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Berlin (ots) - Nach dem erneuten Sicherheitsvorfall am Flughafen Leipzig/Halle
fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) die Flughafenbetreiber auf,
endlich in moderne Sicherheitstechnik investieren. Die wiederholten Ereignisse
an deutschen Flughäfen zeigen deutliche Defizite bei der Absicherung kritischer
Infrastrukturen.
Der Bundesvorsitzende der DPolG, Heiko Teggatz, erklärt:
"Wenn Unbefugte auf das Flughafengelände gelangen können, liegt das Problem
nicht bei der Bundespolizei, sondern bei unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen des
Betreibers. Es reicht nicht aus, Flughäfen lediglich auf dem gesetzlich
vorgeschriebenen Mindestniveau zu sichern. Betreiber müssen deutlich stärker in
moderne Zaunsysteme, Sensorik, intelligente Kameratechnik und automatische
Alarmierungssysteme investieren."
Die DPolG verweist darauf, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder
gelungen sei, in sensible Sicherheitsbereiche deutscher Flughäfen einzudringen.
"Der Schutz deutscher Flughäfen weist erhebliche Defizite auf. Statt nach jedem
Vorfall neue Diskussionen zu führen, müssen die Betreiber endlich in moderne
Sicherheitstechnik investieren", fordert Teggatz.
Als positives Beispiel nennt der DPolG-Bundesvorsitzende den Flughafen
Frankfurt. Dort werden moderne digitale Videotechnik, intelligente
Detektionslösungen und weitere Schutztechnologien bereits erfolgreich
eingesetzt. An diesem Standard sollten sich auch andere deutsche Flughäfen
orientieren.
Teggatz: "Deutschland bewegt sich beim physischen Schutz vieler kritischer
Infrastrukturen häufig nur auf einem Mindestniveau. Andere Staaten investieren
deutlich stärker in moderne Sicherheitstechnologien. Dabei stehen die
technischen Möglichkeiten längst zur Verfügung."
Die DPolG spricht sich zudem für eine deutliche Verschärfung der Anforderungen
an Flughafenbetreiber aus. Dort, wo nachweislich unzureichende
Sicherheitsmaßnahmen bestehen oder wiederholt Sicherheitslücken festgestellt
werden, müssen Bußgelder möglich sein.
Manuel Ostermann, Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft,
ergänzt:
"Die Bundespolizei nimmt ihren Auftrag zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung
weiterhin mit höchstem Engagement wahr. Nachhaltige Sicherheit an Flughäfen kann
jedoch nur erreicht werden, wenn die notwendigen Investitionen in moderne
Schutztechnik endlich umgesetzt werden. Wer kritische Infrastruktur betreibt,
muss auch die finanziellen Mittel für deren Schutz bereitstellen. Sicherheit
darf nicht erst dann hergestellt werden, wenn der Schaden bereits eingetreten
ist."
Rückfragen bitte an:
Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)
Marc Franke
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