird am 1. Juli mittags eine besondere Situation
eintreten, weil die Steueranpassung, die dann bereits seit Mitternacht gilt,
einmalig und zusätzlich zur 12-Uhr-Anpassung hinzukommt."
Preisanstieg in der Iran-Krise geringer als bei europäischen Nachbarn
Den Vorwurf, die Branche habe in den vergangenen Monaten überhöhte Preise
abgerufen, weist en2x zurück. Eine Kurzstudie von Frontier Economics stellt
klar: Der durch die Nahostkrise hervorgerufene globale Anstieg der
Kraftstoffpreise fiel ohne die staatlichen und regulierungsbedingten
Preisanteile in Deutschland für Diesel geringer als in den meisten untersuchten
europäischen Ländern aus, der Anstieg bei Benzin lag auf Höhe des
internationalen Durchschnitts. Das hohe Niveau der Kraftstoffpreise ist in
Deutschland vor allem durch hohe Steuern, den CO2-Aufschlag und eine
ambitionierte nationale Umsetzung der EU-Klimaschutzvorgabe "RED III" bedingt.
"Die vom Verband beauftragte Analyse zeigt zudem, dass Länder mit staatlichen
Markteingriffen und Preisregulierung zumeist höhere Preissteigerungen aufweisen,
vergleicht man die Durchschnittspreise im Mai mit Daten vor der Krise und
rechnet die staatlichen und regulierungsbedingten Kostenanteile heraus", so
Küchen. "Die jüngsten Beschlüsse zur Einführung der 12-Uhr-Regel sowie zur
Verschärfung des Wettbewerbsrechts wurden demnach auf Basis falscher Annahmen
getroffen. Wir fordern die Rücknahme der Maßnahmen zur Verschärfung des
Wettbewerbsrechts." Sonst drohe die Bereitschaft zu Investitionen in die
Sicherung und klimafreundliche Weiterentwicklung heimischer Produktionsstandorte
zu leiden.
Link zur Kurzstudie (https://en2x.de/2026/06/17/tankstellenpreise-in-deutschland
-im-europaeischen-vergleich/)
Pressekontakt:
Rainer Diederichs, Alexander von Gersdorff
en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
Georgenstraße 24
10117 Berlin
mailto:presse@en2x.de; http://www.en2x.de/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159634/6304615
OTS: en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
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