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Berlin (ots) - Die jetzt bekannt gewordenen Änderungsanträge zum
Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) stoßen beim
AOK-Bundesverband auf Kritik. Die Vorstandsvorsitzendes Dr. Carola Reimann
kritisiert vor allem die geplanten Änderungen bei Rabattverträgen für
Biosimilars und bei den pharmazeutischen Dienstleistungen:
"Einerseits diskutieren wir im Rahmen des
GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes über die Notwendigkeit von
Milliarden-Einsparungen, die alle Leistungsbereiche im Gesundheitswesen
adressieren. Sie werden, wenn die Pläne so umgesetzt werden, auch Versicherte,
Arbeitgeber und Patienten in erheblichem Umfang zusätzlich belasten.
Andererseits sollen jetzt im Zuge des
Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes exklusive Rabattverträge für
Biosimilars bis Mitte 2028 verboten werden. Das ist ein weiteres Zugeständnis an
die Pharmaindustrie, die schon in den bisherigen Sparplänen weitgehend verschont
geblieben ist.
Zudem ist geplant, brachliegende Mittel im Fonds für Pharmazeutische
Dienstleistungen nicht an die Krankenkassen zurückzuführen. Damit wird die
Versorgung nicht verbessert, sondern nur verteuert. Insgesamt bleiben
milliardenschwere Einsparpotentiale auf der Strecke. Eine konsistente
Gesundheitspolitik zur finanziellen Stabilisierung der GKV sieht anders aus."
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