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Berlin (ots) - Am Samstag, den 26. April jährt sich die Atomkatastrophe von
Tschernobyl zum vierzigsten Mal. Gleichzeitig mehren sich in der öffentlichen
Debatte die Stimmen, die einen Wiedereinstieg in die Risikotechnologie Atomkraft
fordern - trotz der bis heute sichtbaren Folgen des Reaktorunglücks. Bis heute
sind ganze Regionen in der Ukraine und in Belarus unbewohnbar und für die
landwirtschaftliche Nutzung verloren.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
"Deutschland hat aus den Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima die
richtigen Konsequenzen gezogen, den Atomausstieg vollzogen und die Energiewende
eingeleitet. In diesen Tagen sehen wir erneut, wie verletzlich eine auf fossile
und atomare Großstrukturen ausgerichtete Energieversorgung ist: Es drohen durch
den Angriffskrieg Russlands neue Gefahren für die Atomkraftwerke in der Ukraine,
zugleich explodieren durch den Krieg am Persischen Golf die Öl- und Gaspreise.
Eine Rückkehr zur Atomkraft ist keine Lösung. Die Wiederinbetriebnahme der
abgeschalteten Reaktoren in Deutschland ist teuer und birgt hohe
Sicherheitsrisiken. Neue Kleinreaktoren existieren bisher nur auf dem Papier und
würden zusätzlichen Atommüll produzieren. Die Kernfusion ist eine vage
Zukunftsvision. Statt auf technische Luftschlösser zu hoffen, sollte die
Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien, von Netzen und
Batteriespeichern konsequent vorantreiben. Nur so geht sichere und bezahlbare
Energieversorgung."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
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