|
Würzburg/Bonn (ots) - Hubertus Heil, religionspolitischer Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, hat beim 104. Katholikentag in Würzburg die
gesellschaftliche Rolle der Kirchen betont. "Ich bin der Meinung, dass Politiker
den Kirchen nicht vorschreiben sollten zu was sie sich äußern. Eine stumme
Kirche brauchen wir nicht, das wäre eine dumme Kirche", sagte Heil im Interview
mit dem Fernsehsender phoenix. So begrüßte der SPD-Politiker die Äußerungen von
Papst Leo XIV. zu Krieg und Frieden in seiner Osterbotschaft. "Im Nahen Osten
Mut zum Frieden zu haben, ist mutiger, als Mut zum Krieg zu haben", sagte Heil
weiter. Solcher Mut sei von der Kirche gefordert, "auch wenn es für uns als
politische Verantwortliche manchmal unangenehm ist".
Mit Blick auf den Mitgliederschwund verwies der ehemalige Bundesminister für
Arbeit und Soziales auf notwendige Aufarbeitung: "Das kann man auch beklagen,
das hat auch mit eigenen Fehlern zu tun, die aufgearbeitet werden müssen, zum
Beispiel das furchtbare Thema Missbrauch". Die Kirche könne sich beispielsweise
auch neuen Konzepten öffnen, um lokal die Gesellschaft zu stärken,
beispielsweise durch eine Umformung der Dorfkirche in eine Kulturkirche, so
Heil. Fest stehe für den SPD-Politiker: "Wir müssen die Kirche im Dorf behalten.
Das ist ein Ort von Zugehörigkeit und Heimat. Kirchen haben nicht nur eine
Funktion für ihre Gläubigen, sie haben eine gesellschaftliche Position und darin
müssen wir sie bestärken."
Das ganze Interview sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/XhY
Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Telefon: 0228 / 9584 192
mailto:kommunikation@phoenix.de
Twitter.com: phoenix_de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6511/6275756
OTS: PHOENIX
|