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Berlin (ots) - Deutsch-französische Erklärung zur Stärkung der Pharmaindustrie
wird durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in Deutschland
ausgehöhlt
Die Bundesregierung unterzeichnet gemeinsam mit Frankreich eine begrüßenswerte
Erklärung zur Stärkung der pharmazeutischen Industrie in Europa und treibt
gleichzeitig in Deutschland mit dem geplanten
GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Sparpaket voran, das genau diese Ziele
frontal angreift.
Dazu sagt der Pharma Deutschland Vorstandsvorsitzende Jörg Wieczorek:
"Angesichts der systematischen und strukturellen Standortschwächung, die im
GKV-Betragssatzstabilisierungsgesetz für die deutsche Pharmaindustrie vorgesehen
ist, fällt es schwer, als Pharmaunternehmen der gemeinsamen Erklärung
Deutschlands und Frankreichs zur "Stärkung der pharmazeutischen Industrie in
Europa" Glauben zu schenken. Man muss es in diesem Zusammenhang wohl als
konsequent bezeichnen, dass die deutsche Pharmabranche trotz monatelangem
Pharmadialog bei der Entstehung der Erklärung in keiner Weise eingebunden war.
Wer so Politik macht, darf sich nicht wundern, wenn Investitionen ausbleiben,
Produkte später nach Deutschland kommen oder ganz vom Markt verschwinden."
Besonders kritisch sind im geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz aus
Sicht des Verbands der dynamische Herstellerabschlag, der Impfstoffabschlag,
zusätzliche Rabattmechanismen, die Nachschärfung der Preis-Mengen-Regelung und
die Verlängerung und Erweiterung des Preismoratoriums. Die Summe dieser
Eingriffe ist ein Frontalangriff auf Verlässlichkeit und den Pharmastandort.
Pharma Deutschland fordert die Bundesregierung auf, diesen Kurs zu beenden. Wer
die pharmazeutische Industrie in Europa wirklich stärken will, darf sie in
Deutschland nicht mit immer neuen Spar- und Belastungsinstrumenten überziehen.
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de gibt es
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