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Hannover (ots) - Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Studium -
während gleichzeitig im Handwerk tausende Fachkräfte fehlen. Das Ergebnis: volle
Auftragsbücher, steigende Preise und enorme Nachfrage nach qualifizierten
Betrieben. Viele Handwerker können sich ihre Projekte inzwischen aussuchen und
verdienen deutlich besser als noch vor wenigen Jahren.
Der Engpass liegt heute nicht mehr beim Auftrag, sondern beim Personal, und
genau das verschiebt die Preisverhandlung komplett zugunsten der Betriebe. Hier
erfahren Sie, warum das Handwerk wirtschaftlich attraktiver wird und wie
Betriebe die aktuelle Marktsituation gezielt für Wachstum und höhere Margen
nutzen können.
Der Fachkräftemangel verändert den Markt
Über viele Jahre war das Handwerk stark vom Preiswettbewerb geprägt. Kunden
konnten zwischen zahlreichen Anbietern wählen und Preise entsprechend
vergleichen. Inzwischen hat sich dieses Verhältnis jedoch deutlich verschoben.
Der wichtigste Grund dafür ist der zunehmende Fachkräftemangel. In vielen
Gewerken fehlen qualifizierte Mitarbeiter, während die Nachfrage nach
handwerklichen Leistungen hoch bleibt. Selbst in wirtschaftlich schwächeren
Phasen ändert sich daran wenig. Sanierungen, Modernisierungen oder energetische
Maßnahmen bleiben langfristig gefragt, gleichzeitig sinkt die Zahl verfügbarer
Fachkräfte vielerorts weiter.
Dadurch entsteht eine neue Situation: Nicht mehr allein der Kunde bestimmt den
Preis, sondern zunehmend auch der Betrieb. Unternehmen mit stabiler Auslastung
müssen Aufträge nicht mehr um jeden Preis annehmen. Stattdessen können sie
auswählen, welche Projekte wirtschaftlich sinnvoll sind und welche nicht.
Warum Spezialisierung profitabler macht
Besonders stark profitieren Betriebe, die sich klar positionieren und sich auf
bestimmte Leistungen spezialisieren. Denn je deutlicher ein Unternehmen
kommuniziert, wofür es steht, desto leichter können es Kunden einordnen.
Gleichzeitig sinkt die direkte Vergleichbarkeit mit allgemeinen Wettbewerbern.
Viele Handwerksbetriebe versuchen jedoch weiterhin, möglichst viele Leistungen
parallel anzubieten. Fenster, Türen, Sonnenschutz, Garagentore oder Wintergärten
werden gleichzeitig vermarktet, obwohl einzelne Bereiche oft nur einen kleinen
Teil des Umsatzes ausmachen. Nach außen entsteht dadurch schnell ein unscharfes
Bild.
Hinzu kommt ein interner Nachteil: Kleine Leistungsbereiche verursachen häufig
überproportional hohe Komplexität. Mitarbeitende benötigen Schulungen für selten
ausgeführte Tätigkeiten, Prozesse laufen langsamer und Fehler entstehen
leichter, weil Routinen fehlen. Eine stärkere Fokussierung verbessert deshalb
nicht nur die Außenwirkung, sondern erhöht oft auch die Effizienz im Betrieb.
Höhere Preise lassen sich besser durchsetzen
Trotz voller Auftragsbücher fällt vielen Betrieben die Preisdurchsetzung
weiterhin schwer. Sobald Kunden ein Angebot als zu teuer empfinden, reagieren
Unternehmen häufig mit Preisnachlässen. Kurzfristig sichert das zwar den
Auftrag, langfristig sinken jedoch die Margen, während Material-, Energie- und
Personalkosten gleich bleiben oder weiter steigen.
Dabei entscheiden Kunden längst nicht mehr ausschließlich über den Preis. Gerade
bei größeren Investitionen spielen Vertrauen, Verlässlichkeit und planbare
Abläufe eine wichtige Rolle. Wer seine Leistungen nachvollziehbar erklärt und
konkrete Mehrwerte sichtbar macht, gerät deutlich seltener in reine
Preisverhandlungen.
Entscheidend ist dabei die Kommunikation. Allgemeine Aussagen wie "hohe
Qualität" oder "guter Service" wirken inzwischen austauschbar, weil nahezu jeder
Betrieb dieselben Formulierungen verwendet. Wesentlich überzeugender sind
konkrete Informationen: feste Ansprechpartner, verbindliche Zeiträume,
transparente Abläufe oder zusätzliche Serviceleistungen. Erst dadurch wird für
Kunden erkennbar, worin der tatsächliche Unterschied zwischen einzelnen
Anbietern liegt.
Der Wettbewerb um Fachkräfte funktioniert ähnlich
Die veränderte Marktsituation betrifft längst nicht nur Kunden, sondern auch das
Recruiting. Fachkräfte vergleichen Arbeitgeber heute ähnlich schnell wie Kunden
verschiedene Betriebe vergleichen.
Deshalb verlieren allgemeine Aussagen wie "tolles Team" oder "gutes
Arbeitsklima" zunehmend an Wirkung. Bewerber interessieren sich stattdessen für
konkrete Einblicke: Welche Projekte werden umgesetzt? Wie sieht der
Arbeitsalltag aus? Mit welchen Maschinen wird gearbeitet? Welche
Entwicklungsmöglichkeiten bestehen?
Betriebe, die hier transparent auftreten und realistische Einblicke geben,
schaffen Vertrauen und heben sich deutlich stärker von Wettbewerbern ab.
Gleichzeitig gewinnen Bewertungen und die allgemeine Außendarstellung immer mehr
an Bedeutung.
Das Handwerk wird wirtschaftlich attraktiver
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass sich die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen im Handwerk grundlegend verändert haben. Während viele
akademische Berufe zunehmend von Konkurrenz geprägt sind, entsteht im Handwerk
in zahlreichen Bereichen ein Angebotsmangel. Genau dieser Engpass erhöht
langfristig den Wert qualifizierter Fachkräfte und spezialisierter Betriebe.
Unternehmen, die ihre Positionierung schärfen, effizient arbeiten und ihre
Leistungen klar kommunizieren, können diese Entwicklung gezielt nutzen. Höhere
Preise sind dabei nicht nur eine Folge steigender Kosten, sondern vor allem
Ausdruck einer veränderten Marktsituation.
Über die A&M:
Marvin Flenche und Alexander Thieme sind Gründer der A&M Unternehmerberatung
GmbH. Die Agentur hat sich auf Handwerksbetriebe spezialisiert und ermöglicht
Unternehmen mit Hilfe von Onlinemarketing Planbarkeit und Wachstum durch mehr
Kundenanfragen und qualifizierte Mitarbeiter. Weiter Informationen über:
https://www.am-beratung.de
Pressekontakt:
A&M Unternehmerberatung GmbH
E-Mail: mailto:kontakt@am-beratung.de
Website: https://www.am-beratung.de
Ruben Schäfer
mailto:redaktion@dcfverlag.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/157452/6287391
OTS: A&M Unternehmerberatung GmbH
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