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Leinfelden-Echterdingen (ots) - Deutschlands Haushalte nutzen Heizenergie
insgesamt weiterhin sparsam, während die Kosten je nach Energieträger
unterschiedlich stark ansteigen. Das zeigt die aktuelle Wärmekostenstatistik des
Immobiliendienstleisters Minol, die auf Basis von Heizkostenabrechnungen aus
hunderttausenden Haushalten den Verbrauch und die Ausgaben für Heizung und
Warmwasser im Jahr 2025 analysiert.
Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich weiter fort. Der Energieverbrauch
bleibt insgesamt auf moderatem Niveau, zeigt im aktuellen Abrechnungsjahr jedoch
bei mehreren Energieträgern einen leichten Anstieg. Bei Erdgas stieg der
durchschnittliche Verbrauch für Heizung und Warmwasser von 119 kWh auf 123 kWh
pro Quadratmeter Wohnfläche in der aktuellen Abrechnungsperiode. Gleichzeitig
erhöhten sich die Kosten von 16,03 Euro auf 18,08 Euro pro Quadratmeter, was
einem Plus von 12,8 Prozent entspricht. Bei Heizöl konnte ein steigender
Verbrauch für Heizung und Warmwasser von 119 kWh (11,9 Liter) in 2024 auf 124
kWh (12,4 Liter) in 2025 pro Quadratmeter festgestellt werden. Die Kosten sanken
geringfügig von 15,87 Euro auf 15,43 Euro pro Quadratmeter.
Fernwärmekosten steigen deutlich
Bei Fernwärme blieb der Verbrauch nahezu identisch mit 106 kWh in 2024 und 107
kWh pro Quadratmeter in 2025. Die Kosten erhöhten sich jedoch deutlich um 27,2
Prozent auf 17,94 Euro pro Quadratmeter. Hintergrund ist die Funktionsweise des
Fernwärmemarkts: Preisanpassungen folgen vertraglich festgelegten Formeln, die
Energiepreisindizes mit einem zeitlichen Verzug von bis zu 15 Monaten abbilden.
Die Preisspitzen der Energiekrise wirken sich dadurch teilweise erst jetzt auf
die Endkundenpreise aus.
Wärmepumpe schneidet am besten ab
Mit einem Verbrauch von durchschnittlich 86 kWh Strom und Kosten von 9,33 Euro
pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser liegt sie hinsichtlich der Kosten
deutlich unter allen fossilen Alternativen. Da Wärmepumpen nicht der
CO2-Bepreisung für fossile Brennstoffe unterliegen und der steigende Anteil
erneuerbarer Energien langfristig dämpfend auf die Strompreise wirkt, könnte
dieser Kostenvorteil in den kommenden Jahren weiter wachsen.
Bewohner großer Gebäude sind im Vorteil
Ein stabiler Trend zeigt sich weiterhin bei der Gebäudegröße: Je größer ein
Gebäude ist, desto niedriger fallen Verbrauch und Kosten pro Quadratmeter aus.
Größere Mehrfamilienhäuser profitieren von effizienteren Heizsystemen,
gleichmäßiger Wärmeverteilung und geringeren Wärmeverlusten pro Wohneinheit.
Auch die Heiznebenkosten wie Wartung, Betriebsstrom oder Verbrauchserfassung
fallen dort deutlich geringer aus. Für eine durchschnittliche
Zwei-Personen-Wohnung mit 95 Quadratmetern Wohnfläche in einem
Zehn-Parteien-Haus lagen die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasser in der
aktuellen Abrechnungsperiode bei rund 1.718 Euro für eine Erdgasheizung, 1.466
Euro bei Heizöl, 1.705 Euro bei Fernwärme und etwa 887 Euro bei Nutzung einer
Wärmepumpe.
Moderater Verbrauch, steigende Kosten
"Die Zahlen belegen, was wir schon seit Jahren beobachten: Der Verbrauch bleibt
moderat, unter anderem begünstigt durch mehr Transparenz bei der
Verbrauchserfassung und die Vorgaben der aktuellen Heizkostenverordnung. Dennoch
steigen die Kosten, weil Energiepreise, Infrastrukturkosten und Netzentgelte
zunehmen. Besonders der Fernwärmeanstieg von über 27 Prozent ist ein
Warnsignal", erklärt Oliver Bartsch, Leiter Abrechnung bei Minol Messtechnik W.
Lehmann GmbH & Co. KG. Gemäß Heizkostenverordnung müssen Vermieter ihre Gebäude
bis spätestens Ende 2026 auf fernauslesbare Messtechnik umstellen und ihren
Mietern monatliche Verbrauchsinformationen bereitstellen. Damit können Bewohner
ihren Energieverbrauch heute deutlich besser nachvollziehen und steuern, was
angesichts der hohen Energiepreise umso wichtiger ist.
Eine detaillierte Übersicht der Statistiken finden Sie hier:
http://www.minol.de/blog/statistiken-zur-waermekostenabrechnung-2025-2026
Pressekontakt:
Patrik Sartor
Minol-ZENNER-Gruppe
Heinrich-Barth-Straße 29
66115 Saarbrücken
Telefon (0681) 9 96 76 - 3157
E-Mail: mailto:patrik.sartor@zenner.com
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/112410/6256779
OTS: Minol Messtechnik
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