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Bielefeld (ots) - Das Klinikum Bielefeld hat als erstes Krankenhaus in
Deutschland die OmniaSecure(TM) Defibrillationselektrode eingesetzt. Der
Eingriff fand heute in der Universitätsklinik für Kardiologie und Internistische
Intensivmedizin statt und verlief erfolgreich. Bei der eingesetzten Technologie
handelt es sich um die weltweit dünnste kathetergeführte
Defibrillationselektrode. Mit dieser Innovation setzt das Klinikum Bielefeld
einen weiteren Meilenstein in der modernen kardiologischen Versorgung.
Diese neue Elektrode ist eine neuartige Weiterentwicklung der Technologie
transvenöser Defibrillationselektroden, die in implantierbaren
Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) oder Defibrillatoren zur kardialen
Resynchronisationstherapie (CRT-D) verwendet werden. Bestehende
Defibrillationselektroden haben einen größeren Durchmesser als die OmniaSecure
Elektrode, die mit 4,7 French (Fr), was 1,55 Millimetern entspricht, die dünnste
Defibrillationselektrode auf dem Markt ist. Dieser geringe Durchmesser
verringert das Risiko späterer Komplikationen, zum Beispiel eines
Venenverschlusses oder einer Trikuspidalklappeninsuffizienz.
Eine Elektrode erfasst den Herzschlag und überträgt Signale an das implantierte
Gerät, das anschließend eine Therapie abgibt, um abnorm schnell auftretende
Herzrhythmen, die zu einem plötzlichen Herztod (SCA) führen können, zu
korrigieren oder zu unterbrechen. Der erste Eingriff zum Einsetzen dieser
Elektrode am Klinikum Bielefeld wurde von Frank-Holger Güldner, Oberarzt der
Universitätsklinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am
Klinikum Bielefeld und Leiter der Rhythmuschirurgie, am 20. April um 08:24 Uhr
ohne Komplikationen durchgeführt.
"Diese neue Elektrode ist ein maßgeblicher Entwicklungsschritt für unsere
Patientinnen und Patienten. In Zukunft wird sich die bisherige
Implantationstechnik dahingehend verändern, dass das Reizleitungssystem direkt
stimuliert wird (CSP= conduction system pacing). Dazu ist eine hochpräzise
Platzierung mit speziellen Führungskathetern erforderlich. Diese nun erstmal
implantierte spezielle Elektrode ist zudem deutlich dünner und vorteilhaft für
den venösen Zugang. Wir rechnen zudem mit einer sehr guten Langlebigkeit", sagt
Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Stellbrink, Direktor der Universitätsklinik für
Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am Klinikum Bielefeld.
Die Defibrillationselektrode OmniaSecure(TM) von Medtronic erhielt die
FDA-Zulassung sowie die CE-Kennzeichnung und dokumentiert damit Sicherheit und
Wirksamkeit bei zugleich höchster Zuverlässigkeit für Patientinnen und Patienten
mit einem Risiko für einen plötzlichen Herztod (SCA). In der globalen klinischen
LEADR-Pivotal-Studie, die bereits publiziert wurde und an der die
Universitätsklinik für Kardiologie und Intensivmedizin beteiligt war, zeigte die
OmniaSecure(TM) Elektrode eine hohe Defibrillationseffektivität, eine geringe
Komplikationsrate sowie eine zuverlässige Performance. Damit übertraf die neue
Technologie das vorab definierte Zielkriterium.
Pressekontakt:
Nadja Jüstel
Leiterin Unternehmenskommunikation
Klinikum Bielefeld
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