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Ambulantisierung im Rückwärtsgang |
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| 7.10.2026 13:33 Uhr |
Bundesärztekammer |
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Berlin (ots) - Zu dem von der Koalition mit einem Änderungsantrag zur
Notfallreform geplanten Aus der Hybrid-DRGs erklärt Bundesärztekammer-Präsident
Dr. Klaus Reinhardt:
"Die vorgesehene abrupte Beendigung der Hybrid-DRG für niedergelassene Ärztinnen
und Ärzte wäre ein schwerwiegender Fehler und sendet das falsche Signal für die
Ambulantisierung in Deutschland. Der Grundsatz 'ambulant vor stationär' war
bislang parteiübergreifend eine zentrale Leitschnur für die Weiterentwicklung
unseres Gesundheitswesens. Die Hybrid-DRG sind entwickelt worden, um den dafür
notwendigen Transformationsprozess in Gang zu bringen. Nun will die Koalition
die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte von jetzt auf gleich von diesem
Reformprozess abkoppeln.
Die damit avisierten kurzfristigen Einsparungen werden unser Gesundheitssystem
langfristig teuer zu stehen kommen. Das gilt finanziell, weil Ambulantisierung
einer der wichtigsten strukturellen Hebel für eine effizientere Nutzung knapper
Ressourcen im Gesundheitswesen ist. Noch schwerer wiegt aber der
Vertrauensverlust auf Seiten der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Viele
Praxen haben sich in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht, um mehr
Patientinnen und Patienten einen operativen Eingriff ohne Krankenhausaufenthalt
zu ermöglichen. Dieses Engagement verdient politische Verlässlichkeit statt
neuer Unsicherheit.
Vor allem aber sind die Pläne eine schlechte Nachricht für die Patientinnen und
Patienten. Viel zu viele Eingriffe werden in unserem Land stationär
durchgeführt, obwohl sie medizinisch ebenso sicher ambulant erbracht werden
können. Mit dem Aus der Hybrid-DRGs drohen neue Fehlanreize, solche Eingriffe
stationär durchzuführen.
Das Aus der Hybrid-DRGs wäre Ambulantisierung im Rückwärtsgang. Ich appelliere
an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag, das nicht zuzulassen."
Pressekontakt:
Bundesärztekammer
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Tel. 030-400456700
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundesärztekammer
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