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Köln (ots) - Vor dem "Petersberger Klimadialog" an diesem Dienstag und Mittwoch
fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) auf, für Deutschland eine neue strategische Führungsrolle zu definieren.
Merz sollte "der Weltgemeinschaft erklären, wie Deutschland die internationale
Klimapolitik - und somit die Sicherheits- und Wirtschaftspolitik - mitgestalten
will", schreibt der Vorstand von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, in einem
Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). Ein "neuer
klimapolitischer Kompass" stehe nicht im Widerspruch zu Merz' politischen
Zielen, sondern sei deren logische Konsequenz. "Merz rückt Sicherheit und
Wirtschaft ins Zentrum seiner Kanzlerschaft. Das kann aber nur gelingen, wenn
Europa mit Konsequenz durchsetzt, von Öl und Gas unabhängig zu werden", so
Kaiser. Die Länder der EU dürften nicht weiterhin erpressbar bleiben. "Und sie
dürfen nicht weiterhin durch ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern Geld
in die Kassen der Aggressoren spülen. Mit jedem neuen Windrad und Solarpanel
wird Europa also nicht nur wirtschaftlich unabhängiger, sondern auch sicherer."
Darüber hinaus gilt es nach Kaisers Worten, "Klimapolitik konsequent als Akt der
Souveränität zu definieren". Die Abkehr von fossilen Importen aus autokratischen
Staaten sei zu einer Kernaufgabe der Sicherheitspolitik geworden. Klimarisiken
müssten also in alle Haushaltsentscheidungen integriert werden. "Nicht zuletzt
muss die Bundesregierung ihre Zusagen zur Klimafinanzierung offensiv begründen."
Das Zeitfenster für Entscheidungen sei noch offen, aber es schließe sich rasant,
warnte Kaiser mit Blick auf die fortschreitende Klimaveränderung. "Der
Bundeskanzler steht vor einer strategischen Wahl. Als Konservativer hat er die
Chance, Klimaschutz als das zu positionieren, was er ist: ein Garant für
Sicherheit und eine zukunftsfähige Wirtschaft."
Der Gastbeitrag im Wortlaut auf: http://www.ksta.de/1266990
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