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Berlin (ots) - Pharma Deutschland informiert anlässlich des Weltnichtrauchertags
über Unterstützungsangebote beim Rauchstopp
Laut Statistischem Bundesamt rauchten 2025 rund 19,1 Prozent der Menschen in
Deutschland - darunter 15,8 Prozent Frauen und 22,4 Prozent Männer. Viele von
ihnen sind behandlungsbedürftig, da es oftmals nicht gelingt, sich allein durch
Willenskraft aus der Abhängigkeit zu befreien. Besorgniserregend sind
insbesondere aktuelle Zahlen zum Rauchverhalten bei Jugendlichen, wie eine
repräsentative Umfrage des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
zeigt. Demnach konsumierte 2025 fast jeder Zehnte (9,6 Prozent) der 12- bis
17-Jährigen Nikotinprodukte - 2021 waren es noch 6,1 Prozent.
Obwohl sich langfristig ein stark rückläufiger Trend beim Zigarettenkonsum pro
Kopf zeigt, zeichnete sich von 2023 auf 2025 wieder ein leichter Anstieg ab.
Laut BIÖG führt vor allem das Vapen Jugendlichen verstärkt zum Rauchen: Der
Anteil der Konsumentinnen und Konsumenten von Mehrweg-E-Zigaretten sei bei
männlichen Jugendlichen seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent gestiegen, bei Mädchen
sogar von 1,8 auf 7,8 Prozent. Auch diese Produkte gelten - wie klassische
Nikotinprodukte - als stark gesundheitsschädlich und bergen ein hohes
Abhängigkeitspotential.
"Nikotinabhängigkeit ist keine Frage mangelnder Disziplin, sondern eine
ernstzunehmende Erkrankung, die gezielte Unterstützung erfordert", betont
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. Mit der
Verabschiedung des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) wurde
am vergangenen Freitag die pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) zur
Rauchentwöhnungsberatung beschlossen - ein wichtiger Schritt Richtung Prävention
und Behandlung. "Wichtig ist, diese beschlossenen pDLs jetzt auch schnell und
unbürokratisch umzusetzen", so Brakmann.
Tabakkonsum ist nachweislich eine der Hauptursachen für vorzeitige Sterblichkeit
sowie zahlreiche chronische Erkrankungen und verursacht jährlich über 127.000
Todesfälle. Die volkswirtschaftlichen Kosten tabakbedingter Erkrankungen
belaufen sich auf über 97 Milliarden Euro jährlich.
Von den 80,9 Prozent Nichtrauchenden in Deutschland sind 22 Prozent ehemalige
Raucherinnen und Raucher. Viele schaffen den Sprung in die Rauchfreiheit,
allerdings brauchen sie im Schnitt sechs Anlaufversuche. Die Schwierigkeit
besteht an der Verknüpfung des Rauchkonsums im Alltag - der erste Kaffee, die
Mittagspause, das Warten am Bahnhof.
Mit dem Beschluss zur Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln zur Rauchentwöhnung
für Menschen mit schwerer Tabakabhängigkeit hat der Gemeinsame Bundesausschuss
(G-BA) im vergangenen Jahr die Einordnung als therapiebedürftige Suchterkrankung
unterstrichen. Seitdem können Patientinnen und Patienten bestimmte Arzneimittel
zur Rauchentwöhnung auf ärztliche Verordnung erhalten. Dazu zählen rezeptfreie
Nikotinpräparate wie Kaugummis, Pflaster und Lutschtabletten sowie
verschreibungspflichtige Präparate mit dem Wirkstoff Varencilin zur Linderung
von Entzugssymptomen. Zuvor galten diese Mittel verharmlosend als
"Lifestyle-Arzneimittel" und waren von der Erstattung durch die gesetzliche
Krankenversicherung ausgeschlossen.
Rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke nehmen eine zentrale Rolle bei der
Rauchentwöhnung ein. Sie ermöglichen einen niedrigschwelligen Start in den
Ausstieg und unterstützen eigenverantwortliche Schritte in die Rauchfreiheit.
Pharma Deutschland betont daher Apotheken als zentrale Anlaufstelle für
Information, Beratung und Begleitung. Ergänzend können digitale Anwendungen wie
Apps die Entwöhnung unterstützen, da sie die Möglichkeit bieten, das
Rauchverhalten sowie Erfolge zu dokumentieren und sich mit anderen Betroffenen
auszutauschen.
Jede Zigarette weniger wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus.
Pharma Deutschland setzt sich daher für eine schnelle und unbürokratische
Umsetzung der neuen pharmazeutischen Dienstleitungen zur
Rauchentwöhnungsberatung ein, sowie für mehr Aufklärung, eine stärkere Förderung
der Rauchentwöhnung sowie den Ausbau evidenzbasierter und niedrigschwelliger
Unterstützungsangebote.
Der Weltnichtrauchertag ("World No Tobacco Day") wurde 1987 von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen und wird jährlich am 31. Mai
begangen. Er soll weltweit auf die gesundheitlichen Gefahren des Tabakkonsums
und das hohe Suchtpotenzial von Nikotin aufmerksam machen.
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de gibt es
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