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Bonn (ots) - Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in den Freien Berufen und
in der Land- und Forstwirtschaft (nicht-gewerblicher Bereich) wird wieder mehr
gegründet: Insgesamt wurden in 2025 rund 395.000 selbstständige Tätigkeiten im
Vollerwerb aufgenommen.
Von allen Existenzgründungen entfallen rund 277.000 auf das Gewerbe. Da die
Gewerbeanzeigenstatistik im 1. Halbjahr 2025 in einigen kleineren Bundesländern
Betriebs- und Kleingewerbegründungen über- und im Gegenzug
Nebenerwerbsgründungen untererfasst hat, dürfte die tatsächliche Anzahl etwas
geringer sein als ausgewiesen. Insgesamt hat sich jedoch die Anzahl der
gewerblichen Existenzgründungen in den vergangenen beiden Jahren wieder erhöht.
In den Freien Berufen wurden in 2025 rund 110.000 Existenzgründungen
registriert. Obwohl auch diese Zahl aufgrund einer Umstellung der
Auswertungspraxis in 13 Finanzverwaltungen leicht überhöht sein dürfte,
gründeten mehr Personen als in den Vorjahren. Verglichen mit 2024 stieg zudem
die Anzahl der Gründungen von Land- und Forstwirten. Damit zeichnet sich in
allen drei Tätigkeitsbereichen ein regeres Gründungsgeschehen als in den
Vorjahren ab. Der Strukturwandel zugunsten der Freien Berufe hat sich
fortgesetzt.
Existenzgründungsintensität in Berlin und Hamburg am höchsten
Die meisten Existenzgründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter
fanden in Berlin und Hamburg statt - gefolgt von Hessen, Nordrhein-Westfalen und
Schleswig-Holstein. Im Vergleich zu 2015 ist die Existenzgründungsintensität
2025 sowohl in den ostdeutschen Bundesländern als auch in Baden-Württemberg,
Hamburg, Niedersachsen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und im Saarland
gestiegen.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn erstellen regelmäßig
Statistiken zu den Existenzgründungen und Unternehmensaufgaben in Deutschland,
die auf den Gewerbean- und -abmeldungsdaten des Statistischen Bundesamtes sowie
den Auswertungen der Finanzverwaltungen der Länder beruhen. Nicht gründungs- und
schließungsrelevante Meldeanlässe, wie beispielsweise Rechtsformänderungen,
rechnen sie aus den Daten der Gewerbeanzeigen heraus.
Pressekontakt:
Dr. Jutta Gröschl
Telefon: (0228) 72997-29
E-Mail: mailto:groeschl@ifm-bonn.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/160935/6258718
OTS: IfM Bonn
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