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Köln (ots) - Eine dunkle Wolke über einem Kirchturm, die auf den ersten Blick
wie Rauch wirkt - dieses Bild hat in Bonn in der Dämmerung am Freitagabend (1.
Mai) für Verunsicherung gesorgt. Die Feuerwehr rückte für einen Großeinsatz zum
Bonner Münster aus und suchte bis in die Nacht nach einem Feuer, fand aber
keins.
Laut dem Kölner Bienensachverständigen Ralf Heipmann könnte dahinter etwas ganz
anderes stecken: ein Bienenschwarm. "Auf den ersten Blick kann man das für Rauch
halten", sagte Heipmann im Gespräch mit dem WDR. "Aber gerade wenn sich die
Wolke kompakt bewegt und kein offensichtlicher Brandherd da ist, ist ein
Bienenschwarm durchaus möglich."
In den vergangenen Tagen gab es laut Medienberichten unter anderem in Detmold,
Hamm und Herten bereits Bienenschwärme, die für Aufregung gesorgt haben und es
könnten noch weitere Fälle dazu kommen: Das warme Wetter war in diesem Frühjahr
günstig für Bienen. Heipmann erklärt: "Die Völker haben schon sehr viel Nektar
gesammelt und dann wird es im Stock schnell eng."
Deshalb verlässt dann oft etwa die Hälfte des Volkes als summende Wolke mit der
alten Königin den Stock. Nach dem Abflug sammeln sich die Bienen als Traube zum
Beispiel an Ästen, Hausfassaden, Autos oder eben Kirchtürmen. "Die haben bis zu
zwei Tage Zeit, ein neues Zuhause zu finden", sagte Heipmann dem WDR.
Kundschafterbienen suchten in dieser Zeit nach geeigneten Hohlräumen für einen
neuen Bienenstock. Sobald ein passender Ort gefunden ist, verschwinde der
Schwarm genauso schnell, wie er gekommen ist. In dieser Phase sind die Tiere
laut Heipmann meist ungefährlich. "Die haben nichts zu verteidigen", so
Heipmann. "Keine Brut, keinen Stock und sie sind voll mit Honig."
Nähere Informationen: Bienenschwärme: Darum sind aktuell so viele unterwegs
(https://www1.wdr.de/nrw/bienenschwarm-bonner-muenster-tipps-imker-100.html)
Pressekontakt:
WDR Newsroom
Svenja Böhnisch/Lena Sterz
0221/220 8182
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179961/6267031
OTS: WDR Newsroom
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