|
Berlin (ots) - Die Helmholtz-Gemeinschaft hat das Helmholtz Media Lab gegründet,
um den Wandel der Wissenschaftskommunikation zu gestalten. Die neue Einheit
entsteht als gemeinsame Innovations-Infrastruktur für die 18 Helmholtz-Zentren.
Angesiedelt ist sie im Bereich Kommunikation in der Geschäftsstelle der
Gemeinschaft. Das Media Lab schafft Raum für mutige Experimente, neue
Perspektiven und den Ausbau kommunikativer Fähigkeiten - damit Forschung mehr
Menschen erreicht und für den Dialog gewinnt.
Mit der Gründung des Media Lab reagiert die Helmholtz-Gemeinschaft auf
Entwicklungen, die weit über Wissenschaft und Medien hinausgehen: Die
Kommunikationslandschaft hat sich grundlegend verändert. Die Öffentlichkeit
informiert sich zunehmend über digitale Plattformen, Communities und
KI-Anwendungen statt über klassische Medien. Zugleich stellt die zunehmende
Verbreitung von Desinformation demokratische Meinungsbildungsprozesse vor enorme
Herausforderungen.
"Mit dem Media Lab nehmen wir diese Verantwortung an. Wir gehen dorthin, wo die
Debatten von morgen geführt werden", sagt Martin Keller, Präsident der
Helmholtz-Gemeinschaft. "Wir wollen die Maßstäbe für den Dialog zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft neu setzen. Dafür erproben wir auch
unkonventionelle Ansätze."
Das Media Lab wurde als Teil der Strategie Aufbruch 26 durch die
Mitgliederversammlung beschlossen und gemeinsam von den 18 Zentren der
Helmholtz-Gemeinschaft und der Geschäftsstelle entwickelt. Die strategische
Verantwortung liegt bei Sebastian Grote, Head of Communications der
Helmholtz-Gemeinschaft. Die fachliche Leitung des Media Lab übernimmt Xenia von
Polier, die zuvor als Kommunikationsmanagerin in der Helmholtz Information &
Data Science Academy tätig war.
Das Media Lab soll in den nächsten Jahren Felder der Wissenschaftskommunikation
erschließen, in denen Forschungsorganisationen in Deutschland bislang kaum
präsent sind, und arbeitet dafür in drei miteinander verzahnten Programmen:
- Das Prototype Lab ermöglicht den Helmholtz-Zentren, ambitionierte und
neuartige Projekte der Wissenschaftskommunikation zu realisieren, um in den
Dialog mit bislang kaum erreichten Zielgruppen zu treten. Erfolgreiche Ansätze
und Erkenntnisse werden für die gesamte Helmholtz-Gemeinschaft nutzbar
gemacht.
- Im Creator Program bekommen renommierte Medienschaffende und Künstler:innen
für mehrere Monate Zugang zu den Helmholtz-Zentren, um im Austausch mit
Forschenden Projekte zu entwickeln und so neue Perspektiven auf Forschung in
die Öffentlichkeit zu bringen.
- Das Skills Lab holt führende Expert:innen aus Kommunikation und Medien zu
Helmholtz, um Wissen zu teilen, neue Fähigkeiten zu vermitteln und
Mitarbeitende für eine wirkungsvolle Kommunikation nach innen und außen zu
stärken.
Das Ziel: Wissenschaftskommunikation, die neue Ideen wagt, mehr Menschen für
Forschung begeistert und sichtbar macht, wie aus neuem Wissen, Lösungen und
Innovationen bei Helmholtz entstehen.
Über Helmholtz
Helmholtz leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von
Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche
Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt,
Gesundheit, Information, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr.
Helmholtz ist mit rund 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18
Forschungszentren und einem Jahresbudget von über 6 Milliarden Euro die größte
Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des
großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).
Pressekontakt:
Sebastian Grote
Head of Communications
Tel.: 030 206 329-74
mailto:sebastian.grote@helmholtz.de
Dr. Marie-Irène Igelmann
Teamlead Media Relations & Social Media
Tel.: 030 206 329-47
mailto:marie-irene.igelmann@helmholtz.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/162590/6365360
OTS: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.
|