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Berlin (ots) - "Wir investieren so viel wie nie zuvor in unsere
Verkehrsinfrastruktur. Entscheidend ist eine schnelle und effiziente Umsetzung -
gemeinsam mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren", erklärte Patrick Schnieder,
MdB, Bundesminister für Verkehr, beim Politischen Abend der
Bundesingenieurkammer in Berlin.
Im Zentrum der Veranstaltung am 9. Juni 2026 stand die Frage, ob die aktuellen
politischen Rahmenbedingungen ausreichen, um die geplanten
Infrastrukturinvestitionen der Bundesregierung tatsächlich umzusetzen. Der
Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, äußerte daran
Zweifel und rückte die Situation der mittelständisch geprägten Ingenieurbüros in
den Fokus.
"Ingenieurbüros sind zentral für die Umsetzung von Infrastruktur- und
Klimaanpassungsmaßnahmen. Doch die derzeitige wirtschaftspolitische Ausrichtung
ist für unsere Strukturen nicht förderlich", betonte der Präsident. "Es fehlt
eine konsequent mittelstandsfreundliche Politik, die faire Vergütung
sicherstellt und Wettbewerb fördert."
Nach Einschätzung der Bundesingenieurkammer zeigen sich die Defizite vor allem
in steigenden bürokratischen Anforderungen. Diese belasten kleine und mittlere
Ingenieurbüros unverhältnismäßig und schwächen ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Gleichzeitig stehen steigenden Investitionskosten, Fachkräftemangel und hohen
Haftungsrisiken häufig nicht auskömmliche Honorare gegenüber. Hinzu kommt eine
unsichere Projektpipeline: Kurzfristige Ausschreibungen erschweren eine
nachhaltige Kapazitätsplanung der Ingenieurbüros erheblich.
Mit Blick auf die Infrastrukturpolitik betonte die Bundesingenieurkammer die
zentrale Rolle von Ingenieurinnen und Ingenieuren für die erfolgreiche Umsetzung
der Investitionen vor allem aus dem Sondervermögen.
Der Politische Abend machte deutlich: Ohne eine Stärkung der Ingenieurbüros
drohen Infrastrukturvorhaben an einem Engpass an Planungsleistungen zu
scheitern.
Bildmaterial zum Download https://ots.de/iUBNZc
Die Bundesingenieurkammer (BIngK) setzt sich für die gemeinschaftlichen
Interessen der 16 Länderingenieurkammern ein. Seit mehr als 30 Jahren engagiert
sie sich bundesweit und auf europäischer Ebene für die Belange von rund 45.000
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