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https://ots.de/GcB1kO
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München (ots) - Die Zunahme von Extremwetterereignissen bedroht die Zukunft von
Millionen Kindern und Jugendlichen. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer zum Tag
der Erde am 22. April hin. Hitzewellen, Überschwemmungen und Sturmfluten führen
verstärkt zu Flucht und Missbrauch, Bildungsarmut und einem Anstieg von
Krankheits- und Todesfällen. So sind allein 600 Millionen Kinder durch
Infektionskrankheiten gefährdet, die sich aufgrund der Erderwärmung schneller
ausbreiten. "Die Folgen des Klimawandels vergrößern die Not von ohnehin schon
notleidenden Kindern und ihren Familien oft in rasantem Tempo. Als
Hauptverursacher des Klimawandels liegt es in der Verantwortung der Länder des
globalen Nordens die Senkung der Treibhausgas-Emissionen massiv voranzutreiben.
Auch müssen wir die betroffenen Länder mehr dabei unterstützen,
Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen zu entwickeln. Genauso
wichtig ist es, die Teilhabe von Kindern an Klimabildung und Klimaschutz zu
fördern, um sie handlungsfähiger zu machen. Schließlich geht es um ihre
Zukunft!", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Klimawandel forciert Krankheiten, Bildungsarmut und Vertreibung
- Durch Überschwemmungen steigt das Infektionsrisiko für Malaria und Cholera bei
Kindern, insbesondere bei denen, die durch Mangelernährung eine schwache
Immunabwehr haben. Oft steht Familien nach Naturkatastrophen nur verunreinigtes
Wasser zur Verfügung, das bildet den Nährboden für Cholera. 2024 etwa wiesen
Bangladesch, Somalia und DR Kongo die weltweit höchsten Zahlen von gemeldeten
Cholera-Fällen bei Kindern unter fünf Jahren auf. Alle drei Länder waren von
mehreren Extremwetterereignissen betroffen.
- Weltweit hatten rund 247 Millionen Schüler und Schülerinnen 2024 wegen
Hitzewellen, Sturmfluten etc. eingeschränkten Zugang zu Bildung. Laut UN war
Südasien am stärksten betroffen. In Bangladesch etwa kam es zu
Unterrichtsausfällen für 33 Millionen Kinder. Schulschließungen begünstigen
Schulabbrüche und infolgedessen Kinderarbeit und Kinderehen. Zum Beispiel
verlieren viele Kleinbauernfamilien durch Dürre bedingte Ernteausfälle ihre
einzige Einnahmequelle, so dass ihre Kinder dazu verdienen müssen oder Mädchen
verheiratet werden, um ,versorgt' zu sein.
- Bis Ende 2024 sind rund 4,4 Millionen Kinder aufgrund von Naturkatastrophen zu
Binnenvertriebenen geworden, gemäß UN-Schätzungen. Viele Familien haben etwa in
Somalia durch Sturmfluten ihr Zuhause verloren. Infolge der Regenzeit sind dort
im ersten Halbjahr 2024 über 81.000 Menschen vertrieben worden, darunter viele
Kinder. Eine überstürzte Flucht kann zur Trennung von Eltern und Kindern führen.
Unbegleitet flüchtende Kinder sind Gefahren wie Ernährungsunsicherheit,
Missbrauch und Menschenhandel ausgesetzt.
Not fragiler Gemeinschaften wächst
Die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen oder Starkregen steht in
Zusammenhang mit der hohen Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre. Laut
Weltrisikobericht stieg sie 2023 auf einen Rekordwert: Sie lag 151 Prozent über
dem vorindustriellen Niveau. Am gravierendsten wirkt sich der Klimawandel in
Ländern des globalen Südens aus. Es sind explizit Gemeinschaften betroffen, die
ohnehin ein fragiles Infrastrukturnetz haben und deren Gesundheitsversorgung und
Katastrophenschutz oftmals unzureichend ist. Das potenziert die Ungleichheit.
So helfen die SOS-Kinderdörfer
Für die SOS-Kinderdörfer weltweit sind Klimaschutz und Kinderschutz eng
miteinander verbunden. Damit Kinder und ihre Familien aufgrund der Klimakrise
nicht aus ihrer Heimat vertrieben werden, etabliert die Hilfsorganisation etwa
Projekte zu klimaresistenten Anbaumethoden. Jugendliche und Erwachsene erhalten
Bildungsangebote für nachhaltige Berufe. In den Programmen der SOS-Kinderdörfer
wird das Umweltwissen und das Klimaschutz-Engagement von Kindern und
Jugendlichen gefördert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6258597
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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